Homöopathie Praxistipps

Homöopathische Kindermittel: Pulsatilla

Lesezeit: 2 Minuten Das homöopathische Mittel Pulsatilla ist eines der Mittel, die am häufigsten in der homöopathischen Behandlung von Kindern eingesetzt werden. Die Anwendungsgebiete sind vielfältig. In der homöopathischen Konstitutionsbehandlung wird Pulsatilla bei Kindern eingesetzt, die sehr anhänglich und nachgiebig sind. Sie können aber auch sehr eigensinnig sein.

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Homöopathische Kindermittel: Pulsatilla

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Pulsatilla pratensis – anhänglich und empfindlich
Kinder, die das homöopathische Mittel Pulsatilla brauchen, sind ausgesprochen anhänglich. Sie weinen schnell, lassen sich aber auch leicht trösten. Sie wirken eher schüchtern, sind häufig unentschlossen und verlassen ungern den Schoß der Mutter. Sie haben Angst allein zu sein, sind schnell aufgeregt und erschreckt.

Sie können unter Schlaflosigkeit leiden, weil sie die Eindrücke des Tages nicht verarbeiten können. Ihre Stimmungen können (ähnlich wie Ignatia-Kinder) sehr wechselhaft sein. Wenn sie von zuhause fort sind, klagen sie über Heimweh. Sie sind sehr tierlieb und machen sich um alle Familienangehörigen viele Sorgen.

Pulsatilla pratensis – körperliche Beschwerden
Kinder, die das homöopathische Mittel Pulsatilla benötigen, haben oft schon als Säugling Augenentzündungen. Es kommt zu rezidivierenden Gerstenkörnern, manchmal auch zu kleinen Knötchen auf den Lidern. Wenn die Augenentzündung von Absonderungen begleitet ist, sind diese dickflüssig, gelb und mild. Auch bei Erkältungen ist das Nasensekret dick und gelb oder grünlich. Im warmen Zimmer ist die Nase häufig verstopft.

Alle Beschwerden von Pulsatilla-Kindern bessern sich an der frischen Luft. Pulsatilla-Kinder haben insgesamt wenig Durst auch bei Fieber. Pulsatilla hilft auch, wenn nach Masern ein trockener Husten zurückbleibt, der immer wiederkehrt. Pulsatilla ist ein wichtiges homöopathisches Mittel für auftretendes allergisches Asthma, wenn dieses nach der MMR-Impfung auftritt.

Pulsatilla pratensis – wild und eigensinnig
Es gibt neben dem Bild des anhänglichen, milden Pulsatilla-Kindes noch das Bild des wilden oft eigensinnigen Kindes. Hier herrscht die gleiche Empfindsamkeit vor und das Kind braucht genauso viel Zuwendung und Nähe wie die anderen Pulsatilla-Kinder, aber es hat eine eigensinnige und wilde Seite Es ist hart im Nehmen und erinnert in seiner draufgängerischen Art eher an Arnika-Kinder. Man erkennt den Pulsatilla-Typus hier eher an dem großen Mitgefühl, wenn sich jemand anderes verletzt hat und der Besserung der Symptome durch Trost und Zuwendung.

Pulsatilla pratensis- wechselhafte Stimmungen und wandernde Symptome
Typisch für Pulsatilla ist ein ständiger und schneller Wechsel der Symptome. Hatte das Kind eben noch Magenschmerzen, klagt es jetzt über Kopfschmerzen. Wollte es eben unbedingt etwas essen, weil ihm etwas schummerig war, hat es jetzt keinen Appetit mehr. Dieser Wechsel und die Unbeständigkeit zeigen sich auch auf der Gefühlsebene. Das was es eben unbedingt wollte, ist jetzt uninteressant. Das was ihm gestern gut gefallen hat, mag es jetzt gar nicht mehr.

Pulsatilla als homöopathisches Konstitutionsmittel
Kinder, die konstitutionell Pulsatilla brauchen, sind häufig infektanfällig und ständig krank. Durch eine Konstitutionsbehandlung nimmt die Abwehrkraft zu und ihr seelisches Gleichgewicht wird stabiler. Die Stimmungen sind weniger wechselhaft. Das Kind weiß besser was es will. Chronische Erkrankungen wie Asthma oder Bronchitis können durch Pulsatilla gebessert werden, wenn es das passende homöopathische Mittel ist.

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