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Herpes zoster: Wie erkennen Sie eine Gürtelrose2 min read

Reading Time: 2 minutes Die Gürtelrose - auch Herpes zoster genannt - ist eine schmerzhafte Erkrankung mit dem Herpes Virus Varicella zoster, dem Auslöser der Windpocken. Warum kann aus Windpocken Gürtelrose werden? In welchem Lebensalter tritt diese Viruserkrankung vermehrt auf? Was sind die typischen Anzeichen? Welche Maßnahmen können Sie ergreifen?

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Herpes zoster: Wie erkennen Sie eine Gürtelrose

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Viele von uns hatten im Kindesalter Windpocken

Die Windpocken verlaufen in vielen Fällen im Kindesalter relativ harmlos ab. Doch auch nach überstandener Windpockenerkrankung sind wir den Auslöser der Erkrankung nicht losgeworden, denn die Varicella-zoster-Viren haben sich nun bei uns eingenistet. Es ist möglich, dass Jahrzehnte später eine Krankheit zum Ausbruch kommt, die wir als Gürtelrose bezeichnen. In der Fachsprache heißt die Gürtelrose Herpes zoster.

Wie zeigt sich die Gürtelrose?

Die Gürtelrose tritt meist im Bereich des Körpers auf, an dem wir einen Gürtel tragen würden, also im Bereich des Rumpfes. Die ersten Anzeichen können ein Brennen und Stechen, aber auch ein schmerzhaftes Ziehen in diesem Bereich sein. Auf einer Körperseite entstehen nun kleine Knötchen und Flecken. Auf den befallenen Hautstellen bilden sich kleine Bläschen. Wenn die Gürtelrose ohne Komplikationen auftritt, verkrusten die Bläschen und heilen schließlich ab.

Die Gürtelrose kann monatelang Beschwerden auslösen

Noch Wochen nach dem Ausbruch der Gürtelrose können heftige Schmerzen im betroffenen Bereich auftreten. Grund dafür ist eine Zerstörung bestimmter Nervenbahnen durch die Virusinfektion. Besonders betroffene Patienten im fortgeschrittenen Lebensalter können lange an der Gürtelrose leiden. Ihr Leben kann dadurch stark beeinträchtigt sein.

Was sollte man tun, wenn man an Herpes zoster erkrankt?

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie an der Gürtelrose erkrankt sein könnten, sollten Sie so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen. Eine wirkungsvolle Behandlung verspricht den größten Erfolg, wenn sie in den ersten zwei bis drei Tagen nach dem Erscheinen der Hautsymptome begonnen werden kann.

Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder Personen im fortgeschrittenen Alter können durch die Gürtelrose ernsthaft gefährdet sein. In Deutschland sterben jährlich etwa 50 Betroffene an Herpes zoster.

Welche Maßnahmen helfen, damit die Gürtelrose schneller abheilt?

  • Stärken Sie Ihr Immunsystem.
  • Halten Sie die betroffenen Hautstellen warm, Kälte verschlimmert die Infektion.
  • Schonen Sie sich.
  • Vermeiden Sie an den Hautstellen den Kontakt mit Wasser. Beim Duschen oder Waschen sollten Sie die Haut abdecken.
  • Verwenden Sie keine Seife oder scharfe Reinigungsmittel an den betroffenen Stellen.
  • Nehmen Sie Vitamin-B-Präparate ein, dies unterstützt die Nervenfunktionen.

Wie ansteckend ist die Gürtelrose?

Die Gürtelrose ist nicht so ansteckend wie die Windpocken oder Lippenbläschen. Allerdings ist es möglich, dass Personen, die eine akute Gürtelrose haben, bei anderen Menschen Windpocken auslösen können. Patienten, die an einer Gürtelrose erkrankt sind, sollten den Kontakt zu Schwangeren vermeiden! Eine Infektion mit Windpocken während der Schwangerschaft kann zu Missbildungen beim ungeborenen Kind führen!

Ein kleiner Trost für alle, die eine Gürtelroseerkrankung haben oder bereits hinter sich haben: Normalerweise erkrankt man an Herpes zoster nur einmal im Leben!

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Bildnachweis: irontrybex / stock.adobe.com

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