Fotografie Praxistipps

Keine Gleichberechtigung im Familienalbum!

Der Streit um die (vermeintliche) Bevorzugung der Erstgeborenen ist so alt wie die Menschheitsgeschichte. Eine aktuelle europaweite Studie des Kameraherstellers Nikon belegt nun: Eltern bevorzugen Erstgeborene beim Fotografieren. Aber warum ist dies so? Und vor allem: Wie lässt sich dem entgegen steuern. Hier einige Tipps für mehr Fotos von Zweitgeborenen im Familienalbum.

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Keine Gleichberechtigung im Familienalbum!

Der Kamerahersteller Nikon hat eine europaweite Studie durchführen lassen, welche belegt, was der Blick ins Familienalbum schon lange nahe legte: Eltern bevorzugen ihre Erstgeborenen beim Fotografieren. Mit 51 Prozent der befragten Mütter und Väter in Europa gibt mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer an, von ihren erstgeborenen Kindern die meisten Fotos gemacht zu haben. Insgesamt wurden 15.592 Personen aus 14 europäischen Ländern befragt – es handelt sich also nicht um ein rein deutsches Phänomen.

Die Gründe (zumindest für alle Eltern) liegen auf der Hand: Als häufigster Grund für diese Ungerechtigkeit bei der Raumaufteilung im Familienalbum wurde der zunehmende Zeitmangel (33 %) genannt. Zudem wurde von vielen erst im Rückblick bemerkt, dass eine größere Anzahl von Fotos der Erstgeborenen existiert (34 %).

Interessant auch, das Väter offenbar leichter die Lust am Fotografieren der (wachsenden) Familie verlieren. 15 Prozent der Väter gaben an, dass sich die Fotomotive irgendwann zu wiederholen beginnen. Bei den Frauen machten nur 10 Prozent diese Aussage.

Strategien für Gleichbehandlung im Familienalbum
Man mag zu Proporzen stehen wie man will – aber die eigenen Kinder sollten im Familienalbum doch weitgehend gleich behandelt werden. Wobei dies im Alltag schwer ist. Daher ist es eine gute Möglichkeit, für jedes Kind ein eigenes Fotoalbum anzulegen. Hier werden nur Fotos aufgenommen, die die Entwicklung des eigenen Kindes betreffen. Natürlich finden sich hier auch Fotos vom Kind mit seinen Geschwistern – aber die Geschwister spielen jeweils nur eine Nebenrolle. Jedes Kind hat ja schließlich sein eigenes Fotobuch.

Übrigens: Dank der Vorlagen (Themenfotobücher), die die zahlreichen Anbieter von Fotobüchern inzwischen bereit halten, ist die Erstellung solcher Fotobücher zeitlich überschaubar. Weitere Informationen finden Sie im Artikel Babyfotografie: Babyfotos im Fotobuch gekonnt in Szene setzen.

Familienalbum – Erstgeborene werden Fotografen
Eine weitere Strategie für mehr Gleichbehandlung im Familienalbum kann lauten: Machen Sie die Erstgeborenen zu Fotografen. Fast jedes Kind ist begeistert vom Fotografieren. Und sicher lässt sich Ihr Kind auch dazu bewegen, das kleine Geschwisterchen abzulichten. Insbesondere dann, wenn Sie versprechen, dass im Anschluss ein Fotoalbum gebastelt wird.

So schaffen Sie nicht nur mehr Gleichberechtigung im familiären Fotoproporz, sondern fördern auch die fotografischen und kreativen Kompetenzen der Großen.
Tipp: Es gibt zahlreiche besonders robuste Digitalkameras, welche für Kinder besonders gut geeignet sind.

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