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Herz: Forscher entdecken neue Herzinfarkt-Gene

Lesezeit: < 1 Minute Für einen Herzinfarkt gibt es viele Risikofaktoren: Übergewicht, Rauchen oder zu wenig Bewegung. Oft liegt das Risiko auch in den Genen. Ein internationales Forscherteam hat neue Gene identifiziert, die mit einem erhöhten Herzinfarkt-Risiko in Verbindung stehen. Durch die Entdeckung können Herz- und Kreislauferkrankungen besser erforscht und dadurch eventuell neue Therapiemöglichkeiten entwickelt werden.

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Herz: Forscher entdecken neue Herzinfarkt-Gene

Herz: Forscher entdecken neue Herzinfarkt-Gene

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Schäden am Herz sind die häufigste Todesursache in Deutschland. 2007 waren es laut statistischem Bundesamt 360.000 Menschen, die an einer Erkrankung des Herz-Kreislaufsystems starben. Dies entspricht 43 Prozent aller Todesfälle. Doch diese Quote könnte sich bald etwas verringern.

Gene können schuld an Herz-Problemen sein

Denn ein internationales Forscherteam, zu dem auch Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München gehören, haben neue Gene identifiziert, die mit einem erhöhten Herzinfarkt-Risiko verbunden sind. Dafür hat das Team tausende von Herz-Patienten untersucht und den Gencode analysiert. Dabei haben sie die sensationelle Entdeckung gemacht: sie fanden Gene, die schwere Herzprobleme verursachen können.

Die Forscher fanden auf den Chromosomen 2, 3, 6, 12 und 21 bestimmte Gene, deren Varianten einen Herzinfarkt verursachen können. Eines dieser Gene, das den Namen MRAS-Gen trägt, soll eine wichtige Rolle bei der Beschaffenheit der Gefäße spielen. Verengte Gefäße vergrößern das Herzinfarkt-Risiko. Beim zweiten Gen namens HNFA1 besteht wohl eine enge Verbindung zum Cholesterinstoffwechsel. Auch zu viel schlechtes LDL-Cholesterin erhöht das Herzinfarkt-Risiko.

Erkenntnisse können neue Herz-Therapien ermöglichen

Auch auf dem Chromosom 6 haben die Wissenschaftler eine Region entdeckt, die mit dem Herzinfarkt-Risiko in Verbindung stehen soll. Dort sitzt das LPA-Gen, das die Konzentration eines Lipoproteins reguliert. Dieses Eiweiß transportiert Fette im Blut.

Haben Menschen mehrere dieser genetischen Marker in sich, ist bei ihnen das Herzinfarkt-Risiko doppelt so hoch.

Noch spielt die Entdeckung medizinisch keine Rolle. Doch die Entdeckung der Gene könnte schon bald neue Therapieformen ermöglichen, die das Herzinfarkt-Risiko senken. Die Wissenschaftler wollen neue Ansätze bei der Vorbeugung und der Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen finden, damit das Herz nicht die häufigste Todesursache bleibt.

Bildnachweis: methaphum / stock.adobe.com

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