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Histaminintoleranz: Ursachen und Symptome einer Unverträglichkeitsreaktion

Lesezeit: 2 Minuten Eine Histaminintoleranz oder Histaminose stellt eine Unverträglichkeitsreaktion des Körpers dar, der nicht in der Lage ist, Histamin abzubauen. Die Ursachen und Symptome sind sehr vielfältig. So leiden Patienten zum Beispiel unter Migräne, Magen-Darm-Problemen, Herzrhythmusstörungen, niedrigem Blutdruck, Asthma, Hautjucken oder Hautrötungen.

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Histaminintoleranz: Ursachen und Symptome einer Unverträglichkeitsreaktion

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Grundsätzlich ist das Histamin für den menschlichen Organismus unentbehrlich, da es lebenswichtige Funktionen erfüllt. Es wird sowohl im Körper produziert als auch mit der Nahrung aufgenommen.

Histaminintoleranz: Ursachen der Unverträglichkeitsreaktion
Eine Histaminintoleranz ist eine Unverträglichkeitsreaktion des Körpers. Die Ursache liegt in einem Mangel oder einer Hemmung des Enzyms Diaminooxidase (DAO). Die DAO ist verantwortlich für den Abbau des Histamins. Eine geringe Enzymaktivität oder eine Hemmung des Enzyms hat eine Anhäufung von Histamin zur Konsequenz, was zu unterschiedlichen Symptomen führen kann.

Für eine Histaminintoleranz gibt es mehrere Ursachen
Dass bei einer Histaminintoleranz zu beobachtende Ungleichgewicht zwischen dem Histamin und dem Enzym, das es abbauen soll, kann mehrere Ursachen haben:

  • Der Verzehr von histaminreichen  Lebensmitteln. Zwar ist die Anzahl der Nahrungsmittel, die einen sehr hohen natürlichen Gehalt an Histamin aufweisen, eher gering. Dennoch können manche Produkte stark mit Histamin belastet sein. Dies hängt vor allem mit deren Weiterverarbeitung sowie dem natürlichen Alterungsprozess zusammen. Betroffen von einem hohen Histamingehalt sind zum Beispiel Wein, bestimmte Käsesorten, Rohwurst, Bier, Sauerkraut oder Fisch.
  • Verzehr von Histaminliberatoren als Ursache einer Histaminintoleranz. Bei Histaminliberatoren handelt es sich um Substanzen, die das im Körper befindliche Histamin freisetzen und somit aktivieren können. Bestimmte Nahrungsmittel enthalten solche Histaminliberatoren in hoher Konzentration, etwa Fisch oder Alkohol.
  • Auch der Verzehr anderer biogener Amine kann eine Histaminintoleranz hervorrufen. Die Ursache ist darin zu sehen, dass diese Stoffe vor dem Histamin abgebaut werden.
  • Für eine vorübergehende Histaminintoleranz kommt als Ursache ein Magen-Darm-Infekt in Betracht, da sich das Histamin abbauende Enzym vor allem in der Dünndarmschleimhaut befindet. Bei einer Darmerkrankung kann es daher zu einer vorübergehenden geringeren Aktivität kommen, die kurzzeitig zu einer Histaminintoleranz führt.
  • Eine sehr seltene Ursache einer Histaminintoleranz ist ein angeborener Enzymdefekt, durch den das Enzym nicht in der notwendigen Menge produziert wird.

Bei einer Histaminintoleranz gibt es unterschiedliche Symptome
Bei einer Histaminintoleranz sind insbesondere die folgenden Symptome möglich: Hautrötungen und Juckreiz, Übelkeit bis hin zu Erbrechen, Magenkrämpfe, Herzrasen, Schwindel, Asthma, Kopfschmerzen und Migräne.

Abbildung 1: Mögliche Symptome von Histaminintoleranz 

– Kopfschmerzen und Migräne
– Schwellungen der Augenlider
– Laufende Nase
– Magen-Darm-Beschwerden mit Durchfällen, Bauchschmerzen, Sodbrennen
– Brechreiz
– Hautrötungen, Hitzewallungen, Gewebeödeme
– Schlafstörungen
– Erschöpfungszustände
– Gliederschmerzen
– Regelbeschwerden
– Heißhunger

Bei einer Histaminintoleranz sind die häufigsten Symptom Beschwerden im Magen-Darm-Trakt. Eine genaue Krankheitsbestimmung ist allerdings nicht ganz einfach, weil sich keine eindeutige Verbindung zwischen Nahrungsaufnahme und auftretenden Symptomen herstellen lässt.

Das Problem, bei einer Histaminintoleranz die Symptome im Magen-Darm-Bereich korrekt zu deuten, besteht darin, dass oft nur bestimmte Darmabschnitte davon betroffen sind.

Stellt man z. B. kurz nach dem Essen Oberbauchbeschwerden, Übelkeit oder Erbrechen fest, bringt man diese Symptome unter Umständen schnell mit dem Essen in Verbindung. Allerdings manifestieren sich die Histaminabbaustörungen leider häufig in den tiefer gelegenen Darmabschnitten, sodass zwischen dem Verzehr der histaminhaltigen Nahrung und dem durch die Histaminintoleranz hervorgerufenen Symptomen Stunden vergehen können.

Histaminintoleranz: Auch Kopfschmerzen und Migräne sind häufig Symptome
Bei einer Histaminintoleranz sind auch Kopfschmerzen und Migräne häufig feststellbare Symptome. Vielen Migränepatienten kann es daher nach einer Umstellung auf eine histaminarme Ernährung deutlich besser gehen.

Erkennen der Histaminintoleranz
Seit einiger Zeit gibt es die Möglichkeit, die Aktivität von DAO im Blut zu messen. Da die Aktivität der DAO im Blut mit der Histaminabbaukapazität des Organismus korreliert, kann dies für die Diagnose der Histaminintoleranz genutzt werden. Eine entsprechende Untersuchung ist sogar vergleichsweise preiswert (unter 50,00 Euro).

Histaminintoleranz und ihre Behandlung
Die mit einer Histaminunverträglichkeit verbundenen Symptome lassen sich bei einer Umstellung auf eine histaminfreie oder zumindest histaminarme Nahrungsaufnahme deutlich reduzieren. Hierbei ist es – neben der Auswahl entsprechender Lebensmittel – besonders wichtig, die jeweilige Nahrung möglichst frisch zu verzehren.

Bitte beachten Sie, dass ein VNR-Beitrag keinen ärztlichen Rat ersetzen kann!

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