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Hilfe bei Depression: Umgang mit der Depression

Lesezeit: 2 Minuten Angehörige können besser mit den Erkrankten umgehen, wenn sie die Symptome der Depression kennen. Sie benötigen zusätzlich aber auch Tipps im Umgang mit den Erkrankten. Es kommt auch bei den Bezugspersonen schnell zu besonderen Verhaltensmustern. Wie können Sie damit umgehen?

2 min Lesezeit
Hilfe bei Depression: Umgang mit der Depression

Hilfe bei Depression: Umgang mit der Depression

Lesezeit: 2 Minuten

Angehörige können besser mit den Erkrankten umgehen, wenn sie die Symptome der Depression kennen.

Sie benötigen zusätzlich aber auch Tipps im Umgang mit den Erkrankten.

Bei den Bezugspersonen von Menschen mit Depressionen kommt es zu typischen Verhaltensmustern

  • Verzweiflung und Hilflosigkeit wecken ein starkes Mitgefühl und Anteilnahme.
  • Depressive Klagen werden auch als Anklagen verstanden. Diese rufen eventuell feindselige Gefühle wach.
  • Das vergebliche Bemühen, Menschen mit einer Depression zu helfen, kann Ärger auslösen.
  • Patienten, die an einer Depression leiden, beschäftigen sich oft nur mit sich selbst. Sie wirken starr in der Kommunikation. Hierdurch stoßen sie ihren Gesprächspartner zurück.
  • Es besteht die Gefahr der „Gegenübertragung“.
    Der Angehörige in der Depression fordert viel Zuwendung, klagt selbst aber nur, ihm könne niemand helfen. Hier kann es passieren, dass der Helfer genau diese Verhaltensmuster übernimmt.

Umgang mit dem Menschen mit Depression

  • Behandeln Sie den Menschen mit Depression so, wie Sie selbst behandelt werden möchten, wenn Sie gekränkt sind.
  • Vermeiden Sie Überforderungen.
  • Vermeiden Sie ebenfalls zu starkes Lob.
  • Beim Sprechen und Zuhören sollten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die gesunden Anteile und konfliktarme Strukturen richten.
  • Bringen Sie dem Patienten mit Depression Wertschätzung und Wärme entgegen.
  • Bedenken Sie stets, dass die Symptome ein Versuch der Selbsthilfe sind. Sie sind nötig, bis bessere Lösungen gefunden werden.
  • Vermeiden Sie Appelle wie: „Reiß Dich doch zusammen!“ oder „Lenke Dich ab!“ oder auch: „Schau, wie schön die Sonnen scheint“
  • Sagen Sie dem betroffenen NIE, es gehe ihm besser, als er sich selbst sehe.
  • Jammern und Vorwürfe bei der Depression dürfen Sie nicht persönlich nehmen.

Therapie der Depression und Angehörige

Es ist sinnvoll, dass Angehörige in die Therapie mit einbezogen werden. Signalisieren Sie die Bereitschaft hierzu.

Allgemeine Ratschläge für Angehörige von Menschen mit Depression

  • Scheuen Sie sich als Angehörige nicht, sich selbst Rat zu holen.
  • Sprechen Sie mit anderen Menschen, entlasten Sie sich.
  • Treten Sie eventuell einer Selbsthilfegruppe für Angehörige bei.
  • Lassen Sie sich in einer Kontakt- und Beratungsstelle im Umgang beraten.

Bildnachweis: Rawpixel.com / stock.adobe.com

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