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Jetlag: Beschwerden vorbeugen und lindern

Lesezeit: 2 Minuten Bis zu zwei Wochen kann es dauern, bis sich der neue Tagesrhythmus nach einem langen Flug eingependelt hat. Tagsüber ist man müde, nachts hellwach. Aber es gibt noch weitere Beschwerden, die einen nach der Reise belasten können. Mit einigen Tricks können Sie jedoch vorbeugen und die Zeitumstellung in den Griff bekommen.

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Jetlag: Beschwerden vorbeugen und lindern

Jetlag: Beschwerden vorbeugen und lindern

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Sie bringen nicht nur unseren Schlaf-Wach-Rhythmus durcheinander, sondern auch andere Körperfunktionen: Langstreckenflüge transportieren uns in andere Zeitzonen, die unserem gewohnten Tagesablauf nicht entsprechen, sodass unser Organismus mit Symptomen wie Erschöpfung und Schlaflosigkeit, aber auch mit Verdauungsproblemen reagiert. Die inneren Organe melden ihre Bedürfnisse plötzlich zu anderen Zeiten an und unsere Reaktionsfähigkeit kann deutlich eingeschränkt sein.

Vor allem Menschen, die ihren Tagesablauf nicht flexibel gestalten können oder wollen, leiden stärker unter den Symptomen des Jetlags. Auch das Alter und der gesundheitliche Zustand des Reisenden sowie die Anzahl der durchflogenen Zeitzonen spielen eine Rolle bei der Umstellung auf den neuen Tag-Nacht-Rhythmus. Einfacher gelingt die Anpassung bei Flügen in westliche Richtungen, während eine Reise nach Osten den Tag verkürzt und daher Einschlafschwierigkeiten bereitet.

Wie kann man Jetlag vorbeugen

Bereits im Vorfeld kann man seinen Körper soweit stabilisieren, dass er weniger heftig auf die Zeitumstellung reagiert. Einige Tage vor dem Flug sollten Sie daher auf gesunde Ernährung, viel Bewegung und ausreichend Schlaf achten. Wenn Sie nach Westen fliegen, gehen Sie schon einige Tage vor dem Flug etwas später schlafen. Ist eine Reise nach Osten geplant, stehen Sie morgens früher auf. Während des Fluges sollte viel Flüssigkeit in Form von Mineralwasser und Fruchtsäften zugeführt werden. Meiden Sie Alkohol sowie Koffein und Nikotin vor und nach den Flügen.

Wenn Sie in der anderen Zeitzone ankommen, passen Sie sich dem Tagesablauf, so weit es Ihnen möglich ist, an. Tanken Sie außerdem öfter frische Luft und lassen Sie das Tageslicht auf sich wirken. Sollten Sie nachts Hunger bekommen, essen Sie nur kleine Portionen, damit der Magen nicht versucht ist, den alten Rhythmus beizubehalten.

Arzneimittel bei Schlafstörungen durch Jetlag

Als milde Alternative zu kurzwirksamen Schlafmitteln können Sie L-Methionin oder 5-HTP versuchen. Sprechen Sie die Einnahme jedoch vorher mit Ihrem Arzt ab, besonders wenn Sie bereits andere Medikamente einnehmen. L-Methionin ist eine Aminosäure, die für verschiedene Stoffwechselvorgänge im Körper benötigt wird. Beeinflusst werden unter anderem der Schlaf und die Stimmung.

5-HTP ist die Abkürzung für L-5-Hydroxytryptophan. Es erhöht die Serotoninproduktion im Körper und wirkt somit antidepressiv, aber auch schlaffördernd. In den USA setzen viele auf Melatonin, das bei uns in Deutschland rezeptpflichtig ist. Es hat etliche Nebenwirkungen, zum Beispiel Kopfschmerzen, Rücken- und Gelenkschmerzen, daher sollten Sie hier besonders vorsichtig sein und dies nicht ohne ärztliche Rücksprache im Ausland kaufen und einnehmen.

Homöopathie gegen Jetlag

Wer lieber auf sanfte Hilfen gegen die Symptome des Jetlags setzt, kann verschiedene Mittel aus der Homöopathie nutzen. Bei nervöser Unruhe mit Erschöpfung und nächtlichen Schlafstörungen kann Zincum metallicum D12 den gewohnten Rhythmus wieder herstellen. Auch Cocculus D12 mildert die überreizten Sinne und Nervosität aufgrund des Schlafmangels.

Beschwerden wie Schwindel und Schweißausbrüche können ebenfalls damit bekämpft werden. Dosierung: Jeweils 2-mal täglich 5 Globuli auf der Zunge zergehen lassen. Sollten die Symptome besonders heftig werden, kann Cocculus D6 3-mal halbstündlich genommen werden. Sobald sich der Zustand gebessert hat, reduziert man die Dosis auf 3-mal täglich 5 Globuli.

Schlaffördernde Lebensmittel bei Jetlag

Einige Lebensmittel regen ebenfalls die Bildung des schlaffördernden Melatonins an: Essen Sie eine Stunde vor dem Zubettgehen einige Datteln oder Nüsse. Auch Bananen, Pellkartoffeln und Vollkorn-Teigwaren enthalten viel Serotonin, das die Produktion des Schlafhormons unterstützt.

Die berühmte warme Milch mit Honig verhilft durch die essentielle Aminosäure Tryptophan zu einem erholsamen Schlaf. Beruhigend wirken die pflanzlichen Hormone des Hopfens, daher kann ein Glas Bier durchaus den Schlaf einleiten. Größere Mengen Bier sollten allerdings vermieden werden, da Alkohol den Schlaf wiederum stört. Lesen Sie auch, wie Sie Ihren Körper mithilfe von Jin Shin Jyutsu wieder harmonisieren können.

Dieser Artikel kann den Rat eines Arztes nicht ersetzen!

Bildnachweis: anzebizjan / stock.adobe.com

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