Homöopathie Praxistipps

Homöopathie auf Reisen: Wandern in den Bergen

Lesezeit: 2 Minuten Wie erholsam ist es, fernab des Sommertrubels in den Bergen zu wandern und die Stille zu genießen! Doch was ist, wenn dieses erhabene Gefühl durch einen unachtsamen Schritt mit Verletzungsfolge jäh endet? Hier kann die Homöopathie wunderbare Hilfe leisten.

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Homöopathie auf Reisen: Wandern in den Bergen

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Bei Wanderungen in den Bergen kommt es leicht zu Überanstrengungen wie Muskelkater, Krämpfen, aber auch zu Verletzungen wie Zerrungen, Verstauchungen und Verrenkungen als Folgen davon.

Daher ist es wichtig, sich zu Herzen zu nehmen, vor dem Wanderurlaub regelmäßig zu trainieren. Auch sollten im Wanderrucksack mineralhaltige Getränke und genügend kohlenhydratreiche Speisen nicht fehlen, um Ermüdungen vorzubeugen.

Wandern in den Bergen – Überanstrengung
Erschöpfung und Muskelkater:

  • Arnica
    wirkt Wunder, wenn die Muskeln stark schmerzen und zu Kräfteverlust führen. Die Muskeln fühlen sich an wie gequetscht, Berührung wird abgelehnt, die Unterlage erscheint zu hart.
  • Rhus toxicodendron
    passt, wenn die Beschwerden nach Erhitzung mit Schweißbildung und nachfolgender Abkühlung auftreten. Der Muskelkater wird im Ruhezustand schlimmer, die Betroffenen müssen sich bewegen, Wärme bessert.
  • Cimicifuga racemosa
    hilft bei Erschöpfungszuständen, wenn der Körpereinsatz im Verhältnis zu den starken Schmerzen nicht sehr groß war. Die Muskelschmerzen sind schlimmer bei jäher Bewegung, die Muskeln ziehen sich unfreiwillig zusammen. 

Krämpfe

  • Arnica
    passt bei Krämpfen, die während körperlicher Anstrengung ermüdungsbedingt auftreten, Krämpfe treten vor allem an den Waden auf. Die Betroffenen möchten nicht berührt werden und suchen nach einer weichen Unterlage.
  • Calcium phosphoricum
    passt für Krämpfe, die auf kleine Stellen im Muskelinneren beschränkt sind. Die Krämpfe treten ebenfalls beim Gehen auf.
  • Cuprum
    als Folge von körperlicher Überanstrengung, oft lokalisiert in Händen, Fußsohlen und Waden. Streckübungen bessern. Die Krämpfe sind so schmerzhaft, dass die Betroffenen manchmal weinen oder sogar schreien.
  • Sulphur
    ist angezeigt bei Wadenkrämpfen beim Gehen, sie werden aber auch durch Sich- Strecken ausgelöst.

Wandern in den Bergen – Verletzungen
Bei Zerrungen können die Bänder, Sehnen und Muskeln, die das Gelenk umgeben von der Verletzung betroffen sein. Meist sind Fußknöchel oder Knie von Zerrungen betroffen. Schmerzen, Bluterguss und Schwierigkeiten, das Gelenk zu bewegen treten auf. Ging der Verletzung ein Sturz voraus, ist auch immer an Sehnenrisse und Brüche zu denken.

Daher ist das Gelenk ist an Ort und Stelle ruhig zu stellen und bei Verdacht auf Bruch, Sehnenrissen und Verrenkungen einem Arzt vorzustellen. Bevor dieser eintrifft, kann Arnica zur Linderung des Traumas und des Blutergusses eingesetzt werden.

Zerrungen

  • Zu Beginn wird Arnica verabreicht. Massagen mit warmem Seifenwasser in kreisenden Bewegungen um das Gelenk herum sind hilfreich. Je nach den Eigenschaften und Modalitäten folgen nach einiger Zeit.
  • Rhus txicodendron
    wenn die Anfangsbewegungen sehr schmerzhaft sind, jedoch durch fortgesetzte Bewegung und durch Wärme besser werden, Ruhen und Kälte dagegen die Beschwerden verschlimmert. 
  • Ledum palustre
    wenn im Gegensatz zu Rhus toxicodendron bei Kälte und Anwendung von kaltem Wasser besser werden. Das Gelenk fühlt sich an wie ausgerenkt, Gehen und Bewegung verschlechtern sehr. Die Haut ist zwar kalt, Wärme wird aber nicht vertragen. 
  • Bryonia
    wenn Ruhe verbessert und die geringste Bewegung überhaupt nicht vertragen wird. Die Schmerzen sind stechend, Reizbarkeit und starker Durst sind kennzeichnend. 

Wandern in den Bergen – Blasen an den Füßen
Vorbeugend sollte man schon, wenn sich Druckstellen bilden, Hydrocolloidpflaster verwenden und die Stelle entlasten. Hat sich trotzdem eine Blase gebildet, die den Wanderurlaub beeinträchtigt und sehr schmerzt, hat sich auch hier die Homöopathie bewährt.

Zusätzlich sollten feuchte Kompressen mit Calendulatinktur in Wasser aufgelegt werden, das beschleunigt die Heilung und reinigt. Blasen sollten niemals aufgestochen werden, da sie sich dann infizieren können. Eine Blase ist ein Schutzmechanismus unseres Körpers und das Sekret darin enthält Stoffe, die vor einer Infektion schützen.

  • Arsenicum album
    bei brennenden Schmerzen, Wärme bessert.
  • Cantharis
    bei brennenden, schneidenden Schmerzen, Kälte bessert.

Fazit
Auf einer Wanderung in den Bergen hat sich die Homöopathie schon oft bewährt und dafür gesorgt, dass nach einer angemessenen Pause die Wanderung fortgesetzt werden kann. Ganz besonders ist hier das Mittel Arnica montana zu nennen, dessen deutscher Name Bergwohlverleih für sich spricht und bei Bergwanderungen gute Dienste leistet. Zu Dosierung und Potenz lesen Sie den Artikel meiner Kollegin Marion Walsdorff.

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