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Kann man Charisma lernen?

Viele Menschen glauben, Charisma habe man oder eben nicht. Es lasse sich nicht erlernen. Es gibt aber Gegenbeweise!

Immer wieder hört man im Zusammenhang mit Charisma, es sei nicht erlernbar. Aber stimmt das wirklich? Kann man Charisma tatsächlich nicht lernen? Laut Lexikon bedeutet Charisma (altgriechisch) "Gabe der Götter“, "Gnadengabe“. In der Tat weist diese Bedeutung darauf hin, dass es sich bei Charisma um ein Geschenk handelt, das man nicht erwerben kann.

Es gibt aber auch die Erfahrung, dass Charisma sehr wohl erlernt wurde
Und zwar nicht nur zum Positiven. Galt Hitler doch als Charismatiker, dem die Massen hinterher rannten, so weiß man heute, dass er zu Beginn seiner Karriere eher als mausgrau und schüchtern galt – von Charisma keine Spur. Durch Medien-Inszenierung und Instinkt lernte er offenbar schnell. Zu unserem Leid.

Auch zeigen andere berühmte Persönlichkeiten wie etwa die berühmte Geigerin Ann Sophie Mutter, dass Charisma mit den Jahren offenbar wachsen kann oder lernbar ist. Wir wissen heute aus der Sozialforschung, dass in vielen Ländern ein Charisma-Training zum Alltag von Führungskräften und Politikern gehört. In Deutschland ist dies zwar noch nicht richtig angekommen, aber auch hier lassen sich Politiker inzwischen in Fragen des Auftretens beraten.

Ein tolles Auftreten eines Politikers ist noch lange kein Charisma
Stimmt. Denn für den Begriff "Charisma“ gibt es schon eindeutige Merkmale, die erfüllt sein müssen. Wir sprechen von Charisma nämlich erst, wenn uns ein Mensch emotional gefangen nimmt. Wenn er viele Menschen emotional bewegt. Das bedeutet nicht, dass man sich über einen Politiker nur genug ärgern müsse, damit er ein Charismatiker ist. Es geht darum, dass man von ihm positiv emotional berührt wird. Zum Zweiten haben Charismatiker eine Idee, eine Vision, die sie unbedingt verwirklichen wollen.

Wie aber kann man Charisma auf diese Art lernen?
Wie kann man andere bewegen? Nun, als erstes gilt es, überhaupt ein Ziel, eine Vision zu entwickeln. Und dies sollte authentisch sein. Es wird also nichts bringen, sich ein halbgares Ziel zu setzen wie es unsere Politiker gerne tun, um dann damit auftrumpfen zu wollen. Solche Art von Zielen bewegen niemanden. Noch nicht einmal hinter dem Ofen hervor. Zum Charisma taugen sie nicht. Es geht um echtes, authentisches Wollen. Und Charismatiker wären willens, für das Erreichen der eigenen Ziele auch einen hohen Preis zu zahlen. Dieses intensive Streben spüren die Menschen und nehmen es ernst. Auf diese Weise bekommt der Charismatiker Commitment.

Charisma entsteht auch mit der Verantwortung
Unsere Eltern haben wir geliebt. Zum einen natürlich, weil sie unsere Eltern sind. Zum anderen aber auch, weil wir wussten, sie meinen es gut mit uns. Der dritte Grund: Eltern übernehmen Verantwortung, sie haben Kraft und Macht in den Augen des Kindes, sie kennen den Weg und das Kind kann ihnen folgen. Ein wenig ähnlich funktioniert das Charisma.

Menschen folgen gerne jemandem hinterher, von dem sie annehmen, dass er den Weg kennt, oder die Lösung eines Problems. Sie sind froh, wenn ein Anderer die Verantwortung übernimmt.

Charisma strahlt
Für das Strahlen des Menschen sind eine Vielzahl unterschiedlicher Faktoren mitverantwortlich. Mit diesen beschäftigen wir uns in den nächsten Artikeln zu dieser kleinen Serie. Sicher ist jedoch: Ohne Ziele und ohne emotionale Berührung wird Charisma niemals entstehen.

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Julia Sobainsky