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Karteikarten und Pinnwände erleichtern das Schreiben langer Texte

Lesezeit: 2 Minuten Lange Texte, wie Romane oder Biografien, sind chancenreich. Das ist gut und schlecht. Sie haben sehr viele Möglichkeiten, solche Texte zu gestalten. Das ist positiv. Sie verlieren leicht den Überblick. Das nervt. Mit Hilfe von Karteikarten und riesigen Pinnwänden können Sie Ihre Texte strukturieren, umstellen und so den Überblick nicht verlieren.

2 min Lesezeit
Karteikarten und Pinnwände erleichtern das Schreiben langer Texte

Karteikarten und Pinnwände erleichtern das Schreiben langer Texte

Lesezeit: 2 Minuten

Geschichten brauchen gute Ideen – halten Sie sie auf Pinnwänden fest!

Sagen wir, Sie sitzen im Zug und haben die Idee zu einem grandiosen Text. Um sie nicht zu vergessen, notieren Sie sie auf Ihrer Fahrkarte, im Notizblock oder Ihrem Smartphone. Sie sind sich sicher, dass sich etwas daraus machen lässt. Zahlreiche Ideen strömen auf Sie ein, bis Sie endlich am Heimatbahnhof angekommen sind. Sie beschließen: Daraus mache ich was! Diese Idee hat das Zeug für einen Roman!

Die Ideenflut mit Karteikarten und Pinnwand strukturieren

Sagen wir einmal, Sie sind zu Hause angekommen. Vor Ihnen liegt ein freies Wochenende. Na prima. Das ist doch ideal, um all Ihre Ideen zu Papier zu bringen. Sie legen los, sind im Flow, schreiben und schreiben.
Irgendwann sind Sie hungrig und erschöpft. Genug für heute. Am nächsten Tag wollen Sie weiter machen, und da geht es auch schon los. Sie haben ein wenig den Überblick verloren. Von Struktur keine Spur. Hier können Karteikarten und Pinnwände sehr gut weiter helfen. So geht es:

Mit Karteikarten die Ideen für lange Texte sinnvoll sortieren und verwalten

  1. Legen Sie sich einen ganzen Stapel leerer Karteikarten zurecht. DIN A 5 ist eine gute Größe.
  2. Knöpfen Sie sich Ihren Text von gestern vor und ordnen Sie die darin enthaltenen Informationen. Nehmen wir einmal an, Ihre Protagonistin heißt Nora Weberschloh. Dann schreiben Sie diesen Namen oben auf eine Karte.

Und so geht es weiter – Karteikarten-Notizen über Protagonisten und Kapitel

  1. Notieren Sie nun alles, was Sie über Ihre Protagonistin bereits festgelegt haben, auf dieser Karte: Wohnort, Beruf, Haarfarbe, eine Vorliebe für Selleriecremesuppe mit Sahnehäubchen, ihr höchstes Ziel – was auch immer Sie schon haben.
  2. Gehen Sie ebenso mit den anderen Figuren vor, aber auch mit Schauplätzen.
  3. Legen Sie Karten an für 20 – 25 Kapitel. Schreiben Sie darauf: Kapitel 1, Kapitel 2 und so weiter. Nun notieren Sie stichwortartig, was von Ihrem Text in welches Kapitel passen könnte.

Montieren Sie eine Pinnwand für Karteikarten gegenüber Ihrem Schreibtisch

Wenn Sie Platz haben, sollten Sie Ihrem Schreibtisch gegenüber eine richtig große Pinnwand anlegen. Hier pinnen Sie nun die einzelnen Karteikarten fest, so dass Sie sie beim Schreiben ständig vor Augen haben. Sie können die Einträge auf den Karten nach Belieben ergänzen, Dinge streichen oder verändern. die Karten umsortieren, aus Kapitel 3 mit einem kühnen Federstrich Kapitel 9 machen, einzelne Karten als sinnlos bewerten und wegwerfen und so weiter.

Waren Sie schon einmal im Thomas-Mann-Museum im Buddenbrookhaus in Lübeck? Da sehen Sie einen Karteikasten unter Plexiglas. Auch Thomas Mann hat für seinen „Buddenbrooks“ mit Karteikarten gearbeitet. Und viele andere Autoren ebenso.

Ein Text ohne Struktur, das geht selten gut. Es sei denn, Sie sind so genial, dass Sie einfach alles wohl geordnet im Kopf haben und dennoch sprudelnd kreativ sind. Wenn ich Ihnen etwas raten darf: Haben Sie lieber Ihren Spaß beim Notieren und Sortieren und bei den kreativen Ideen, die Ihnen just dabei kommen werden.

Bildnachweis: Klaus von Kassel / stock.adobe.com

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