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Ingwer-Tee: Wirkungen und Zubereitung

Lesezeit: 2 Minuten Wer die leichte Schärfe eines Ingwer-Tees mag, kann mit dem heißen Getränk einige Beschwerden kurieren oder es einfach nur zum Vergnügen genießen. Die Inhaltsstoffe des hellbraunen Knollengewächses haben vielseitige positive Wirkungen. Dennoch ist Ingwer nicht für jeden geeignet.

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Ingwer-Tee: Wirkungen und Zubereitung

Ingwer-Tee: Wirkungen und Zubereitung

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Bekannt geworden ist Ingwer bei uns im medizinischen Bereich vor allem wegen seiner übelkeitshemmenden Wirkung. Besonders auf Reisen hat sich die scharfe Knolle bewährt —  interessanterweise jedoch nicht gegen Übelkeit und Erbrechen bei heftigem Seegang. Wem der Magen auf Auto- und Bahnfahrten oder im Flugzeug Probleme bereitet, sollte sich schon vor Antritt der Reise mit einem Tässchen Ingwer-Tee versorgen und die Therapie während der Fahrt möglichst fortsetzen.

Ingwer-Tee unterstützt die Verdauung und lindert Übelkeit

Eine häufige Nebenwirkung von Chemotherapien ist heftige Übelkeit. Man konnte beobachten, dass Ingwer diese Beschwerden deutlich reduzierte, wenn die Patienten vor und nach der Behandlung jeweils mehrere Tassen Ingwer-Tee zu sich nahmen.  In der Schwangerschaft sollte das Naturheilmittel jedoch mit Vorsicht gegen die morgendliche Übelkeit eingesetzt werden, da die Scharfstoffe vorzeitige Wehen auslösen könnten. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Ingwer für Sie geeignet ist!

Mehr Informationen über die Anwendung von Ingwer finden Sie in dem Ratgeber: Gesund mit Ingwer.

Generell wirkt Ingwer nach fetterem Essen verdauungsfördernd, lindert Blähungen und beseitigt Verstopfung. Er kann empfindlichen Menschen allerdings auf den Magen schlagen, wenn dieser ohnehin zu viel Säure produziert. Auch die Galle kann gegen Ingwer rebellieren, wenn sie Steine enthält. Je frischer der Ingwer ist, desto milder ist er übrigens. Die Scharfstoffe vermehren sich erst durch die Lagerung.

Ingwer ist schmerzstillend und entzündungshemmend

Die Scharfstoffe des Ingwers wirken ebenfalls schmerzstillend und hemmen die Blutgerinnung. Wenn Sie Marcumar oder einen anderen Blutverdünner einnehmen, sollten Sie Ingwer nicht zu häufig konsumieren oder den INR-Wert überprüfen lassen, falls Sie nicht auf das scharfe Getränk verzichten möchten. Bei hohem Blutdruck sollten Sie auf die Anwendung von Ingwer verzichten, da er durch die Scharfstoffe noch weiter angeregt wird. Der schmerzstillende Effekt zeigt sich besonders bei Muskelschmerzen und rheumatischen Beschwerden, der auch durch Studien bewiesen werden konnte.

Ob Ingwertee ein gesundes Lebensmittel, das Sie wegen seines hohen Fettgehalts jedoch nicht übermäßig verzehren sollten.

auch Erkältungen vorbeugt, konnte bisher nicht belegt werden. Denkbar wäre die Wirkung, da die Schärfe der Knolle die Durchblutung anregt und somit die Abwehrkräfte mobilisiert. Zudem sollen einige Inhaltsstoffe des Ingwers antibakteriell sein und entsprechende Erreger angreifen. Die entzündungshemmende Wirkung schont die Schleimhäute und lässt die Erkältungen schnell wieder abklingen.

So kochen Sie einen Ingwer-Tee

Reiben Sie ein Stück Ingwer und geben Sie etwa einen Esslöffel voll in einen Topf mit einem halben Liter Wasser. Kochen Sie ihn zehn Minuten lang. Anschließend geben Sie den Sud durch ein Sieb und trinken den Tee schluckweise. Falls Sie ihn pur nicht mögen, können Sie ihn nach Geschmack mit Agavendicksaft süßen. Ingwer kann auch in Suppen verarbeitet werden. Er würzt sie nicht nur, sondern wirkt ebenso gut wie ein Tee.

Bildnachweis: Hetizia / stock.adobe.com

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