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Holga-Kult – So machen Sie richtig schön schlechte Fotos

Lesezeit: 2 Minuten Richtig schön schlechte Fotos? Mit schlechter Belichtung, Unschärfen, verzerrten Linien und seltsamen Vignettierungen? Holga-Objektive sind aus Kunststoff – auch die Linsen. Das soll Kult sein? Ja, ähnlich der Lomographie hat sich aus der Holga-Fotografie eine Stilrichtung ausgeprägt. Die sehr günstigen Objektive gibt es jetzt auch für Spiegelreflexkameras. Für wen ist eine Anschaffung sinnvoll?

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Holga-Kult – So machen Sie richtig schön schlechte Fotos

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Holga – der VW unter den Kameras

Sie verstehen nur Holga? Verständlich – die Holga-Kamera war eigentlich als sogenannte Volkskamera für den chinesischen Markt gedacht. Also: Gebt jedem Chinesen seine eigene Kamera. Der Preis war niedrig – die Qualität ebenfalls. Mit einer Holga angefertigte Aufnahmen weisen fast alle Fehler auf, die moderne Kameras zu vermeiden suchen.

Doch die Kamera schaffte ihren Weg in den Westen und hier in die Hände von künstlerisch ambitionierten Fotografen. Und sie wurde Kult. Jetzt gibt es Holga-Objektive für die gängigen Spiegelreflexkameras zu kaufen. Aber Achtung: Bitte nicht kaufen, wenn Sie auf der Suche nach einem günstigen Objektiv sind, mit dem Sie klassische Aufnahmen anfertigen wollen. Holga ist nur für Experimentierfreudige! Und das erwartet Sie, wenn Sie ein Holga-Objektiv verwenden:

  • Spaß: Fotografieren – oder eigentlich müsste man es "holgagrafieren" nennen – mit einem Holga-Objektiv macht Spaß, wenn man sich von seinen Aufnahmen überraschen lassen möchte. Die Objektive sind, da sie aus Plastik hergestellt sind, sehr leicht und bieten eine ähnliche Bildwirkung wie die Holga-Kameras.
  • Verzerrte Linien: Die Plastikobjektive verzerren alle Linien, die sich in Ihrem Bild befinden. Auch solche, die durch die Mitte Ihres Bildes verlaufen. Übrigens: Die Verzerrungen sind asymmetrisch und variieren von Modell zu Modell.
  • Schlechte Kontrastwiedergabe: Da die Linsen nicht vergütet sind, haben sie eine schlechte Kontrastwiedergabe.
  • Variable Unschärfe: Das Objektiv ist nicht über die gesamte Bildebene gleich scharf. Meistens ist es in der Mitte relativ scharf und wird zu den Rändern hin unschärfer. Ergo: Ihre Holga-Fotos werden unterschiedlich unscharf sein, statt gleichmäßig scharf.
  • Starker Helligkeitsabfall: Die Linsenkombination besitzt einen starken Helligkeitsabfall zu den Rändern hin. Daraus resultiert die typische Vignettierung der Holga-Bilder.

Wenn Sie jetzt nicht abgeschreckt sind, sondern Lust bekommen haben, mit diesem Instrument zu experimentieren, dann haben Sie die Auswahl zwischen folgenden Objektiven:

  • Wechselobjektiv mit fester Blende 8 als 60 mm
  • Fisheye-Vorsatz mit der Möglichkeit, den Bildwinkel auf bis zu 170 Grad zu erweitern (25 mm)

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

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