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In welchen Fällen ist der Treppenlift steuerlich absetzbar?

Um die hohen Ausgaben für den Treppenlift zu reduzieren, ist es wichtig, alle Möglichkeiten für Einsparungen auszunutzen. In vielen Fällen ist der Treppenlift steuerlich absetzbar, wodurch sich die Kosten erheblich reduzieren.

In welchen Fällen ist der Treppenlift steuerlich absetzbar?

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Der Einbau eines Treppenlifts kostet oft viele Tausend Euro. Doch besteht in den meisten Fällen die Möglichkeit, die Ausgaben von der Steuer abzusetzen. Auf diese Weise können Sie einen beträchtlichen Teil der Ausgaben durch Steuervergünstigungen ausgleichen.

Unter welchen Bedingungen ist der Treppenlift steuerlich absetzbar?

Eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür, dass Sie den Einbau des Treppenlifts beim Finanzamt geltend machen können, besteht darin, dass Sie ihn – zumindest zum Teil – selbst bezahlen. Wenn Sie beispielsweise einen Zuschuss von der Pflegekasse erhalten und einen sehr günstigen Lift auswählen, sind die Kosten für den Einbau komplett abgedeckt, sodass Sie keine Steuerminderung beantragen können. Wenn Sie den Treppenlift wegen eines Arbeitsunfalls benötigen, übernimmt in der Regel die Berufsgenossenschaft die kompletten Kosten. Daher können Sie auch in diesem Fall die Kosten nicht von der Steuer absetzen.

Außerdem ist es erforderlich, dass die Kosten für den Treppenlift den zumutbaren Eigenanteil überschreiten. Wie hoch dieser Betrag ist, hängt von Faktoren wie dem Einkommen, dem Familienstand und der Zahl der Kinder ab. Wenn die Kosten, die Sie selbst übernehmen, diesen Betrag überschreiten, können Sie alle weiteren Ausgaben als außergewöhnliche Belastungen geltend machen.

Ein ärztliches Attest über die Gehbehinderung ist notwendig

Das steuerliche Konzept der außergewöhnlichen Belastungen gilt nur für besondere Lebenssituationen. Wenn Sie die Kosten für den Treppenlift von der Steuer absetzen wollen, ist es daher notwendig, diese besondere Situation nachzuweisen.

Daher benötigen Sie ein ärztliches Attest, das bestätigt, dass der Treppenlift medizinisch notwendig ist. Wenn Sie über einen Schwerbehindertenausweis verfügen, in dem eine schwere Gehbehinderung vermerkt ist, kann dies ebenfalls dabei helfen, die medizinische Notwendigkeit nachzuweisen. Das Gleiche gilt, wenn Sie in Pflegestufe III eingeteilt sind.

Die sicherste Methode besteht stets darin, einen Amtsarzt aufzusuchen. Zwar urteilte der Bundesfinanzhof 2014, dass ein gewöhnliches ärztliches Attest in diesem Fall ausreichend ist, doch sind Sie mit einer Bestätigung durch den Amtsarzt stets auf der sicheren Seite und können sich so Ärger mit den Behörden ersparen.

Tipps für weitere Einsparungen

Das Konzept der außergewöhnlichen Belastungen gilt nicht nur für den Treppenlift, sondern auch für andere Kosten der Heil- und Pflegebehandlung. Allerdings liegen die Ausgaben hierfür in der Regel unterhalb des Eigenanteils. Wenn Sie jedoch durch den Kauf des Treppenlifts diesen bereits überschreiten, können Sie auch alle weiteren Kosten geltend machen.

Um sich über die Möglichkeiten der steuerlichen Absetzbarkeit genau zu informieren, ist es empfehlenswert, bereits vor der Anschaffung mit einem Steuerberater zu sprechen. Außerdem sollten Sie bei Ihrem Arzt anfragen, ob er Ihnen ein entsprechendes Attest ausstellen kann. So haben Sie eine deutlich bessere Planungssicherheit. In vielen Fällen können Sie auf diese Weise beträchtliche Summen einsparen.

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