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Hufrehe beim Pferd mit Schüßlersalzen unterstützend behandeln

Lesezeit: 4 Minuten Bei einer bestehenden Hufehe Ihres Pferdes kann bei länger andauernder Erkrankung nach und nach der Aufhängeapparat des Hufes zerstört werden. Es entzündet sich im fortführenden Prozess die Huflederhaut im Bereich der Zehenwand, sie bläht bzw. schwillt an und sezerniert Blutserum. Mit den Schüßlersalzen haben Sie die Möglichkeit einer adjuvanten Behandlung.

4 min Lesezeit
Hufrehe beim Pferd mit Schüßlersalzen unterstützend behandeln

Hufrehe beim Pferd mit Schüßlersalzen unterstützend behandeln

Lesezeit: 4 Minuten

Es handelt sich bei der Huferehe bei Pferden um eine Art Zivilisationserkrankung, die immer häufiger auftritt und falls sie nicht richtig behandelt wird, hat diese Erkrankung weitreichende Folgen.

Was kann die Hufrehe bedeuten

Nicht richtig behandelte Tiere können an den Folgenerkrankungen sterben. Der medizinische Fachausdruck lautet Laminitis, wobei es sich eine aseptische diffuse Entzündung der Huflederhaut handelt, bei der sich die Hufkapsel direkt von der Lederhaut ablöst. Die Huflederhaut bildet die Verbindungsschicht zwischen dem Hufbein und der Hornkapsel. Eine akute Entzündung ist immer ein Notfall und muss entsprechend erst vom Tierarzt, oftmals in Zusammenarbeit mit einem guten Schmied, versorgt werden.

Da sich die Hufkapsel nicht bewegen kann, hat das entzündete Gewebe und die hieraus resultierende Gewebsflüssigkeit nur eine einzige Möglichkeit, es kann sich nur ausbreiten. So dehnt sich die Verbindung der Blättchenschichten direkt von der Klauenlederhaut und der Hornwand und drückt auf das umgebende Gewebe.

Sinkt es noch weiter ab, so kommt es zur Hufbeinrotation und anschließend zum Hufbeindurchbruch. Dies kann leider so weit gehen, dass sich die Lamellen der Verbindungsschicht voneinander trennen. Dies hat zur Folge, dass die Hornkapsel einfach abfällt, dies bezeichnet man auch als „Ausschuhen“.

Symptome der Hufrehe

Die ersten Anzeichen einer Hufrehe können noch leicht übersehen werden, jedoch im weiteren Verlauf der Erkrankung stellt sich ein steifer und zurückhaltender Gang dar, der wiederum nicht mehr übersehen werden kann.

Im weiteren Erkrankungsprozess stellt sich in der Regel eine Entzündung ein, so kann man beim Palpieren (Abtasten) eine Erwärmung des Hufes und einen geschwollenen Kronrand feststellen. An der hinteren Seite des Fesselkopfes kann das Pochen der Arterie sogar mit der Hand wahrgenommen werden. Führen Sie mit Ihrem Pferd enge Wendungen durch, so empfindet das Pferd dies als sehr schmerzhaft und es beginnt zu lahmen und vollzieht nur vorsichtige langsame Schritte.

Ist nur ein Fuss betroffen, wird Ihnen das Pferd diesen Huf „hinhalten“ oder hochhalten. Zu beobachten ist bei dieser Erkrankung der gestörte Bewegungsablauf bis hin zur Unlust sich zu bewegen.

Kausalitäten (Ursache) der Hufrehe (unvollständige Auflistung)

  • Übergewicht bis hin zur Adipositas beim Pferd
  • hierdurch zu große Belastung der Hufe und auch Gelenke des Pferdes
  • Stoffwechselstörungen („Equine Metabolische Syndrom“ und „Morbus Cushing“)
  • falsche Fütterung (energiereiches Futter bei der Anweideperiode)
  • bis hin zur Vergiftung des Pferdes (hervorgerufen durch Giftpflanzen wie
    Johanniskraut, Jakob-Kreuzkraut, Eicheln oder Schimmelpilze im Futter)
  • Impfungen gegen Parasitenbefall und auch Wurmkuren (können eine Hufrehe
    durch die absterbenden Parasiten und deren beim Absterben abgegebenen
    Toxine verursachen, diese Gifte sollten unbedingt ausgeleitet werden)
  • Langes Stehen und auch Laufe auf zu hartem Untergrund
  • Nicht regelmäßig behandelte Hufe können zur Hufrehe führen
  • Durch eine Geburt verursacht, wenn Teile der Nachgeburt im Uterus des Muttertieres verleiben und die Stute dadurch vergiften
  • Medikamente wie z.B. Cortisonpräparate gegen Entzündungen stehen im Verdacht eine Hufrehe auslösen zu können

