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Heizsaison erhöht Hausstauballergien: 2 wichtige Maßnahmen für Allergiker

Lesezeit: 2 Minuten In der kalten Jahreszeit werden die eigenen 4 Wände durch die kuschelige Heizungswärme richtig gemütlich. Für viele Allergiker ist das Aufdrehen der Heizung aber nicht nur vorteilhaft, sondern verursacht Probleme.

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Heizsaison erhöht Hausstauballergien: 2 wichtige Maßnahmen für Allergiker

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Menschen, die unter einer Hausstaubmilben-Allergie leiden, haben es in der Heizsaison besonders schwer. Nach den Pollen sind die Hausstaubmilben der zweithäufigste Allergieauslöser.

Für viele Allergiker ist die Heizsaison besonders schwierig

Kein Mensch liegt alleine in seinem Bett. Jeder teilt seine Schlafstätte mit tausenden Hausstaubmilben und deren Exkrementen. Diese leben das ganze Jahr lang unbeschwert in der Wohnung. Steht der Winter vor der Tür, dann werden die Heizungen aufgedreht und dies bedeutet für die Milben ihr Tod. Durch die warme Heizungsluft verringert sich die Luftfeuchtigkeit in den Räumen und auf diese sind die Hausstaubmilben dringend angewiesen. Das massenhafte Sterben der Milben scheint auf den ersten Blick etwas Positives für Allergiker zu sein. Leider ist das Gegenteil der Fall. 

Das Massensterben der Hausstaubmilben hat unangenehme Folgen 

Weniger Milben im Haushalt bedeutet zwar weniger Kot und somit auch weniger Allergene. In der nassen Herbstzeit konnten sich Hausstaubmilben aber besonders gut in Ihrer Wohnung vermehren. Dadurch befinden sich in Ihrem Haushalt auch sehr viele Exkremente. Erfolgt durch die Heizsaison das Massensterben, dann werden durch den Tod der kleinen Spinnentiere zahlreiche allergieauslösende Stoffe freigesetzt. Diese provozieren natürlich auch allergische Reaktionen und machen Ihnen als Allergiker sehr schwer zu schaffen.

Die allergene Mischung befindet sich leider nicht mehr in den staubigen Ecken Ihrer Wohnung, sondern sie wird durch die warme Heizluft aufgewirbelt. Deshalb befinden sich in der Heizsaison viel mehr allergene Partikel in Ihrer Raumluft und diese können Beschwerden auslösen. 

1. Vorbeugende Maßnahmen für die Heizsaison

Der wirksamste Schutz gegen die Hausmilben-Allergene ist die Vermeidung dieser. Werden die Allergene nicht von Ihrem Körper aufgenommen, dann müssen Sie auch nicht unter den verschiedenen Symptomen leiden. Als Allergiker sollten Sie Jahr für Jahr etwas gegen die Hausstaubmilben unternehmen. Vor der Winterzeit, in der nassen Herbstzeit, vermehren sich die Milben am stärksten. Dies können Sie deutlich eindämmen, indem Sie den Milben bereits in dieser Zeit die idealen Lebensbedingungen nehmen.

  • Verzichten Sie nach Möglichkeit auf alle Zimmerpflanzen in Ihrem Schlafzimmer. Diese erhöhen nur die Luftfeuchtigkeit und von dieser profitieren die Hausstaubmilben.
  • Generell sollten die Temperaturen im Schlafzimmer unter 18 Grad liegen.
  • Eine geringe Luftfeuchtigkeit von unter 50 Prozent ist ebenfalls von Vorteile.
  • Hausstaubmilben mögen außer der Luftfeuchtigkeit auch Dunkelheit. Sorgen Sie deshalb dafür, dass Ihr Schlafzimmer zumindest über den Tag so hell wie möglich ist.

Die Milben ernähren sich hauptsächlich von den menschlichen Hautschuppen. Diese verlieren Sie jede Nacht beim Schlafen. Bis zu 2 Millionen Milben können mit nur 2 bis 3 Gramm von Ihren Hautschuppen ernährt werden.

Verwenden Sie deshalb allergendichte Schutzbezüge (Encasings) und hüllen Sie mit diesen Ihre Matratze, die Kopfkissen und das Oberbett ein. Teppiche und Teppichböden sollten Sie auf jeden Fall gründlich mit einem speziellen Sprühextraktionsgerät und zusätzlich einem milbenabtötenden Mittel reinigen. 

2. So verhalten Sie sich in der Heizsaison

In der Heizsaison sollten Sie Ihr Bett regelmäßig sanieren. Lüften Sie das Bettzeug ausgiebig und verpassen Sie den noch lebenden Hausstaubmilben einen Kälteschock. Bewegte Luft im Schlafzimmer ist für jeden Allergiker schlecht und sollte konsequent vermieden werden. Werden Sie Betten neu bezogen oder aufgeschüttet, dann sollten Allergiker für den Zeitraum auf jeden Fall das Zimmer verlassen. Auch auf Kissenschlachten oder sonstige Aktionen, bei denen die Raumluft aufgewirbelt ist, sollten Sie im Winter verzichten.

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