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Kann schlechte Luft Herzschäden verursachen?

Lesezeit: 2 Minuten Die Diskussion über Feinstaubbelastung in deutschen Städten beschäftigt die Medien nach wie vor. Ein Argument gegen Dreckschleudern in deutschen Städten liefern französische Mediziner. Nach ihrer Meinung richten Smog und schlechte Luft im Herzen schwere Schäden an.

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Kann schlechte Luft Herzschäden verursachen?

Kann schlechte Luft Herzschäden verursachen?

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Je schlechter die Luft, desto höher ist das Herzinfarkt-Risiko. So lautet das Ergebnis einer französischen Studie an der Universität von Paris. Den Forschern fiel auf, dass an Tagen mit Smog und starker Luftverschmutzung mehr Menschen mit Herzproblemen ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Auch die Zahl der herzbedingten Todesfälle steigt mit der Luftverschmutzung.

Also wollten es die Pariser Mediziner einmal genauer wissen, denn bisher konnte noch nicht nachgewiesen werden, dass Smog und schlechte Luft zu Herzschäden führen kann, auch wenn es einige Hinweise darauf gab.

Die Forscher wollten vor allem wissen, ob schlechte Luft auch kurzfristig das Herzinfarkt-Risiko erhöht. Dazu analysierten sie die häufigsten Schadstoffe in der Luft: Ozon, Kohlenstoffmonoxid (CO), Stickstoffdioxid (NO2), Schwefeldioxid (SO2) und Feinstaub.

Sie setzten die Konzentration in Verbindung mit der Zahl der Menschen, die wegen Herzschäden ins Krankenhaus eingeliefert wurden (JAMA 2012; 307: 713). Dazu analysierten sie 34 Studien, bei dem die Patienten mindestens einem der Schadstoffe maximal sieben Tage lang ausgesetzt waren.

Welcher Luftbestandteil schadet am meisten?

Bei der Auswertung stellten die Mediziner fest, dass bis auf Ozon alle Schadstoffe schon innerhalb weniger Tage dem Herzen schaden können. Bei allen Stoffen war schon kurzzeitig das Herzinfarkt-Risiko deutlich erhöht.

Am meisten Schaden richtet dabei das Kohlenstoffmonoxid an. Bei einer Belastung von 1 mg/m³ erhöht sich das Risiko um fast fünf Prozent. Bei ähnlicher Belastung mit den anderen Schadstoffen erhöhte sich das Risiko um 1,1 (NO2), 1,0 (SO2) oder 2,5 Prozent (Feinstaub)

Schlechte Luft vor allem in Städten

Im Vergleich zu anderen Risikofaktoren wie dem Rauchen ist die Wirkung von schlechter Luft zwar geringer, dabei darf man aber nicht vergessen, dass eine Zigarette nur rund fünf Minuten dauert während man die schlechte Luft im Extremfall den ganzen Tag einatmet. Zudem kann man auf das Rauchen verzichten.

Aufhören zu atmen geht nicht. Insofern ist man auch dauerhaft dem schädlichen Klima ausgesetzt, solange man in der Stadt wohnt. Wer ohnehin unter einem schwachen oder kranken Herzen leidet oder andere Risikofaktoren (Rauchen, Diabetes, Bewegungsmangel) hat, verstärkt durch die schlechte Luft das Risiko Herzschäden zu erleiden zusätzlich.

Um das Risiko zu lindern, sollte man daher besonders Zuhause auf saubere Luft achten. Weiter ist es wichtig, sich bei starker Luftverschmutzung oder Feinstaub-Warnung nicht zu lange im Freien aufzuhalten. Die beste Lösung wäre natürlich, aufs Land zu ziehen. Hier profitiert auch das Herz von der besseren Luft.

Bildnachweis: rh2010 / stock.adobe.com

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