Krankheiten Praxistipps

Herzerkrankungen im Herbst – Vitaminmangel erhöht das Risiko

Lesezeit: 2 Minuten Wahrscheinlich kennen Sie die sogenannte Herbstdepression. Diese entsteht unter anderem durch einen Mangel an Vitamin D, das durch Sonneneinstrahlung in der Haut produziert wird. Wenn im Herbst die Sonne schwächer wird, produzieren wir auch weniger Vitamin D. Der Mangel schlägt aber nicht nur auf die Psyche, auch das Herz ist davon betroffen und Herzerkrankungen sind deshalb nicht selten.

2 min Lesezeit
Herzerkrankungen im Herbst – Vitaminmangel erhöht das Risiko

Herzerkrankungen im Herbst – Vitaminmangel erhöht das Risiko

Lesezeit: 2 Minuten

Wenn im Herbst die Sonne schwächer wird und früher untergeht, sinkt bei vielen die Stimmung. Herbstdepression nennt sich umgangssprachlich die Problematik, die zum einen durch das schwächer werdende Licht, zum anderen durch einen Mangel an Vitamin D verursacht wird. Dieser Vitamin D-Mangel macht aber nicht nur unserer Psyche, sondern auch dem Herzen zu schaffen. Insofern ist es gleich doppelt wichtig, die wenigen Sonnenstrahlen im Herbst auszunutzen.

Herzerkrankungen mit Vitamin D vorbeugen

Dass ein Mangel an Vitamin D dem Herzen schadet, haben Wissenschaftler der Universität Kopenhagen herausgefunden (American Journal of Atherosclerosis, Thrombosis and Vascular Biology doi: 10.1161/ATVBAHA.112.248039). In ihrer Untersuchung, bei der sie die Gesundheitsdaten von mehr als 10.000 Dänen analysiert haben, kamen sie zu dem Ergebnis, dass ein Mangel an Vitamin D das Risiko deutlich erhöht, eine Herzerkrankung zu erleiden oder sogar daran zu sterben.

Was macht Vitamin D?

Vitamin D regelt unter anderem den Kalzium-Spiegel im Blut und spielt eine wichtige Rolle beim Knochenaufbau. Zudem ist bekannt, dass das Vitamin D, besser gesagt ein Mangel an Vitamin D, verschiedene Systemkrankheiten hervorrufen kann. Die Dänen wollten nun wissen, wie stark sich der Vitamin D-Spiegel auf die Entstehung der koronaren Herzerkrankungen auswirkt. Im Mittelpunkt der Untersuchung stand vor allem die Rolle von Vitamin D bei der Entstehung des Myokardinfakts, besonders wenn dieser tödlich endet.

Die Forscher maßen bei den rund 10.000 Testpersonen die Konzentration von 25-Hydroxy-Vitamin-D. Dieses ist die Form, in der der Organismus das Vitamin im Körper speichert und die er benötigt, um die Spiegel im Blut konstant zu halten. Über einen Zeitraum von 29 Jahren analysierten die Wissenschaftler ihre Probanden und zählten dabei die Fälle von Herzerkrankungen und Herzerkrankungen mit Todesfolge.

Herzrisiko um 80 Prozent erhöht

Bei der Auswertung stellten die Dänen fest, dass Menschen mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel im Vergleich zu den Probanden mit einem normalen Vitamin-D-Spiegel ein rund 64 Prozent erhöhtes Risiko hatten, einen Herzinfarkt zu erleiden. Das Risiko für eine Herzschwäche war um 40 Prozent erhöht. Am größten war der Unterschied bei den tödlichen Herzinfarkten. Hier hatten die Menschen mit einem Vitamin-D-Mangel ein 81 Prozent erhöhtes Risiko.

Sonniges Herz

Momentan wird das Vitamin D fast ausschließlich durch die Sonneneinstrahlung auf die Haut produziert. Daher ist es wichtig, regelmäßig in die Sonne zu kommen. Vor allem im Herbst und im Winter, wenn das Herz ohnehin stärker belastet und das Herzinfarkt-Risiko erhöht ist, sollten Sie regelmäßig Sonne tanken, um sich vor den gefährlichen Herzerkrankungen zu schützen.

Bildnachweis: drubig-photo / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: