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Homöopathie für Pflanzen: Blattläuse und Schildläuse vertreiben

Lesezeit: 2 Minuten Wer keine chemischen Insektizide gegen Blattläuse oder Schildläuse einsetzten möchte, hat in der Homöopathie eine gute, natürliche Alternative. Gerade auch für größere Flächen eignet sich die homöopathische Behandlung, da die Mittel sehr stark verdünnt angewendet werden können und günstig sind. Welche Mittel gegen Blattläuse- und Schildläusebefall helfen können, erfahren Sie hier.

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Homöopathie für Pflanzen: Blattläuse und Schildläuse vertreiben

Homöopathie für Pflanzen: Blattläuse und Schildläuse vertreiben

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Der erfahrene Pflanzen-Doktor Kaviraj verwendet bei Läusen hauptsächlich deren natürliche Feinde in potenzierter Form. Dies bedeutet, dass z. B. aus der Florfliege ein homöopathisches Mittel hergestellt und dieses dann in verdünnter Form auf die Pflanzen gespritzt oder gegossen wird.

Vorteil der Homöopathie gegenüber herkömmlichen Pestiziden

Herkömmliche Pestizide müssen den ganzen Sommer über bis zu sechs Mal im Abstand von 1-2 Wochen gespritzt werden. Und sobald sich bei den Schädlingen eine Resistenz entwickelt, wird die Menge und Häufigkeit der Anwendung erhöht. Mit dem homöopathischen Mittel muss man sich weder nach dem Lebenszyklus des Schädlings, noch nach dem der Pflanze richten. Homöopathische Mittel können schon vorsorglich zu jeder Zeit angewendet werden. Sie wirken eigentlich gar nicht auf den Schädling, sondern nur auf die Pflanze. Diese wird so gestärkt, dass sie sich selbst gegen zu viele Schädlinge wehren kann.

Es kann sowohl akut, bei einem Befall, als auch schon vorbeugend eingesetzt werden und muss in der Regel nicht wiederholt werden. So bietet die Homöopathie eine echte Alternative zu den Pestiziden für Landwirtschaft und Garten. Selbstverständlich belastet das Mittel weder Boden, Wasser, Pflanze noch die Schädlinge.

Welche homöopathischen Mittel helfen gegen Läusebefall?

Chrysopa carnea ist ein Mittel gegen Blattläuse und Schildläuse. Es handelt sich um das Goldauge oder die Florfliege, die liebend gerne Blattläuse verspeist. Wird es in homöopathischer Dosis ins Gießwasser gegeben, ist die Pflanze gegen Läuse geschützt.

Syrphina larva ist ein Mittel gegen Blattläuse und auch zur Prophylaxe (Vorbeugung) geeignet. Auch als Spray auf den Blättern konnte mit Syrphina schon ein schnelles Verschwinden der Läuse beobachtet werden.

Cocinella septempunctata ist der Marienkäfer, der allgemein als Läuse-Feind bekannt ist. Dieses homöopathische Mittel wird hauptsächlich auf Kürbisgewächsen (Gurken, Kürbis etc.) angewendet. Wenn man es direkt auf die Blattläuse sprüht, kann es dies sehr schnell zum Verschwinden bringen. Es hilft auch gegen Schildläuse und weiße Fliegen (Kohlfliege). Auch im Gießwasser ist es effektiv. Eine Gabe reicht in der Regel aus. Bei einer Überdosierung zieht man Blattläuse eher an – also immer die homöopathische Grundregel beachten: „Weniger ist mehr!“.

Coccus cacti ist ein bekanntes Mittel, die Cochenille-Laus. Hier macht man sich das Ähnlichkeitsprinzip zu Nutze. Coccus zeigte bereits bei weichen Schildläusen Erfolg. Auch dieses Mittel sollte nicht wiederholt werden. Harte Schildläuse können mit Schellack vertrieben werden.

Fazit: Die Pflanzenhomöopathie ist ein relativ neues Gebiet. Es gibt bereits einige Erfahrungen. Aber wer sich weiter informieren und Austauschen möchte, kann auf das Forum von www.homeoplant.de zurückgreifen.

Bildnachweis: Franziska Krause / stock.adobe.com

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