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Joseph Botros: Problemlöser in der Krise

Lesezeit: 3 Minuten „Der Optimist findet immer einen Weg. Der Pessimist findet immer eine Sackgasse,“ weiß Digitalisierungsvisionär und Friseurello-Erfinder Joseph Botros. Und tatsächlich lässt sich Botros nun bereits zum zweiten Mal von seinem Optimismus zum Erfolg führen. Er gehört zu denen, die aus der Not eine Tugend gemacht und aus den Widrigkeiten der Corona-Pandemie eine Idee für ein vielversprechendes Unternehmens-Konzept entwickelt haben.

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Joseph Botros: Problemlöser in der Krise

Joseph Botros: Problemlöser in der Krise

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Problem gelöst – Marktlücke gefunden

Erkennen, wann eine Problemlösung eine echte Marktlücke deckt, das scheint ein Talent von Joseph Botros zu sein. Alles begann mit dem spontanen Kauf eines Fernsehers. Da stand Joseph Botros mit dem schweren 55-Zoll-Gerät und wusste nicht, wie er es nach Hause bringen sollte. „Für ein Lastentaxi war er zu sperrig, ihn ins Lager zurücknehmen, um ihn dort kurzzeitig aufzubewahren, das wollte das Geschäft nicht“, sagt Botros. Er rief kurzerhand einen Freund an, der einen Transporter mietete und Botros und sein frisch erstandenes Schnäppchen abholte. „Wenn es mir so geht, dann geht es vielleicht auch anderen Kunden so, die spontan Möbel kaufen und nicht wissen, wie sie es auf die Schnelle nach Hause transportieren sollen“, sagt Botros. Die Idee für das Möbel-Taxi war geboren. Und dieses erfreut sich seit nun acht Jahren großer Beliebtheit und ist aus Hannover nicht mehr wegzudenken.

Friseurservice neu gedacht

Das Gedanke „Wenn es mir so geht, dann geht es vielleicht auch anderen so“ kam Botros in der Corona-Krise nun zum zweiten Mal. Und die Dimensionen werden größer. Denn mit seinem Friseurservice Friseurello agiert Botros deutschlandweit in einer für ihn ganz neuen Branche.

Die Idee kam dem Unternehmer als er während der Pandemie einen Haarschnitt brauchte, aber die Friseursalons aufgrund des Lockdowns geschlossen hatten. Wie praktisch wäre es, wenn der Friseur stattdessen einfach einen Kunden zu Hause besuchen und die Haare schneiden könnte. Zwar war auch dies während des Lockdowns in den Bundesländern verboten – doch die Grundidee war geboren und Botros fielen zahlreiche weitere Gelegenheiten ein, bei denen er sich einen mobilen Friseurservice wünschen würde. Auf Geschäftsreisen wäre er froh, eine Möglichkeit zu haben, sich in fremden Städten ganz problemlos einen Friseur ins Hotel bestellen zu können. Und was ist mit gestressten Eltern? Man könnte ihnen den Alltag ganz einfach ein wenig leichter machen, wenn sie für den nächsten Kinderhaarschnitt nicht die ganze Familie in den Friseursalon verfrachten müssten. Und auch viele ältere Menschen oder Personen, die aufgrund besonderer Umstände wenig mobil sind, würden einen unkomplizierten Friseurservice sicher gerne nutzen. Jetzt könnte jeder Friseur in der Stadt einzeln abtelefoniert oder die Homepages der Frisiersalons in der Nähe durchforstet werden, bis ein Stylist gefunden ist, der einen Heimservice anbietet. Das ist jedoch umständlich und wenig effizient.

 „Arbeite klug, nicht hart“, dieses Motto nimmt Botros nicht nur für sich selbst mit einem Augenzwinkern in Anspruch, sondern auch seinen Kunden soll das Leben einfacher gemacht werden. Ihnen wird durch Botros digitale Lösung nun die Suche nach einem passenden Friseur deutlich erleichtert.

Die einfachsten Lösungen sind die besten

Das Grundkonzept von Friseurello ist so einfach wie durchdacht. Unter friseurello.de finden Kunden eine Plattform, auf der mobile Friseure in der Umgebung abrufbar sind. Die Nutzer müssen lediglich ihren Standort in der Suchleiste eingeben und alle verfügbaren mobilen Friseure werden angezeigt. Der Friseur kann nun zum Wunschtermin des Kunden zu diesem nach Hause, aber auch ins Büro, ins Hotelzimmer oder zu bestimmten Eventlocations wie der großen Familienfeier bestellt werden. Der Friseur bringt sein Equipment – das nach einem genauen Hygieneplan nach jeder Nutzung gereinigt wird – und zusätzliche Schutzmatten für Boden und Arbeitsflächen mit. Auf diese Weise ist dafür Sorge getragen, dass alles wieder sauber und ordentlich verlassen wird und für den Kunden fällt keine zusätzliche Arbeit an.

Die Preise für den mobilen Friseurservice sind dabei so individuell wie bei einem herkömmlichen Friseurbesuch. Friseurello dient lediglich als Vermittler und die Friseure legen ihre Preise und gegebenenfalls Zuschläge für eine Anfahrt selbst fest.

Gemeinsam zum Erfolg

Die Corona-Pandemie und der Lockdown haben gezeigt, dass ein Friseurbesuch kein Luxusvergnügen ist. Nicht umsonst kochten die Emotionen in den Medien hoch, wenn darüber diskutiert wurde, wann und wie die Öffnungen der Friseurläden wieder möglich sein sollen. Die Nachfrage war groß. Denn eine gepflegte Frisur ist ein nicht unerheblicher Bestandteil einer gepflegten Erscheinung. Und für viele Menschen ist ihre Frisur ein Ausdruck ihres persönlichen Stils und Geschmacks. Zudem lässt sich über eine ungepflegte Haarpracht nicht einmal bei einer Videokonferenz hinwegsehen. Joseph Botros Idee kommt also zu einem denkbar passenden Zeitpunkt, an dem viele Menschen die Arbeit von Friseurinnen und Friseuren wieder mehr denn je zu schätzen wissen.

Schon gewusst? Während der Corona-Pandemie sank 2020 zwar die Gesamtzahl an Unternehmensgründungen, doch stieg die Anzahl der Startup-Gründungen im Vergleich zum Vorjahr. Besonders digitale Lösungen und Online-Handel haben dabei die besten Chancen, sich auch langfristig zu etablieren.

So einfach die Grundidee für Friseurello auch ist, in der Umsetzung ist das Konzept genauestens durchdacht und akribisch geplant. Über mehrere Monate arbeitete Joseph Botros an den Details seiner Geschäftsidee und stellte ein Expertenteam zusammen, das ihn bei der Arbeit in den Bereichen Marketing, Design und Vertrieb unterstützt. Damit gesellt er sich zu den Startup-Gründern, die wissen, wie man in der Krise eine Chance erkennt.

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