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Herz: Ist Marathon laufen gefährlich?

Lesezeit: < 1 Minute Eigentlich stärkt man durch Ausdauersport das Herz. Aber es wird schon länger diskutiert, ob man mit extremen Ausdauerleistungen wie beispielsweise bei einem Marathon dem Herz nicht mehr schadet, als dass man ihm nützt. Es gibt neue Erkenntnisse, die eine Antwort auf diese Frage geben.

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Herz: Ist Marathon laufen gefährlich?

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Laufen ist gesund. Man verbrennt Kalorien, verbessert die Lungenfunktion und stärkt das Herz-Kreislauf-System. Daher schnüren sich immer mehr Menschen die Laufschuhe. Gerade im Frühling, wo die Sonne die Minusgrade endlich vertrieben hat, tummeln sich unzählige Hobbyläufer in den Parks.

Herz: Kann Marathon laufen schaden oder nutzen?

Einige laufen nur zum Spaß, andere haben große Ziele und bereiten sich auf einen der vielen Marathons vor, die bald stattfinden. Doch es wird schon länger diskutiert, ob man mit einer so großen Ausdauerbelastung, wie sie beim Marathon auftritt, dem Herz nicht mehr schadet als dass man ihm nützt.

Es gibt einige Hinweise, dass die Extrembelastung dem Herz schadet. Denn bei Marathon-Finishern wurden vermehrt festgestellt, dass bestimmte herzspezifische Blutwerte erhöht sind. Dazu zählen sogenannte kardinale Marker wie Troponin und B-Typ natriuretisches Peptid. Diese Werte sind in der Regel nur bei einem Herzinfarkt oder einer chronischen Herzschwäche erhöht.

Nach einem Marathon sind die Herzwerte erhöht

Nach einer längeren Ausdauerbelastung ist ein erhöhter Wert dieser Herzmarker bei mehr als der Hälfte der Sportler nachweisbar. Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention. Da ist es nachvollziehbar, dass man den logischen Schluss zieht, dass größere Ausdauerleistungen schlecht für das Herz sind. Doch so einfach ist das nicht.

Denn in einer wissenschaftlichen Untersuchung an der Universität von Manitoba (Kanada) haben Forscher nachweisen können, dass die Herz-Werte bei guten Ausdauersportlern weniger stark erhöht sind als bei weniger gut trainierten Teilnehmern. Daher kann man davon ausgehen, dass sich das Herz-Kreislauf-System an die höhere Ausdauerbelastung anpasst.

Man kann also davon ausgehen, dass jeder Marathon eine hohe Belastung für den Organismus darstellt. Doch ebenso ist wahrscheinlich, dass ohne eine entsprechende Vorschädigung ein Marathon keine bleibenden Schäden am Herzen oder am Skelett- und Stützapparat verursacht. Es spricht also nichts dagegen, auch auf einen Marathon zu trainieren.

Bildnachweis: Sandor Jackal / stock.adobe.com

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