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Hühnereiweißallergie: Nie wieder Hühnereier?

Lesezeit: 2 Minuten Mehr als jeder zehnte Deutsche mit einer Nahrungsmittelunverträglichkeit verträgt Hühnereiweiß nicht. Ich erkläre Ihnen, was das für Sie bedeutet.

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Hühnereiweißallergie: Nie wieder Hühnereier?

Hühnereiweißallergie: Nie wieder Hühnereier?

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Eine Hühnereiweißallergie zu erkennen, ist in der Praxis nicht gerade einfach. Neben dem Ei selbst enthalten verschiedenste Produkte Eier oder zumindest Spuren davon, beispielsweise Mayonnaise, Desserts, Backwaren, Wein oder Saucen.

Dies macht es für die Betroffenen schwer, das allergieauslösende Hühnereiweiß zu meiden.

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Die wichtigsten Allergene aus dem Hühnerei

Jedes Hühnerei enthält verschiedene Eiweißfraktionen, die eine Allergie auslösen können:

  • Ovomukoid: Bei einer Unverträglichkeit von Ovomukoid müssen Hühnereier komplett gemieden werden, da dieser Stoff auch bei hohen Temperaturen nicht zerstört wird.
  • Ovotransferrin: Diese Faktion ist hitzelabil, weshalb das gekochte Ei verträglich ist, das rohe hingegen nicht.
  • Lysozym: Auch bei einer Allergie gegen Lysozym ist das gekochte Ei dank der Hitzelabilität des Stoffs verträglich.
  • Livetine: Livetine kommen nur im Eigelb vor und halten etwa 69 °C aus. Zu meiden ist daher in erster Linie das rohe Eigelb. Das rohe Eiweiß und das gekochte Ei sind verträglich.
  • Ovoalbumin: Ovoalbumin hält 80 °C aus. Das gekochte Ei ist deshalb meist bedenkenlos verzehrbar.

Überreaktion des Immunsystems

Die Allergie wird durch eine Fehlfunktion des Immunsystems hervorgerufen. Es erkennt den jeweiligen Stoff fälschlicherweise als Gefahr für den Körper und geht dagegen mit IgE-Antikörpern vor.

Dabei wird der Botenstoff Histamin ausgeschüttet, der schließlich die typischen Symptome hervorruft:

  • Rötungen
  • Schwellungen
  • Juckreiz
  • Ausschläge
  • Übelkeit
  • Bauchkrämpfe
  • Durchfall
  • Atembeschwerden

In besonders schweren Fällen ist sogar ein anaphylaktischer Schock möglich, der lebensbedrohend ist.

So stellen Sie eine Hühnereiweißallergie fest

Der Arzt kann anhand eines Bluttests herausfinden, ob Ihr Körper IgE-Antikörper bildet und daraus schließen, dass eine Allergie vorliegt.

Um welche Nahrungsmittelunverträglichkeit es sich handelt, klärt der Pricktest. Dabei werden verschiedene Allergene auf Ihren Unterarm gepinselt und an diesen Stellen oberflächlich die Haut angeritzt.

Reagiert der Körper auf ein Allergen, tritt eine Rötung und eventuell sogar eine Schwellung oder kleine Pusteln auf.

Ob Ihr Körper Eier verträgt oder nicht, können Sie auch mit dem Vimeda Nutrition Screen testen. Sie entnehmen aus Ihrer Fingerspitze zu Hause eine kleine Menge Blut und schicken diese an ein Labor.

Dort wird Ihr Blut auf die Verträglichkeit von 100 Lebensmitteln getestet – darunter auch das Hühnerei. So erfahren Sie bereits vor dem ersten Arztbesuch, welche Nahrungsmittelunverträglichkeiten bei Ihnen vorliegen könnten bzw. welche Lebensmittel der Körper nicht richtig verwerten kann.

Bildnachweis: tolikoff2013 / adobe stock

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