Homöopathie Praxistipps

Homöopathie für Hunde: Hepar sulfuris bei Entzündungen und Abszessen

Hepar sulfuris wird bei allen Arten von Entzündungen, bei Abszessen, schlecht heilenden, eitrigen Wunden und Ekzemen eingesetzt. Es treibt wie Silicea auch Fremdkörper aus und sollte deswegen bei Tieren, die einen Chip tragen, immer mit Vorsicht eingesetzt werden.

Homöopathie für Hunde: Hepar sulfuris bei Entzündungen und Abszessen

Hepar sulfuris ist ein Mittel, das aus zwei Grundstoffen gemischt wird. Schwefelblüte und Austernkalkschale sind die Grundmittel. Sie wirken überwiegend auf Erkrankungen der Haut und der Schleimhäute, die mit Entzündungen, eiternden Wunden oder Abszessen im Zusammenhang stehen. 

Hunde, die Hepar sulfuris benötigen, haben meist eher ein helles Fell, aber auch dunkles Fell kommt vor. Ein besonderes Markenzeichen für einen Hund, der dem Hepar sulfuris Arzneimittelbild entspricht ist, dass er auch oder besser sogar bei heißem Wetter einen warmen Liegeplatz, z. B. an der Heizung, aufsucht. Am liebsten legt er sich direkt in die Sonne oder auf ein Heizkissen.

Diese Hunde legen sich nicht an zugige Stellen, weil sie enorm verfroren sind. Müssen sie doch einmal an solch einer Stelle ausharren, krümmen sie sich zusammen, der Kälte wegen. Bei langhaarigen Hunden ist das Frieren oft nicht so ersichtlich, deswegen sollte man darauf achten, ob der Hund sich lieber an warmen Orten aufhält. Hunde, die dem Arzneimittelbild entsprechen, gehören eher zur faulen Sorte, können aber auch recht reizbar auftreten, wenn sie Schmerzen haben.

Asthma kann beim Hund wechselnd mit Hautausschlägen auftreten 

Hat ein Hund, der Hepar sulfuris benötigt, chronisches Asthma und wechselt dieses mit Hautausschlägen, sollte man ebenfalls unbedingt an das Mittel denken. Das Hauptaugenmerk liegt bei Hepar sulfuris aber bei entzündlichen, eventuell hochschmerzhaften Verletzungen mit meist stinkenden Eiterungen. Der Eiter kann dabei sehr geruchsintensiv sein und schon fast für Übelkeit sorgen, wenn man den Geruch wahrnimmt. 

Hat der Hund eine Bisswunde im Nackenbereich oder an der Seite des Halses erlitten und hat sich dort ein Abszess gebildet, der versackt ist, kann Hepar sulfuris eine schnelle Heilung herbeiführen.

Weiterhin hilft es bei

  • Schnupfen mit dicken, eitrigen Absonderungen oder eitrigem Sekret aus der Nase, das übel riecht
  • Entzündungen der Augen
  • akuter oder chronischer Ohrentzündung mit stinkendem Ausfluss
  • Beschwerden am Zahnfleisch
  • Gastritis

Ein weiterer Hinweis auf das Mittel kann das Verhalten des Hundes sein. Es zeigen sich z. B. übermäßige Empfindlichkeit auf alle Sinneseindrücke und gegen Berührungen, die mit Zorn und Reizbarkeit enden können. Diese Wut kann der Hund aber auch zeigen, wenn er frieren musste.

Mit den einzusetzenden Potenzen sollte man vorsichtig umgehen, da die tiefen Potenzen wie z. B. D3 einen Eiterungsprozess beschleunigen könnten und eine höhere Potenz z. B. bei noch nicht eiternden Wunden für eine Rückbildung des Abszesses sorgen. 

Meist kapselt das Mittel einen Eiterherd ab und führt dann zur Öffnung und der Eiter fließt ab. Gibt man eine falsche Potenz und regt die Eiterung damit an, kann es zu Problemen führen, wenn es sich um eine geschlossene Körperhöhle handelt. Darum sollte man bei Unsicherheit lieber mit einem Homöopathen Rücksprache halten.

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