Homöopathie Praxistipps

Ist Fieber senken wirklich sinnvoll?

Lesezeit: 2 Minuten Die Lehrmeinung unter Ärzten ist nach wie vor: Fieber senken. Nicht nur, weil der Patient unter den Symptomen des Fiebers leidet, sondern weil Fieber gefährlich werden kann. Was sind die Gründe für das Fieber senken? Und welche aktuellen Erkenntnisse gibt es über die Auswirkung der Fiebersenkung?

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Ist Fieber senken wirklich sinnvoll?

Ist Fieber senken wirklich sinnvoll?

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Nasentropfen, Fieber senken, Hustensaft?

Aus ganzheitlicher Sicht gehen wir bei akuten Krankheiten davon aus, dass ein Symptom einen Nutzen hat. So transportiert der Schleim beim Schnupfen z. B. die Abfallprodukte aus dem Kampf zwischen Abwehr und Erreger nach draußen.

Genauso ist es beim Husten. Der Schweiß hilft ebenfalls „Müll“ loszuwerden und entlastet gleichzeitig Nieren und Darm, die als Ausscheidungsorgane sonst mehr Arbeit haben. Doch was soll das Fieber? Und ist Fieber senken überflüssig?

Wie entsteht Fieber?

Einfach ausgedrückt passiert Folgendes: Beim Kontakt zwischen Erregern und Abwehrsystem des Körpers werden Botenstoffe freigesetzt, die dem Thermostat im Gehirn signalisieren: „Stell doch mal die Heizung an!“

Dies führt zum einen dazu, dass Abwehrstoffe schneller an ihren Einsatzort kommen und besser arbeiten können. Zudem wird die Vermehrung der Erreger durch die erhöhte Temperatur gehemmt oder es werden sogar Erreger abgetötet. Wenn alles gut läuft, besiegt die Abwehr die Erreger und die Temperatur sinkt wieder. Die akute Krankheit ist überstanden.

Der logische Schluss: Fieber hilft Infektionen zu bekämpfen

Dies wurde nun auch in mehreren Studien nachgewiesen. Besonders beeindruckend ist eine Studie über Fieber bei Lungenentzündungen von Gavin Barlow vom Hull and East Yorkshire Hospitals NHS Trust. Er wertete die Daten von 400 Patienten aus und kam zu folgendem Schluss:

  • Von den Patienten, deren Temperatur unter 36 Grad gehalten wurde, verstarb ein Drittel innerhalb von 30 Tagen.
  • 82% der Patienten mit erhöhter Körpertemperatur überlebten hingegen.
  • Und 100% der Patienten mit einer Körpertemperatur von 40 Grad überlebten.

Dies bedeutet: Hohes Fieber ist gut für den Kranken – vor allem bei schweren Erkrankungen.

Warum wird Fieber gesenkt?

Das Hauptargument der Ärzte für die Fiebersenkung ist bei kleinen Kindern die Gefahr eines Fieberkrampfs. Dies ist ein relativ selten auftretendes Geschehen bei Kleinkindern, das einem epileptischen Anfall ähnelt. Ein solcher Anfall ist sehr erschreckend, in der Regel hört der Krampf nach einigen Minuten wieder auf und ist harmlos.

Fieberkrämpfe lösen auch keine Epilepsie bei den betroffenen Kindern aus. Zudem entstehen Krampfanfälle meist bei noch nicht ganz so hoher Temperatur und bei sehr schnell ansteigendem Fieber. Eine Fiebersenkung wird aber ab 38,5 Grad empfohlen, was bedeutet, dass das Krampfrisiko zu diesem Zeitpunkt nicht mehr so hoch ist. Somit stellt sich die Frage, ob das Fieber senken mehr schadet als es nutzt.

Theoretisch wird Fieber ab 41,7 Grad für den Organismus gefährlich, da sich dann Eiweiß denaturieren kann. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass es einen natürlichen Mechanismus gibt, der das Fieber vorher wieder zum Sinken bringt. Fieber über 41 Grad kommt in der Regel nicht vor.

Fazit:

Für die meisten Infekte ist klar, dass Maßnahmen zur Fiebersenkung den Krankheitsverlauf verlängern und verkomplizieren. Aus homöopathischer Sicht ist das Senken von Fieber eine Unterdrückung von Symptomen, die es zu vermeiden gilt, um den natürlichen Heilungsprozess bei akuten Krankheiten nicht zu behindern.

Die Erfahrung zeigt auch, dass Kinder, die hohes Fieber bekommen sich viel schneller von der Krankheit erholen. Zudem beweist die Forschung, dass hohes Fieber einen positiven Einfluss auf die Heilung von Krebs hat.

Bildnachweis: gstockstudio / stock.adobe.com

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