Gesundheit Praxistipps

Hypochondrie: Was tun gegen die Angst, unheilbar krank zu sein?

Lesezeit: 2 Minuten Der Hypochonder hat alle Krankheiten, die er von Krankengeschichten anderer Menschen hört, in Illustrierten liest und die er nicht einmal selbst kennt. Er achtet immer auf seinen Körper und hört ständig in seinen eigenen Körper hinein. Dabei nimmt er "Signale" wahr, die ihn zu neuen Gedankenkonstruktionen bewegen. Ständig gilt die Sorge seinem Körper, der ernsthaft erkrankt sein könnte.

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Hypochondrie: Was tun gegen die Angst, unheilbar krank zu sein?

Hypochondrie: Was tun gegen die Angst, unheilbar krank zu sein?

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Irgendwann sucht er einen Arzt auf und teilt diesem seine Beschwerden mit. Nach Erhebung der Befunde, die in der Regel negativ sind, ist er erst einmal beruhigt. Nach einiger Zeit tauchen Zweifel auf und der Arzt wird gewechselt, weil dieser sich geirrt haben könnte. Die Einholung einer zweiten Meinung ist für ihn immer sicherer.

Die zweite Meinung ist identisch mit der ersten Meinung des anderen Arztes. Der Patient ist wieder beruhigt und zufrieden. Die ständige Sorge um die persönliche Gesundheit spukt weiter im Kopf des Patienten. Die körperlichen Empfindungen wechseln, ständig treten neue Symptome auf, die der Hausarzt vielleicht „übersehen“ hat. So kann ein Reizhusten so umgedeutet werden, dass ein Lungentumor übersehen worden ist, weil ein Lungenfilm (Röntgenaufnahme des Thorax‘ in zwei Ebenen) nicht so leicht und immer eindeutig zu lesen ist.

Angst als Auslöser für Hypochondrie

Der Grundtenor dieses Verhaltens ist immer die Angst. Die Angst, vor dem Tod, dem Verlust des Lebens.

Diese Angst ist meist bei den Menschen präsent, die sich nicht ausreichend mit dem Tod auseinandergesetzt haben. Diesen Menschen ist noch immer nicht bewusst, dass der Tod Bestandteil des Lebens ist. Diese Menschen verdrängen den Tod und leben in dem Gefühl, dass das Erdenleben ewig dauert.

Es ist ihnen nicht bewusst, dass früher oder später jeden der Tod ereilt. Diesen Menschen ist nicht bewusst, dass, wenn sie früh aus dem Haus gehen, sie abends nicht unbedingt gesund und munter zurückkehren müssen. Hören diese Patienten vom Tod eines Menschen, den sie kannten, so werden diese regelrecht krank und bekommen häufig Panik.

Hilfe für Menschen mit Hypochondrie

  • Suchen Sie professionelle Hilfe bei einem Psychologen oder Lebensberater.
  • Stellen Sie sich der Herausforderung des Lebens, lernen Sie zu akzeptieren, dass unser Leben endlich ist.
  • Nehmen Sie einen mehrtätigen Krankenhausaufenthalt in Anspruch, um sich eingehend untersuchen zu lassen und sprechen Sie mit dem behandelnden Arzt über Ihr Problem, an dem Sie leiden.
  • Trainieren Sie sich in Entspannungstechniken wie Yoga, Autogenes Training oder Selbsthypnose.
  • Werden Sie sich bewusst, dass dieser Vorgang ein Prozess ist und nicht von heute auf morgen erledigt wird; aber Ausnahmen bestätigen die Regel.#

Bildnachweis: zinkevych / stock.adobe.com

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