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Herzinfarkt ist was für Männer

Lesezeit: < 1 Minute Sind vom Herzinfarkt eher Männer betroffen? Frauen sollen ja ein größeres Herz haben. Dafür haben Männer ein empfindlicheres Herz. Zumindest erleiden sie deutlich häufiger einen Herzinfarkt. Das war schon immer so und daran hat sich trotz verbesserter medizinischer Versorgung nichts geändert.

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Herzinfarkt ist was für Männer

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Wenn man es so ausdrücken will, bleibt der Herzinfarkt eine männliche Domäne. Das bestätigt auch Dr. Ernst Bruckenberger von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung im "Herzbericht 2009", der auf der Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Nürnberg vorgestellt wurde.

"Herzinfarkt ist in Deutschland noch immer überwiegend eine Männerkrankheit. Männer werden wesentlich häufiger wegen eines Infarkts in ein Krankenhaus eingeliefert als Frauen, sie sterben häufiger daran, und belasten damit die Gesundheitsbudgets weit stärker als Frauen."

Herzinfarkt: 21 Prozent mehr Männer
In Zahlen sehen die Ergebnisse der Herzgesellschaft wie folgt aus: Pro 100.000 Menschen, die ein Deutschland leben, sterben 76 Männer an einem Herzinfarkt. Bei den Frauen erleiden nur 62,7 Prozent einen tödlichen Infarkt. Das sind rund 21 Prozent weniger. Auch bei den nicht-tödlichen Infarkten liegen die Männer weit vorne. Bei je 100.000 Einwohnern werden in jedem Jahr rund 332,6 Männer aber nur 184,3 Frauen mit einem akuten Infarkt in eine Klinik eingewiesen.

Insgesamt sterben in Deutschland jedes Jahr 56.775 Menschen an einem Herzinfarkt. Davon sind 30.559 Männer und 26.216 Frauen. 210.705 Menschen werden ins Krankenhaus gebracht. 133.636 davon sind Männer und nur 77.069 Frauen.

Männerherzen sind teurer
Dass so viel mehr Männer einen Herzinfarkt erleiden, macht sich auch bei den Kosten für die Gesundheit bemerkbar. Männer kosten die Krankenkassen deutlich mehr. Von 2002 bis 2008 stiegen die Kosten für Herzkrankheiten nach Angaben der DGK um rund 35.512 Milliarden Euro. Bei den Männern stiegen die Kosten um 22,5 Prozent (20.259 Milliarden), bei den Frauen "nur" um 11,8 Prozent (15.253 Milliarden).

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