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Kapuzinerkresse: Nutzen Sie sie als Heilpflanze und in der Küche

Lesezeit: 2 Minuten Die Kapuzinerkresse wird schon lange als Arzneipflanze verwendet, trotzdem wurde sie als Heilmittel bislang erheblich unterschätzt und im Wesentlichen als Zierpflanze genutzt. Nun rückt sie etwas mehr in den Fokus, da sie für das Jahr 2013 als Arzneipflanze des Jahres ausgewählt wurde. Lesen Sie, wie Sie die Pflanze in der Küche verwenden können und welche positiven Eigenschaften sie als Heilpflanze hat.

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Kapuzinerkresse: Nutzen Sie sie als Heilpflanze und in der Küche

Kapuzinerkresse: Nutzen Sie sie als Heilpflanze und in der Küche

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Forscht man in Heilpflanzenbüchern nach der Kapuzinerkresse, so wird man meist nur unter dem Begriff Kresse fündig und das größtenteils auch nur am Rande.

Ungleiche Schwestern

Die Kapuzinerkresse teilt sich ihren Namen mit der Gartenkresse (Lepidium sativum) und der Brunnenkresse (Nasturtium officinale). Dies ist bedingt durch den scharfen, leicht bitteren Geschmack, der allen Kressearten zu eigen ist. Botanisch gehören sie jedoch in unterschiedliche Kategorien.

Schöne Südamerikanerin

Die Große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) gehört zu der eigenen Familie der Kapuzinerkressegewächse und stammt ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika. Inzwischen ist der Neophyt in allen gemäßigten Zonen der Erde beheimatet.

Zierpflanze

Die Kapuzinerkresse wird hierzulande wegen ihrer Frostempfindlichkeit meist einjährig kultiviert und ist leicht aus Samen zu ziehen. Ihre bis zu 60 cm langen Triebe beranken Zäune und Klettergerüste. Herabfallend schmücken sie Ampeln und Balkonkästen. Ihre ursprünglich orange- bis goldgelbe Farbe ist durch gärtnerische Züchtungen in eine große Farbpalette mit vielerlei Farben und Muster aufgefächert worden. Die schöne Pflanze bevorzugt einen nährstoffreichen Boden und gedeiht auch an halbschattigen Standorten.

Klosterpflanze

Ihr deutscher Name bezieht sich auf die Form der Blüten, die an die Kapuzen von Mönchskutten des Kapuzinerordens erinnert. Die 1648 aus Peru eingeführte Pflanze, welche die Inkas schon als Schmerz- und Wunderheilmittel nutzten, erhielt als Heilpflanze einen Platz im Klostergarten, bevor sie als Zierpflanze weite Verbreitung erfuhr.

Heilpflanze

Ein hoher Gehalt an Vitamin C, Bitterstoffen und Senfölglykosiden, welche sowohl in den Blüten als auch in den rundlichen Blättern enthalten sind, wirken antiseptisch, pilztötend und schleimlösend. Grippale Infekte, Bronchitis und Harnwegsinfekte können durch die Verabreichung der frischen Pflanzenteile gemildert werden. Nach neuesten Erkenntnissen kann die Medikation von Antibiotika durch gleichzeitiges Verabreichen von Kapuzinerkresse deutlich gemindert werden und es können so auch Resistenzen vermieden werden.

Ein regelmäßiger Konsum von Kapuzinerkresse fördert die Durchblutung und wirkt vorbeugend gegen Erkältungskrankheiten und Harnwegsinfekte. Ihre bislang verborgenen Qualitäten brachten ihr den seit 1999 durch den Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzen am Institut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg verliehenen Titel „Arzneipflanze des Jahres 2013“ ein.

Kapuzinerkresse in der Küche

Mit den prächtigen Blüten der Kresse Salate und Süßspeisen zu dekorieren, ist schon länger in Mode. Dass sich die runden Blätter, welche deutlich schärfer sind als die Blüten, hervorragend als Würzmittel für Salate, Quarkspeisen, Eiergerichte und als Brotbelag eignen, war bislang wenig bekannt. Damit die gesundheitsfördernde Wirkung der Würz- und Heilpflanze erhalten bleibt, darf sie nicht erhitzt werden.

Tipp: Damit auch in den Wintermonaten das gesunde Kraut zur Verfügung steht, sollte ein Topf mit Kapuzinerkresse das „Kräuterbeet auf  der Fensterbank“ vervollständigen. Ein Blütenflor ist zwar nicht zu erwarten, die Blätter sorgen jedoch für frisches, gesundes Grün.

Bildnachweis: moonrise / stock.adobe.com

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