Homöopathie Praxistipps

Homöopathie – wie kann sie Ihnen helfen?

Lesezeit: 2 Minuten Viele Menschen haben gute Erfahrungen mit homöopathischen Arzneimitteln gemacht. Sie schwören auf die Heilkraft der Homöopathie. Andere dagegen halten die homöopathische Therapie für unsinnig. Woran liegt das? Auch Ärzte, die keine homöopathische Erfahrung haben, setzen nur auf die Behandlung mit der Schulmedizin. Die Patienten sind verunsichert. Gehören Sie auch dazu?

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Homöopathie – wie kann sie Ihnen helfen?

Homöopathie – wie kann sie Ihnen helfen?

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Was sind die Grundprinzipien der Homöopathie?

„Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt.“ – Dies ist der Leitsatz der Homöopathie. Zwischen dem Krankheitsbild des Patienten und dem Arzneimittelbild des homöopathischen Mittels muss eine möglichst genaue Übereinstimmung herrschen.

Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, schreibt: „Man wende in der zu heilenden Krankheit dasjenige Arzneimittel an, welches eine andere, möglichst ähnliche, künstliche Krankheit zu erregen im Stande ist und jene wird geheilt werden.“ Dies bedeutet: Beim Gesunden würde ein entsprechendes homöopathisches Arzneimittel – allerdings in einer höheren Dosierung – die Beschwerden hervorrufen, die der Patient hat.

Ein Beispiel, wie ein homöopathisches Mittel wirken kann:

Die Brechwurzel – sie hat den lateinischen Namen „Carapichea ipecacuanha“ – wird eingesetzt, um Erbrechen, zum Beispiel bei einer Vergiftung, auszulösen. In der Homöopathie wird Ipecacuanha – natürlich in einer homöopathischen Dosierung – gegen Übelkeit und Erbrechen eingesetzt. Sie sehen somit, dass das gleiche Mittel, das in starker Dosierung zu Erbrechen führt, in der verdünnten homöopathischen Dosis genau das Gegenteil bewirkt.

Vor der Behandlung muss eine genaue Diagnose gestellt werden

Damit „Ähnliches durch Ähnliches“ auch wirklich helfen kann, ist es notwendig, dass vor Behandlungsbeginn eine möglichst genaue Diagnose der Erkrankung vorliegt. Ist die Diagnose falsch oder nicht eindeutig, wird in den meisten Fällen das falsche homöopathische Mittel eingesetzt. In diesem Fall kann auch keine Heilung erfolgen.

Wichtig ist auch die genaue Dosierung des homöopathischen Arzneimittels

Voraussetzung für die optimale Wirksamkeit der Homöopathie ist auch die richtige Dosis. Hier gilt nicht das Prinzip „viel hilft viel“, sondern eine ausgewogene Dosierung, die dem Körper dabei hilft, seine Selbstheilungskräfte zu mobilisieren.

Wie wirken homöopathische Arzneimittel im Körper?

Durch das eingenommene homöopathische Arzneimittel findet im Körper ein „Arzneireiz“ statt. Durch diesen Reiz auf den Organismus werden die Selbstheilungskräfte angeregt.

Ein zu starker Arzneireiz könnte die Beschwerden noch verschlimmern. Für die Heilung genügt ein schwacher Reiz. Am Anfang einer homöopathischen Behandlung kann es jedoch zu einer Erstverschlimmerung der Symptome kommen. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass das Mittel richtig gewählt wurde.

Was sollten Sie bei der Anwendung homöopathischer Arzneimittel beachten?

Homöopathische Mittel in Tropfenform sollten Sie nicht mit einem Metalllöffel, sondern mit einem Plastiklöffel und normalerweise unverdünnt einnehmen. In Einzelfällen kann es jedoch ratsam sein, die Tropfen in einem Schluck Wasser einzunehmen. Dies gilt besonders dann, wenn Sie die pure Einnahme wegen des Alkoholgehaltes der Tropfen nicht vertragen.

Lassen Sie das homöopathische Arzneimittel auf der Zunge „zergehen“.
Schlucken Sie homöopathische Tabletten oder Globuli nicht mit Wasser. Legen Sie die Kügelchen oder Tabletten am besten in die Backentasche oder unter die Zunge, bis sie sich aufgelöst haben. Die Wirkstoffe können so am besten über die Mundschleimhaut resorbiert werden.

Essen oder trinken Sie etwa eine Viertelstunde vor und nach der Einnahme eines homöopathischen Mittels nichts: Verschiedene Stoffe können die Wirkung von homöopathischen Arzneimitteln beeinträchtigen.

Dies sind vor allem Getränke wie Kaffee und Cola. Aber auch Nahrungsmittel und Getränke, die stark riechende ätherische Öle enthalten, wie zum Beispiel Pfefferminz- und Kamillentee, Bonbons und Kaugummi, können homöopathieschädlich sein. Auch Zahnpasta, Mundwasser, Husteneinreibemittel und Erkältungsbäder können die Therapie beeinträchtigen.

Falls Sie noch andere Arzneimittel einnehmen müssen, sollten Sie die Einnahme homöopathischer Mittel mit Ihrem Arzt absprechen.

Bildnachweis: Björn Wylezich / stock.adobe.com

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