Wie man bereits an den Kausalitäten erkennen kann, handelt es sich beim Pferd um eine ernsthafte Erkrankung, der auf jeden Fall mittels des Tierarztes unbedingt nachgegangen werden muss. Sie haben jedoch die Möglichkeit durch eine gezielte naturheilkundliche Begleittheraapie Ihrem Liebling umgehend zu helfen und es wieder schneller „auf die Beine“ zu bringen. Hierbei kann Ihnen die Vergabe der biochemischen Mineralsalze nach Dr. med. W. Schüßler an Ihr Pferd sehr hilfreich sein.

So wenden Sie die Schüsslersalze an

Bei ersten Anzeichen eines Entzündungsprozess kann der Pferdehalter seinem Pferd das biochemische Mineralsalz Nr. 3 Ferrum phosphoricum D3 bis D12 verabreichen. Es ist das Schüßlersalz der ersten Entzündungszeichen, es wirkt als Salbe auch lokal als Schmerzmittel bei Prellungen, Verstauchungen, etc. Es kann während des Entzündungsverlaufes auch zusätzlich zu den anderen Schüßlersalzen durchgehend verabreicht werden.

Bei einer bestehenden Entzündung kann auch nach dem biochemischen Entzündungsrhythmus vorgegangen werden: erst bei akuter Entzündug die Nr. 3 Ferrum phosphoricum D3, dann nach einigen Tagen die Nr. 4 Kalium chloratum D6 und beim Abklingen der Entzündung die Nr. 6 Kalium sulfuriucm D6.

So hat sich das biochemische Mineralsalz Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6 als Analgetikum (Schmerzmittel) und Spasmolytikum (Entkrampfungsmittel) sehr bewährt. Es hilft also gegen die Schmerzen und auch gegen die schmerzhaften Verkrampfungen der Muskulatur. Im akuten Zustand sollte es alle 5 bis 10 Minuten mit jeweils 3 Tabletten in einer Einwegspritze (ohne Kanüle) in lauwarmen Wasser aufgelöst, verabreicht werden.

Das biochemische Mineralsalz Nr. 10 Natrium sulfuricum D6 ist das Ausleitungsmittel bei bestehenden lokalen Ödemen. Des Weiteren leitet es auch eventuelle Toxine über die Harnwege aus. Hierdurch wirkt es antientzündlich und entlastet das erkrankte ödematöse Gewebe.

Der lokal auftretende Schmerz verursacht auch immer gleich eine lokale Übersäuerung des Gewebes. Hierbei kann dem Pferd die abendliche Einnahme des biochemischen Mineralsalzes Nr. 9 Natrium phosphoricum D6 sehr gut helfen. Es entsäuert das angeschlagene Gewebe und leitet in Kombination mit dem Mittel Nr. 10 Natrium sulfuricum D6 die adzidotischen Substanzen über den Harn aus. Es wird abends verabreicht, da die Nieren am Abend die beste Funktionsleistung erbringen und sich zu dieser Zeit auch die meisten übersäuerten Substanzen bilden.

Dosierung der biochemischen Mineralsalze nach Dr. med. W. Schüßler

Im akuten Stadium kann man die oben aufgeführten Mittel mit jeweils 3 Tabletten in einer 60 ml Einwegspritze (ohne Kanüle) in lauwarmem Wasser aufgelöst, alle 5 – 10 Minuten langsam ins Maul des Pferdes verabreichen.

Achten Sie bitte unbedingt darauf, dass Sie Ihrem Pferd die Flüssigkeit durch die Spritze langsam ins Maul geben, da es sich ansonsten verschlucken kann und sich Teile der Flüssigkeit in die Speiseröhre kommen können (Entstehung einer Aspirationspneumonie). Die Mittel werden solange verabreicht bis sich eine Besserung einstellt.

Im chronischen Zustand verabreichen Sie

  • Morgens die Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6
  • mittags die Nr. 10 Natrium sulfuricum D6 und
  • abends die Nr. 9 Natrium phosphoricum D6

mit jeweils 10 Tabletten. (Vergabe siehe bei akutes Stadium).

Salbenmäßig können Sie Ihr Tier gegen die Entzündung auch mit den biochemischen Mineralsalz-Salben helfen, indem Sie Ihrem Pferd morgens ein Umschlag mit der Salbe Nr. 1 Calcium fluoratum D12 und abends die Nr. 11 Silicea D12 auflegen.

Bildnachweis: maxkauer / stock.adobe.com

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