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Kampf dem Schweinehund – So motivieren Sie sich zum Laufen

Lesezeit: 3 Minuten Joggen ist etwas Wunderbares. Wenn man frei und locker durch Gottes schöne Natur trabt, formt das nicht nur den Körper, sondern auch der Geist profitiert. Die Realität sieht allerdings häufig anders aus. Joggen? Bei dem Wetter? Heute? Die besten Tipps und Tricks, wie Sie sich zum Training motivieren können, finden Sie hier.

3 min Lesezeit
Kampf dem Schweinehund – So motivieren Sie sich zum Laufen

Kampf dem Schweinehund – So motivieren Sie sich zum Laufen

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Jeder, der sich schon einmal irgendwie sportlich betätigt hat, kennt das wohlige Gefühle, am Ende einer Sporteinheit auszulaufen, sich mit dem guten Gefühl zu dehnen, dass man etwas Gutes getan hat und danach eine erfrischende Dusche zu genießen. Die Muskeln fühlen sich angenehm schwer an, der feste Nachtschlaf ist gesichert und sogar der Teint wirkt rosiger und frischer als vorher.

Vorher aber zählen solche Argumente meistens nicht. Das Wetter ist zu heiß, zu kalt, zu nass. Die Lieblingswege sind bestimmt schlammig. Man fühlt sich sowieso nicht so gut. Der Tag war ohnehin stressig, da will man jetzt lieber entspannen.

Wissen ist Trumpf: Gute Argumente für’s Laufen

Die Wissenschaft ist nicht untätig und findet regelmäßig gute Argumente, warum Bewegung und vor allem Joggen so gut ist für die körperliche und geistige Gesundheit. Wer das Ganze also lieber wissenschaftlich fundiert angeht, sollte folgendes wissen:

Forscher haben festgestellt, dass beim Joggen der präfrontale Kortex, der unter anderem für „Grübeln“ verantwortlich ist, weniger durchblutet wird. Das Grübeln über den Job oder Stress in der Beziehung stellt sich also ganz von alleine aus.

In Studien wurde ebenfalls nachgewiesen, dass alleine der körperliche Akt des Gehens die Laune hebt. Studenten wurden nach ihrer Stimmung befragt und dann spazieren geschickt. Sogar die Studenten, die nur im Korridor auf und ab gehen sollten, waren danach signifikant besser gelaunt.

Dazu kommt, dass das Grün der Natur Stress reduziert und die Gedanken aufmuntert. Allein durch die Natur zu laufen, egal wie das Training sonst wird, muntert also schon auf. Zu guter letzt hat die Wissenschaft festgestellt, dass man besser entspannen kann, wenn man „aktiv“ entspannt. Das heißt, dass sich ein kompletter Sonntag auf der Couch zwar gut anfühlt, Sie aber deutlich besser Stress reduzieren können, indem Sie aktiv werden. Wer morgens eine Joggingrunde dreht, reduziert wegen all der oben genannten Dinge seinen Stresspegel und hat den Rest des Tages dennoch Zeit für ein Date mit der Couch.

Lauftreffs verpflichten: Gemeinsam gegen den Schweinehund

Ein weiterer Trick, der auch wissenschaftlich gestützt werden kann, ist, dass es jedes Mal Willenskraft kostet, sich zum Training aufzuraffen. Der Wille funktioniert aber wie ein Muskel, das heißt, wenn Sie ohnehin einen anstrengenden Tag hatten, ist keine Willenskraft mehr übrig.

Das kann man zum Teil umgehen, indem man sich für einen Lauftreff einschreibt oder sich mit Freunden an einem bestimmten Tag fest trifft. Dann müssen Sie nicht jedes Mal mit sich argumentieren, sondern können den Termin einfach wahrnehmen, ohne darüber nachzudenken.

Hinzu kommt sozialer Druck, den man in diesem Fall endlich einmal positiv nutzen kann. Wer zwei, drei Mal nicht da war, wird von anderen Teilnehmern meistens freudig, aber nicht ohne kleine Scherze über die Abwesenheit begrüßt. Und wenn man ankündigt, nächste Woche nicht da zu sein, muss man schon einen guten Grund haben.

Gamification: Spiel, Spaß und Joggen

Gamification beschreibt, aus Aufgaben kleine Spiele zu machen. Kinder sind Weltmeister darin. Jeder Gang wird zum Spiel: es darf nur jede zweite Gehwegplatte berührt werden, wer als Erster da ist, hat gewonnen, wer die Strecke auf einem Bein hüpfen kann, auch.

Sinn dahinter ist, dass die Gedanken beim Laufen abgelenkt werden und nicht nur darum kreisen, wie schlecht man gerade läuft, wie lange man noch muss und dass man bestimmt gleich Seitenstechen bekommt.

Für Erwachsene ist das Konzept zum Teil schwer umzusetzen, wenn die Phantasie fehlt. Unterstützung bieten Smartphone-Apps wie „Zombies, run!“, die den Nutzer auf eine interaktive Zombiejagd mitnehmen.

Wer bereit ist, seine kindliche Phantasie wieder auszugraben, kann sich selbst kleine Stories zusammenbasteln – gerne inspiriert vom letzten Buch oder Film, der sie begeistert hat. Alternativ können Sie sich Zusatzregeln ausdenken, die die Gedanken beschäftigen. Etwa, dass auf jeder Bank fünf Sit-Ups gemacht werden. Jede Wegkreuzung sind drei Hock-Streck-Sprünge. Kleine Brücken werden im Hopserlauf überquert.

Wem das zu anstrengend ist oder wer ein stringentes Training lieber hat, der kann kurze Intervalleinheiten einbauen. Bis zum großen Baum da hinten wird die Geschwindigkeit gesteigert. An jeder Laterne laufen Sie etwas schneller, bis sie beim Sprint angekommen sind. Danach wieder normal weiter.

Besser wenig als gar nichts

Wer immer noch nicht überzeugt ist und Angst hat, dass das Training ohnehin schlecht wird, der sollte sich daran erinnern, dass auch ein (gefühlt) miserables Training immer noch besser ist, als gar nicht gelaufen zu sein.

Manche Apps bieten auch an, gegen sich selbst zu laufen. Dann können Sie eine bereits gelaufene Strecke nochmal laufen und bekommen währenddessen Durchsagen, ob Sie heute schneller waren oder letztes Mal.

Und wenn alles nichts hilft, dann vielleicht, sich daran zu erinnern, wie gut es sich anfühlt, nach einer erfolgreichen Trainingseinheit nachhause zu kommen.

Bildnachweis: Lars Zahner / stock.adobe.com

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