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Juckende Kopfhaut: Vorbeugemaßnahmen und erste Hilfe

Lesezeit: 3 Minuten Trockene Kopfhaut, die vielleicht noch schuppt oder juckt, ist ein weit verbreitetes Beauty-Problem. Juckende Kopfhaut kann einem den Schlaf verleiden und ständige Schüppchen auf Jackett oder Bluse wirken ungepflegt und stören. Wo die Ursachen trockener Kopfhaut liegen und was kurz- und langfristig dagegen hilft, erfahren Sie hier.

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Juckende Kopfhaut: Vorbeugemaßnahmen und erste Hilfe

Juckende Kopfhaut: Vorbeugemaßnahmen und erste Hilfe

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Glänzende, gepflegte Haare gelten als erstrebenswertes Schönheitsideal. Dass eine Voraussetzung dafür aber eine gesunde Kopfhaut ist, wird häufig vergessen. Nebst ihrer Funktion als Helfer für schöne Haare, rückt die Kopfhaut oft dann ins Bewusstsein, wenn sie beginnt zu jucken. Ob sie tagsüber durch andauerndes Jucken und Kratzen Konzentration und irgendwann auch Frisur zerstört oder nachts das Einschlafen verhindert: Genau dann wird einem bewusst, wie wichtig die Kopfhaut ist und wie wenig sie beachtet wird.

Ursachen für trockene Kopfhaut

Es gibt zweierlei grundsätzliche Ursachen für trockene, juckende oder schuppende Kopfhaut. Auf der einen Seite ist die Trockenheit sowie eventuelle Schuppenbildung einfach eine (teils genetische) Veranlagung. Zusätzliche Erkrankungen wie Neurodermitis können für eine gereizte Kopfhaut sorgen. Auch manche Medikamente können zur trockener (Kopf-)haut führen, ebenso wie eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme.

Die andere Möglichkeit sind äußere Einflüsse wie das Wetter, die Haarpflege sowie Haarstyling. Zu häufiges Waschen, Waschen mit zu scharfen Reinigungsmitteln, ständiges Föhnen und trockenes, kaltes Wetter begünstigen trockene Kopfhaut. Somit wird entweder ein bereits vorhandenes Problem noch verstärkt oder erst geschaffen.

Schnelle Hilfe gegen trockene, juckende Kopfhaut

Wie auch bei Haut am Rest des Körpers hilft natürlich auf der Kopfhaut ebenso eincremen. Bei langen Haaren ist das allerdings meistens keine Option. Besser geeignet ist eine Massage mit Öl. Geeignet ist Olivenöl, Kokosöl oder auch Kakaoöl. Davon wird eine großzügige Menge auf die Kopfhaut gegeben und mit den Fingern gründlich einmassiert.

Das Öl pflegt die Kopfhaut und die Massage fördert die Durchblutung und regt die Talgproduktion an. Für ein gepflegtes Aussehen muss das Öl natürlich wieder gründlich ausgewaschen werden. Vorher sollte es allerdings so lange wie möglich einziehen. Im Idealfall wird das Öl über Nacht im Haar gelassen. Um das Kopfkissen zu schonen, kann ein altes Handtuch entweder auf das Kopfkissen gelegt oder um das Haar gewickelt werden.

Trockene Kopfhaut schonend reinigen

Wenn keine erblichen Veranlagungen oder Krankheiten der Grund für trockene Kopfhaut sind, hilft oftmals eine Umstellung von Pflegegewohnheiten, um der Kopfhaut die Gelegenheit zu geben, sich zu regenerieren.

Das fängt bei der Haarwäsche an: Wer chronisch trockene, sensible und gereizte Kopfhaut hat, sollte sich ein entsprechend mildes Shampoo besorgen, das einen pH-Wert von 5,5 hat und auf unnötige Zusatzstoffe verzichtet. Naturkosmetikshampoos nutzen oftmals mildere Tenside, die weniger schäumen und eine geringere Reinigungskraft besitzen, die Haare und Kopfhaut jedoch auch weniger austrocknen. Nach Möglichkeit vermieden werden sollte Sodium Lauryl Sulfat, das besonders aggressiv ist.

Auch Sodium Laureth Sulfat reinigt stark und trocknet tendenziell eher aus. Es ist allerdings in fast allen Shampoos enthalten, sodass es schwer fällt, darauf zu verzichten und sollte bei normaler Kopfhaut kein Problem sein. Um seiner Kopfhaut die Gelegenheit zu geben, sich zu regenerieren, kann eine Umstellung des Shampoos für einige Wochen hilfreich sein. Auch sollten die Haare nicht zu oft gewaschen werden, möglichst nur alle zwei Tage.

Wer trockene Kopfhaut hat, die schnell nachfettet, muss eventuell trotzdem jeden Tag Haare waschen. Dann bietet sich es sich an, zwei oder drei verschiedene Shampoos zu nutzen, die jeweils einen anderen Schwerpunkt setzen. Beispielsweise ein mildes Naturkosmetikshampoo, das die Haare schonend reinigt und ein konventionelles Shampoo, das den Haaren mehr Pflege bietet.

Weiter geht es beim Haarstyling

Wer seine Haare täglich föhnt, sollte den Föhn möglichst kalt stellen. Auch der permanente Gebrauch von Haarstylingprodukten, die die Kopfhaut belasten und angreifen, sollte vermieden oder reduziert werden. Möglicherweise können andere Produkte besser verträglich sein, sodass sich ein kritischer Blick auf sein Repertoire an Stylingprodukten und ein eventueller Neukauf lohnt.

Zuletzt kann auch das Wetter eine Rolle spielen. Bei kaltem Wetter produziert die Kopfhaut weniger Sebum, also Talg. Dadurch sind trockene Haare oft ein Problem im Winter. Abhilfe dagegen schafft eine geeignete Mütze. Zudem ist es hilfreich, seine Haarpflege der Jahreszeit anzupassen und seiner Kopfhaut auch ohne akute Beschwerden ab und an eine Ölmassage zu gönnen.

Bildnachweis: kei907  / stock.adobe.com

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