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Hilfe, mein Säugling leidet unter Blähungen

Lesezeit: 2 Minuten Leidet Ihr Säugling auch unter Blähungen? Sie sind schmerzhaft für den Säugling und können Eltern an den Rand ihrer Belastbarkeit bringen. Vor allem in den ersten drei Lebensmonaten können Blähungen bei Säuglingen heftige Krämpfe auslösen. Man spricht dann von den sogenannten Drei-Monats-Koliken. Wie können Eltern ihrem Baby helfen?

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Hilfe, mein Säugling leidet unter Blähungen

Hilfe, mein Säugling leidet unter Blähungen

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Der Säugling krümmt sich, windet sich, zieht die Beine an, weint, schreit, ist nicht zu beruhigen. Der Bauch ist gespannt und wenn man mit dem Ohr nahe an den Bauch geht, ist sogar oft ein lautes Gluckern zu hören. Die Situation kann Eltern den letzten Nerv rauben. Die Anspannung der Eltern kann dann wiederum die Beschwerden des Säuglings verstärken. Ein Teufelskreis beginnt.

Woher kommen die Blähungen beim Säugling?

Bei der Verdauungsarbeit werden im Magen-Darm-Trakt verschiedene Gase gebildet. Aber auch während des Trinkens oder wenn der Säugling schreit, kann Luft verschluckt werden. Unklar ist, ob betroffene Säuglinge einfach nur mehr Gas produzieren oder aber empfindlicher auf Blähungen reagieren als andere.

Säuglinge, die gestillt werden, haben in der Regel weniger mit Blähungen zu kämpfen als Säuglinge, die mit der Flasche ernährt werden. Aber auch gestillte Säuglinge können unter Blähungen leiden. Stellen Sie Ihr Kind dem Kinderarzt vor, um eventuelle Grunderkrankungen abzuklären.

Wie kann ich Blähungen bei meinem Säugling vorbeugen?

Wenn Sie ihren Säugling mit der Flasche füttern, achten Sie darauf, dies in möglichst aufrechter Position zu tun und achten Sie auf die Neigung der Flasche. Es sollte nur Milch und keine Luft im Sauger sein. Lassen Sie die Flasche nach der Zubereitung so lange stehen, bis sich der Schaum, der beim Schütteln entstanden ist, gesetzt hat. Verwenden Sie die richtige Sauger-Größe.

Achten Sie auf eine ruhige und entspannte Umgebung während des Stillens oder Fütterns. Lassen Sie Ihren Säugling fertig trinken und danach ein Bäuerchen machen. Dies können Sie unterstützen, indem sie den Rücken streicheln oder sanft klopfen.

Diese Maßnahmen helfen:

  • Ihre tröstliche Nähe wirkt beruhigend auf Ihren Säugling.
  • Fliegergriff: Säugling in Bauchlage auf einen der Unterarme legen. Dabei den Kopf mit der Hand stützen.
  • Windsalbe
  • Kümmelzäpfchen
  • Anis-Fenchel-Kümmel-Tee (für Mutter und Säugling)
  • Einreiben des Bauches im Uhrzeigersinn mit Kümmel-Öl
  • erwärmtes Kirschkernkissen auf dem Bauch
  • Homöopathische Mittel (unter anderem Chamomilla, Bryonia oder Colocynthis)
  • Die „heiße 7“. Das Schüßler Salz Nr. 7 (Magnesium phosphoricum).

Bei sehr starken Beschwerden nehmen Sie professionelle Unterstützung in Anspruch! Das ständige Schreien des Säuglings wegen Blähungen ist ein enorm hoher Stressfaktor. In größeren Kliniken gibt es spezielle Schrei-Ambulanzen.

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Bildnachweis: lisalucia / stock.adobe.com

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