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Herz: Gefahren in der Nacht

Lesezeit: 2 Minuten Im Schlaf hat der Körper eigentlich die Zeit, sich zu regenerieren. Wer ein schwaches Herz hat, muss auf seinen Schlaf achten. Denn bei Atemaussetzern kann auch das Herz in Mitleidenschaft geraten.

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Herz: Gefahren in der Nacht

Herz: Gefahren in der Nacht

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Schlaf ist auch dazu da, sich vom Stress des Tages zu erholen. Einige Menschen haben nachts Atemaussetzer. Diese so genannte Schlafapnoe kann gefährlich werden. Denn es tritt dabei auch ein Sauerstoffmangel auf, der bei länger anhaltenden Atemaussetzern zu einer Unterversorgung führen kann. Auch das Herz kann so unter der Schlafapnoe leiden. Denn durch den Sauerstoffmangel werden auch nachts Stresshormone ausgeschüttet. Diese greifen ein bereits vorgeschädigtes Herz an. Daher sollten besonders Herzpatienten die Schlafapnoe nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Herz: Teufelskreis im Schlaf

Die Atemaussetzer können nicht nur das Herz schädigen, sie können auch durch ein bereits geschädigtes Herz entstehen. Dies ist ein Teufelskreis, der lebensgefährlich sein kann. Durch das schwache Herz entstehen Atemaussetzer, was wiederum zu Sauerstoffmangel führt. Dadurch werden Stresshormone freigesetzt, die das Herz schädigen. Ein Geschädigtes Herz erhöht wiederum die Wahrscheinlichkeit von Atemaussetzern.

Bei Herzpatienten ist die Wahrscheinlichkeit von nächtlichen Atemaussetzern deutlich erhöht, berichten Kardiologen des Herz- und Diabeteszentrums Nordrhein-Westfalen (HDZ NRW), Bad Oeynhausen (Ruhr-Universität Bochum). Wie die Mediziner berichten, kann die Schlafapnoe auch den Blutdruck erhöhen und so dem Herz-Kreislauf-System zusätzlich schaden.

Herzpatienten: Untersuchung im Labor

„Die Gefahr, die von nächtlichen Atemaussetzern für Herzpatienten ausgeht, ist den Betroffenen oft nicht bewusst“, erklärt Professor Dr. Dieter Horstkotte, Direktor der Klinik für Kardiologie am HDZ NRW. „Erschwerend kommt hinzu, dass die Schlafapnoe gerade von schwer Herzkranken oft nicht bemerkt wird, da diese Patienten ihre große Müdigkeit auf ihre Krankheit schieben. Wir raten daher jedem Herzkranken dringend, sich in einem Schlaflabor untersuchen zu lassen, um zu wissen, ob durch eine Schlafapnoe eine zusätzliche Gefahr für sein Herz droht“.

Eine große Verantwortung kommt hier auch auf den Partner zu. Die Lebensgefährten von Herzpatienten sollten nachts besonders genau hinhören, ob der Betroffene hin und wieder Atemaussetzer hat. Diese Wahrscheinlichkeit ist hoch. Denn wie eine aktuelle Untersuchung ergeben hat, haben rund 75 Prozent der rund 1,8 Millionen Herzpatienten in Deutschland Herzpatienten mit Schlafapnoe zu kämpfen.

Bildnachweis: iuricazac / stock.adobe.com

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