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Hüftschmerzen: Schleimbeutelentzündung

Lesezeit: 2 Minuten Stechende oder ziehende Schmerzen in der Hüfte werden häufig durch eine Schleimbeutelentzündung verursacht. Auslöser für die Schleimbeutelentzündung in der Hüfte gibt es viele.

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Hüftschmerzen: Schleimbeutelentzündung

Hüftschmerzen: Schleimbeutelentzündung

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Nach der Hüftarthrose zählt die Schleimbeutelentzündung (Bursitis trochanterica) zu den häufigsten Auslösern für Hüftschmerzen. Typische Merkmale sind stechende oder ziehende, Schmerzen über dem großen Rollhügel des Oberschenkels, die sich in den Oberschenkel oder den auch fortsetzen können.

Die Schmerzen können dabei nicht nur nach einer Belastung auftreten, bei der man das Bein zu stark beansprucht hat. Die Entzündung des Schleimbeutels des großen Rollhügels kann auch chronisch sein. Dann sind die Schmerzen auch im Ruhezustand vorhanden.

Ursachen der Schleimbeutelentzündung

Ein Schleimbeutel ist ein mit Flüssigkeit gefüllter, spaltförmiger Hohlraum, der im Bewegungsapparat an Stellen vorkommt, an denen erhöhter Druck aufgefangen werden muss. So gibt es Schleimbeutel im Knie, im Ellenbogen oder eben an der Hüfte. Zu der Schleimbeutelentzündung an der Hüfte kann es kommen, wenn die Sehnenplatte an der Außenseite des Oberschenkels, in die auch Sehnenstränge des großen Gesäßmuskels (Glutaeus maximus) einstrahlen, auf dem darunter liegenden Knochen reibt. Dadurch wird der darunter liegende Schleimbeutel dauerhaft gereizt, was zu einer Entzündung führen kann.

Zu den Auslösern der Schleimbeutelentzündung zählt daher eine dauerhafte Überlastung des großen Gesäßmuskels. Dieser wird besonders bei Hoch-Tief-Bewegungen des Beins wie Aufstehen, Treppen steigen oder schnelles Laufen beansprucht. Weitere, nicht mechanische Ursachen, sind beispielsweise eine bakterielle Infektion oder rheumatische Ursachen. Auch Stoffwechselkrankheiten wie Gicht können Auslöser sein. Dabei führen die typischen Kristallablagerungen zu der Entzündung. Die Bursitis kann auch als Folge eines operativen Eingriffs an der Hüfte entstehen.

Behandlung der Schleimbeutelentzündung

In der Regel wird die Schleimbeutelentzündung in der Hüfte zunächst konservativ behandelt. Das heißt, dass das Bein ruhig gestellt und hochgelagert wird. Entzündungshemmende Schmerzmittel (Antiphlogistika, wie Ibuprofen oder Diclofenac) Kühlung mit Eis ergänzen die Primär-Therapie. Dadurch sollen die Entzündung, die Schwellung und die Schmerzen reduziert werden. Hier verschwinden die Probleme meistens innerhalb weniger Wochen wieder. Eine Pause, insbesondere mit Sport, ist wichtig, da ansonsten der Schleimbeutel wieder gereizt werden würde.

In schwereren Fällen reicht die Therapie von Punktion, Kortison-Spritzen bis hin zu einer Operation, bei der im Extremfall der Schleimbeutel entfernt wird. Vor allem bei einer chronischen Entzündung ist eine Operation oft notwendig.

Schleimbeutelentzündung vorbeugen

Um der Schleimbeutelentzündung in der Hüfte vorzubeugen, ist es wichtig, die Ursachen zu erkennen. So sollte man nach dem Sport eine ausreichende Pause einlegen, damit sich der Körper komplett erholen kann. Wenn man zu Schleimbeutelentzündungen neigt, sollte man beim Sport auch keine Kompressionskleidung tragen, damit der Schleimbeutel nicht noch mehr Druck auf den Schleimbeutel kommt.

Bildnachweis: nebari / stock.adobe.com

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