Homöopathie Praxistipps

Homöopathische Behandlung einer Brustentzündung bei Katze und Hund

Lesezeit: 3 Minuten Die Mastitis (Brustdrüsenentzündung) ist eine Erkrankung des Milchdrüsenganges der Zitzen einer Katze oder eines Hundes. Sie kann durch Verletzungen direkt bei der Geburt oder durch Bakterien oder andere Keime auf dem Milchweg, seltener hämatogen (über den Blutweg), entstehen. Lesen Sie hier die homöopathischen Behandlungsmöglichkeiten einer Brustentzündung bei Katze oder Hund.

3 min Lesezeit
Homöopathische Behandlung einer Brustentzündung bei Katze und Hund

Homöopathische Behandlung einer Brustentzündung bei Katze und Hund

Lesezeit: 3 Minuten

Ursachen für eine Brustentzündung

Die Kausalität (Ursache) können die kleinen Kätzchen oder die Hundewelpen selbst sein, indem nur eine Seite der beiden Zitzen ständig benutzt wird. Wie bei jeder Entzündung gibt es auch hier einen phasischen Prozess. Dabei ist immer auch an eine antibiotische Behandlung direkt durch den Tierarzt zu denken. Adjuvant (begleitend) ist der Einsatz des entsprechenden homöopathischen Arzneimittels in den ersten zwei Phasen gut möglich.

In der ersten Entzündungsphase, der Rötungs-, Schwellungs- und Schmerzphase:

Belladonna (Tollkirsche) in den Potenzen D6, D8, D12 und C30:

  • Akute und fieberhafte Mastitis direkt nach der Geburt, plötzlicher
    Milchstau oder Milchrückgang bei akutem rötlichem Tumor (Schwellung) und
    Hypertrophie (Vergrößerung) der Zitze.
  • Das Tier lässt sich dort nicht
    gerne berühren, da Schmerzhaftigkeit vorliegt.
  • Ausfluss ist
    milchig-wässrig bis flockig.
  • Belladonna lässt sich sehr gut in der
    Kombination mit Aconitum verabreichen.
  • Belladonna und auch Aconitum
    haben ein sehr kurzes Einnahmefenster. Dies bedeutet, dass es beim
    ersten Anzeichen der Erkrankung verabreicht werden muss, um Schlimmeres
    zu verhindern.
  • Die Symptome zeigen sich plötzlich mit großer Heftigkeit und
    Intensität und gehen genauso schnell, wie sie gekommen sind.
  • Es kommt
    zur Schwellung und einem Spannungsgefühl in der Brust. Die gesamte Brust
    ist dunkelrot verfärbt und die Schmerzen treten verstärkt bei
    Erschütterung oder Berührung auf.
  • Hitze, Sonne und auch Zugluft sowie laute Geräusche und Licht verschlimmern die Beschwerden im Belladonna-Zustand. In warmen Räumen und durch Wärmeanwendungen sowie Druck auf der geschwollenen Brust verbessern sich die Symptome rasch.
  • Belladonna-Dosierung: in der D4 3 x täglich 5 Globuli mittels einer Einwegspritze ohne Kanüle in etwas Wasser aufgelöst ist Maul verabreichen.

In der zweiten Entzündungsphase, der zunehmenden Schwellungs- und wässrigen Absonderungsphase: 

Apis mellifica (Honigbiene):

  • Es tritt eine ausgeprägte Schwellung an der Brust auf.
  • Die Haut sieht rosarot, wachsartig-transparent, also glasig aus.
  • Der Unterschied zum Belladonna ist, dass dort die betroffene Brust dunkelrot angeschwollen ist. Die betroffene Hautstelle hat eine extreme Berührungsempfindlichkeit und eine Besserung tritt durch lokale, kühle Anwendungen ein.
  • Das Tier ist sehr müde und schläfrig.
  • Apis-Dosierung: in der D6 drei Mal täglich fünf Globuli mittels einer Einwegspritze ohne Kanüle in etwas Wasser aufgelöst ins Maul verabreichen.

Phytolacca (Kermesbeere):

  • Dieses Homöopathikum hat eine Affinität zur Brustdrüse beim Stillen.
  • Durch die eingetretene ödematöse Schwellung und den dadurch entstandenen Milchstau wird die Brust sehr hart und hierdurch sehr berührungs- und druckempfindlich. Heftiges Schmerz- und Zerschlagenheitsgefühl am gesamten Körper tritt auf.
  • Es können auch schmerzhafte Knoten durch den Milchstau entstehen.
  • Das Tier ist apathisch, also teilnahmslos und müde.
  • Kälte und hier speziell die feuchte Kälte verschlimmern den
    Phytolacca-Zustand. Eine Besserung der Symptome tritt beim Bauchliegen,
    in Ruhe und mit wärmenden Behandlungen auf.
  • Phytolacca-Dosierung: D3 drei Mal täglich fünf Globuli mittels einer
    Einwegspritze ohne Kanüle in etwas Wasser aufgelöst ist Maul
    verabreichen.

Hepar sulfuris (Kalkschwefelleber):

  • Dieses Homöopathikum wird nach leichten Verletzungen gegeben (z.B. der Brustwarzen), die sich das Tier direkt bei der Geburt sind zugezogen hat. Es tritt in der Regel eine Eiterung auf.
  • Die Haut ist sehr schmerzempfindlich gegenüber jeglicher Berührung. Die Schmerzen verschlimmern sich durch kalte Anwendungen, Druck und kalte Zugluft.
  • Es besteht eine allgemeine Disposition, also Neigung zu eitrigen Hautveränderungen auch nach leichten Verletzungen.
  • Warmes Einwickeln, sowie feucht-warmes Wetter und eine vorherrschende rechtsseitige Brustentzündung sind die Zeichen dieses Homöopathikums.
  • Hepar-sulfuris-Dosierung bei Brustentzündung: D6 drei Mal täglich fünf Globuli mittels einer Einwegspritze ohne Kanüle in etwas Wasser aufgelöst ist Maul verabreichen.

Die dritte Entzündungsphase

Die dritte Entzündungsphase einer Brustentzündung benötigt häufig ein Antibiotikum und sollte ohne Tierarzt nicht selbst durchgeführt werden, da das Tier auch an einer septischen Entzündung sterben kann. Sie sollten in diesem Fall auf jeden Fall schnellstens einen Tierarzt zu Rate ziehen.

Bei einer Sepsis streuen Bakterien oder Viren direkt ins Blut. Die Behandlung wird dann für das Tier sehr kompliziert und langfristig. Diese Blutvergiftung kann leider auch schnell zum Tode führen. Bei Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen können auch Ziegen, Kühe und andere Tiere von dieser homöopathischen Behandlung profitieren.

Bildnachweis: Monika Wisniewska / stock.adobe.com

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