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Hochbegabung: Was Eltern und Lehrer tun können

Lesezeit: 2 Minuten Wenn ein Kind über besondere kognitive Fähigkeiten verfügt und aufgrund dieser besonderen Begabung Probleme damit hat, sich in den Klassenverband zu integrieren oder sich in der Schule zu konzentrieren und mitzuarbeiten, sollte es in erster Linie um eine seelische Stabilisierung bei der Hilfestellung gehen.

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Hochbegabung: Was Eltern und Lehrer tun können

Hochbegabung: Was Eltern und Lehrer tun können

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Hochbegabung: Stabilisierung durch Wertschätzung und Anerkennung

Da viele hochbegabte Kinder im Laufe ihrer Entwicklung schon viele negative Erfahrungen gemacht haben und häufig wenig Unterstützung erfahren haben, geht es zunächst darum, sie in ihrer Persönlichkeit zu stärken. Das heißt ihnen Achtung und Wertschätzung aufgrund ihrer besonderen Begabungen, aber auch für alles andere was sie sind entgegen zu bringen.

Hochbegabung: Rolle von Lehrern und Eltern

Lehrer sollten unkonventionellen Denkstrategien positiv gegenüber treten und sich mehr in der Rolle des Beraters denn des Wissensvermittlers sehen. Eltern sind aufgefordert dazu, auch und gerade ihrem hochbegabten Kind viel Zuwendung und Anerkennung entgegen zu bringen. Im emotionalen Bereich sind diese Kinder, die in ihrer (kognitiven) Entwicklung so weit sind, doch meist auf dem Entwicklungsstand ihres Alters. Sie brauchen genauso viel Anerkennung für ihre Leistungen und Zuwendung wie andere Kinder, wenn dies auch angesichts ihres enormen Wissens und ihrer kognitiven Fähigkeiten manchmal schwer fällt.

Hochbegabung: Entwicklung von effektiven Lernstrategien für Hochbegabte

Wenn Hochbegabte in die höheren Klassenstufen kommen, fehlen ihnen meist die fundamentalen Lernstrategien. Bis hierher hat sie ihre besondere Auffassungsgabe mühelos getragen, doch nun ist der Schulstoff so komplex und vielschichtig, dass auch sie nur weiterhin besonders gute Leistungen bringen können, wenn sie die notwendigen Lernstrategien anwenden können. Kommen hochbegabte Schüler aufgrund ihrer mangelnden Schulleistungen in eine Lerntherapie, geht es viel darum, die richtigen Lerntechniken zu lernen. So können Gedächtnistraining, Konzentrationstrainings und Übungen zur Verbesserung der Lernorganisation im Vordergrund der Lerntherapie stehen.

Hochbegabung: Fehlende Motivation

Im Laufe des Schulbesuchs verlieren viele hochbegabte Kindern die Motivation, eine entsprechende Leistung in der Schule zu bringen. Hier gilt es nun für die professionellen Kräfte im Umfeld des hochbegabten Kindes, die Motivation wieder anzuregen. Das hochbegabte Kind sollte Aufgaben gestellt bekommen, die es gerade noch lösen kann, Lernziele müssen realistisch gesetzt werden und dürfen weder zu hoch noch zu niedrig angesetzt werden. Das Loben der Leistung darf nicht vergessen werden. In besonderem Maße geeignet, um die Motivation eines hochbegabten Kindes wieder zu fördern, eignen sich offene Unterrichtsformen, in denen schulstoffunabhängige Themen bearbeitet werden können und dem hochbegabten Kind die Möglichkeit gegeben wird, sich eigene Lernziele zu stecken und diese in seinem eigenen Lerntempo und auf seine häufig unkonventionelle Art zu verfolgen.

Fazit

Wenn hochbegabte Kinder in der Schule Probleme haben, kann dies ein Hinweis auf ein so genanntes Underachievment sein. Von Underachievment spricht man, wenn ein Kind mit besonderen kognitiven Fähigkeiten deutlich hinter seinen Leistungsmöglichkeiten zurück bleibt. Underachiever bleiben häufig unbemerkt. Es gibt aber auch die, die verhaltensauffällig werden und zu ADHS-typischen Symptomen neigen. In jedem Fall sollte ein Kind, das sich zu einem Underachiever entwickelt hat, von kompetenter Seite unterstützt werden. Mögliche Hilfestellungen sollten auf die Stärkung der Persönlichkeit, die Entwicklung von günstigen Lernstrategien und auf die Förderung der Motivation des hochbegabten Kindes abzielen.

Bildnachweis: contrastwerkstatt / stock.adobe.com

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