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Kalium carbonicum und seine Differentialdiagnose

Lesezeit: 2 Minuten Als wichtigste Differentialdiagnosen von Kalium carbonicum gelten Lycopodium clavatum, Natrium sulfuricum, Silicea terra und die anderen Kalis wie Kalium phopshoricum und Kalium sulphuricum. Lesen Sie hier, wie man gut zwischen den verschiedenen Mitteln differenzieren kann.

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Kalium carbonicum und seine Differentialdiagnose

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Differentialdiagnose zwischen Kalium carbonicum und Lycopodium clavatum
Zunächst einmal haben diese beiden Mittel viel Ähnlichkeit und können schnell miteinander verwechselt werden. Die Vorherrschaft des Intellekts über das Gefühlsleben ist für beide Mittelbilder charakteristisch. Beide leiden unter einem aufgeblähten Leib und können unter Verstopfung leiden. Auch die Tendenz zu Übergewicht und die Vorliebe für Zucker ist in beiden Mittelbildern dokumentiert.

Unterschiede zwischen Kalium carbonicum und Lycopodium clavatum
Es gibt aber auch ein paar gravierende Unterschiede im Mittelbild der beiden Mittel. So neigen Menschen, die konstitutionell Lycopodium benötigen dazu, sich durch Prahlen und Aufschneiden über manche Unsicherheit hinweg zu helfen. Dieses Verhalten ist Kalium carbonicum fremd. Lycopodium übernimmt nicht gerne die Verantwortung für sich und fühlt sich auch nicht für andere verantwortlich. Dieses Verhalten ist aber für Kalium carbonicum charakteristisch.

Differentialdiagnose: Kali-carb und Lycopodium im körperlichen Bereich
Während der zentrale Bereich für körperliche Beschwerden bei Kalium carbonicum die Lunge ist und es zu Beschwerden wie Bronchitis, Pneumonie oder Asthma kommt, leidet Lycopodium häufig unter Verdauungsproblemen. Diese können sich in Sodbrennen, Magenschleimhautentzündung oder Blähungen äußern. Auch Bauchschmerzen mit Durchfällen vor Prüfungssituationen gehört zu den charakteristischen Beschwerden von Menschen, die Lycopodium benötigen.

Differentialdiagnose: Verschlimmerungszeiten bei Kali-carb. und Lycopodium
Kalium carbonicum
hat für alle seine Beschwerden die Hauptverschlimmerungszeit in der Nacht zwischen 2.00 Uhr und 4.00 Uhr. Die charakteristische Verschlimmerungszeit für Lycopodium ist zwischen 16.00 und 20.00 Uhr. Hier haben Menschen, die Lycopodium brauchen, viel weniger Energie. Beschwerden unter denen sie leiden haben in dieser Zeit ihren Höhepunkt. Nach 20.00 Uhr geht es diesen Menschen dann auch wieder besser und sie verspüren wieder mehr Energie.

Differentialdiagnose zwischen Kali-carb und Lyc. – psychische Auslöser
Während Menschen, die Kalium-carbonicum benötigen aufgrund ihres überhöhten Pflichtgefühls krank werden, erkrankt Lycopodium wenn ein Erfolg oder die Anerkennung von anderen für einen Erfolg ausbleiben. Kalium carbonicum-Menschen können sowohl krank werden, weil sie selbst eine Pflicht nicht erfüllt haben, als auch wenn andere Menschen ihre Pflichten nicht erfüllen.

Lycopodium ist sehr auf seine Stellung im Betrieb bedacht. Ist diese gefährdet oder droht sogar ein Verlust der Position, ist dies ebenfalls häufig ein Auslöser für Beschwerden. Aber auch andersherum der Zuwachs von neuen Aufgaben, wenn einem Menschen, der Lycopodium braucht, plötzlich mehr Verantwortung und mehr Aufgaben übertragen werden, neigt dieser auch zu heftigen Beschwerden.

Differentialdiagnose: Kali-carb. und Lycopodium – körperliche Auslöser
Beide Mittel vertragen keine fettigen Gerichte und haben ein starkes Verlangen nach Zucker. Doch während Lycopodium empfindlich gegen jede Art von Kälte ist, wird Kalium carbonicum durch Überhitzung krank. Kälte ist nur in Form von Kaltbaden ein Auslöser für Beschwerden bei Kali-carb. Kalium-carbonicum hat häufig eine Abneigung gegen Milch und Brot während Lycopodium Austern und Hülsenfrüchte nicht verträgt.

Fazit
Es gibt viele Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Mitteln Kalium carbonicum und Lycopodium clavatum. Doch sowohl im körperlichen als auch im psychischen Bereich gibt es auch einige charakteristische Unterschiede zwischen den beiden Mitteln. Die Differentialdiagnose hilft hier dem Behandler zwischen den beiden genau zu differenzieren und dann das angezeigte homöopathische Mittel zu verabreichen.

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