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Heuschnupfen im Winter: So gehen Sie mit dem Thema um

Lesezeit: 2 Minuten Schon in der Weihnachtszeit unter den ersten Heuschnupfen-Symptomen zu leiden, ist nicht unüblich. Die Kombination aus einer eh schon gereizten Winter-Schnupf-Nase und der langen symptomfreien Zeit macht den ersten Pollenflug im Winter für viele unerträglich. Um Ihren Heuschnupfen schon im Winter zu bekämpfen, gibt es Mittel und Wege, die Ihnen den Umgang mit der Allergie erleichtern.

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Heuschnupfen im Winter: So gehen Sie mit dem Thema um

Heuschnupfen im Winter: So gehen Sie mit dem Thema um

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Schon in der Weihnachtszeit beginnt das erste Kribbeln in der Nase, die Augen sind gerötet und Sie müssen ständig niesen. Kann das schon Heuschnupfen sein, fragen Sie sich? Er war doch gerade erst vorbei?

Die Antwort ist: Ja! Heuschnupfen im Winter ist nicht ungewöhnlich, da einige Pollenarten schon früh wieder anfangen zu fliegen. Gerade in besonders milden Wintern müssen sich Heuschnupfen-Geplagte darauf einstellen, mit den lästigen Symptomen konfrontiert zu sein.

Welche Polen fliegen schon im Winter?

Haselpollen sind meist der Übeltäter, wenn es um Heuschnupfen zur Winterzeit geht. Schon ein leichter Pollenflug kann für starke Allergiker ausreichen, um die Schleimhäute zu reizen und die üblichen Heuschnupfen-Symptome hervorzurufen.

Zunehmend stärker wird der Flug von Haselpollen in der Regel ab Februar, auch die Erle gesellt sich dann dazu. Ende Februar beziehungsweise Anfang März ist die Belastung mit Haselpollen am Stärksten, für Allergiker wird es dann zunehmend unerträglicher.

Heuschnupfen im Winter wird durch vorangegangene Erkältungen verstärkt

Wer auf diese Pollen reagiert, muss sich schon früh im Jahr Gedanken darüber machen, wie er den Heuschnupfen bekämpft. Neben schulmedizinischen Mitteln, die die Symptome abmildern, gibt es auch homöopathische Mittel, die etwas sanfter wirken und versuchen, die Wurzel des Übels zu bekämpfen.

Dass Allergiker in diesen frühen Monaten so stark auf den Pollenflug reagieren können, liegt daran, dass die Nase den reizenden Partikeln lange nicht mehr ausgesetzt war. Auch sind Erkältungen und Schnupfen im Winter nicht selten, wodurch die Nase eh etwas wunder und gereizter ist und dann auch schneller auf die Pollen reagiert.

Was Betroffene tun können

Um die Pollen soweit es geht der Wohnung fernzuhalten, sollten Sie Ihre Lüftungszeiten an den Pollenflug anpassen. In ländlichen Gebieten ist dieser morgens am Stärksten und in der Stadt abends. Öffnen Sie Ihre Fenster also dann, wenn ihr Wohnort weitestgehend pollenfrei ist und vermeiden Sie so eine starke Reizung Ihrer Schleimhäute.

Bewahren Sie darüber hinaus Ihre getragene Kleidung außerhalb des Schlafzimmers auf, duschen Sie abends bevor Sie ins Bett gehen und waschen Sie Ihre Haare, um die Pollen vom Körper zu bekommen.

So gehen Sie mit Ihrer Medikation um

Manche Medikamente gegen Heuschnupfen müssen ganzjährig genommen werden, damit sie wirken. Haben Sie so ein Mittel, sollten Sie es auch in der pollenfreien Zeit nehmen, um im Winter nicht von Ihrem Heuschnupfen erschlagen zu werden. Auch leichte homöopathische Mittel können ganzjährig eingenommen werden, um den Körper auf die Pollensaison vorzubereiten.

Eine Immuntherapie, die an der Ursache ansetzt – auch bekannt als Hyposensibilisierung –, ist eine Möglichkeit wie Sie sich dauerhaft von Ihrem Heuschnupfen befreien können. Ein ausgebildeter Allergologe führt Ihnen dabei über einen längeren Zeitraum das Allergen in einer langsam steigenden Dosierung zu, um Sie dem Auslöser der Allergie gegenüber unempfindlich zu machen.

Diese Behandlung geht meistens über mehrere Monate oder sogar Jahre, bekämpft den Heuschnupfen aber an der Wurzel und kann Betroffene langfristig von ihren Beschwerden befreien. Eine medikamentöse Behandlung bekämpft in der Regel nur die Symptome, aber nicht die Ursache.

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Bildnachweis: hhp / stock.adobe.com

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