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Jodversorgung: Ist der Verzehr von Jodsalz sinnvoll oder gefährlich?

Lesezeit: 2 Minuten In Deutschland sind die Böden jodarm. Deshalb ist es kaum möglich, den Jodbedarf allein aus der Nahrung zu decken. Jodsalz ist eine sinnvolle Alternative, um die Jodzufuhr zu ergänzen. Doch kann Jodsalz auch überdosiert werden? Ist Jodsalz für Schilddrüsenkranke gefährlich? Hier finden Sie Antworten auf Ihre Fragen zur Jodversorgung und Jodmangelvorsorge.

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Jodversorgung: Ist der Verzehr von Jodsalz sinnvoll oder gefährlich?

Jodversorgung: Ist der Verzehr von Jodsalz sinnvoll oder gefährlich?

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Warum benötigen wir dringend Jod und wodurch kann ein Mangel entstehen? Damit unser Körper die lebensnotwendigen Schilddrüsenhormone aufbauen kann, benötigt er Jod. Viele Regionen in Deutschland – besonders im Süden – zählen zu den Jodmangelgebieten. Die Böden und damit auch die Nahrung in diesen Regionen liefern uns nicht genügend Jod. Ein Jodmangel kann sich entwickeln.

Im Norden, vorwiegend an Nord- und Ostsee, wird in der Regel vermehrt jodhaltiger Fisch verzehrt. Deshalb ist in den nördlichen Gebieten von Deutschland ein Jodmangel weniger verbreite und eine gute Jodversorgung ist gesichert.

Erfahren Sie hier mehr über Ihre Jodversorgung.

Jodversorgung: Wie viel Jod darf Speisesalz enthalten und gibt es gesundheitliche Risiken?

Es wurde gesetzlich vorgeschrieben, dass ein Kilogramm Speisesalz mit 15 bis 25 Milligramm Jod angereichert werden darf. Damit ist gewährleistet, dass weder für gesunde Menschen, noch für Schilddrüsenkranke gesundheitliche Risiken bestehen.

Selbst für Menschen mit einer Schilddrüsenentzündung (Hashimoto-Thyreoiditis) oder einer autoimmunen Schilddrüsenüberfunktion (Basedow’sche Erkrankung) ist der moderate Verzehr von jodiertem Speisesalz ungefährlich. (Diese Patienten dürfen aber keine jodhaltigen Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen.) Auch für Allergiker besehen keine Gesundheitsrisiken, denn eine Allergie auf Jodsalz gibt es nicht.

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Wie viel Jod sollten Sie täglich zu sich nehmen?

Die von Experten empfohlene Tagesdosis beträgt für eine erwachsene Person 180 bis 200 Mikrogramm Jod. Da ein Kilogramm Jodsalz bis zu höchstens 25 Milligramm (dies sind 25000 Mikrogramm) Jod enthalten darf, könnten Sie pro Tag maximal 8 g Jodsalz zu sich nehmen, um Ihren Tageshöchstbedarf der Jodversorgung zu decken. Allerdings müssen Sie dabei bedenken, dass viele Nahrungsmittel – zum Beispiel Wurstwaren – bereits jodiertes Speisesalz enthalten.

Wie können Sie Ihre Jodversorgung sichern?

  • Trinken Sie täglich Milch und verzehren Sie regelmäßig Milchprodukte.
  • Essen Sie zweimal pro Woche jodhaltigen Seefisch.
  • Verwenden Sie regelmäßig jodiertes Speisesalz, um Ihre Speisen zu würzen.
  • Auch bestimmte Algen (Braunalgenarten) sind sehr jodreich.

Tipp: Rauchen, Medikamente und ein Mangel an Eisen, Selen und Zink können die Aufnahme von Jod hemmen.

Bildnachweis: Anna_ok / stock.adobe.com

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