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Heilpraktiker: Richtlinien für die Ausbildung

Lesezeit: 2 Minuten Sie wollen Heilpraktiker werden und eine Ausbildung machen? Klären Sie Ihre Ansprüche und Vorstellungen! Das Angebot am Markt ist riesig und nicht alles hält, was es verspricht. Entscheidungshilfen und Informationen für eine individuell stimmige Ausbildung finden Sie hier.

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Heilpraktiker: Richtlinien für die Ausbildung

Heilpraktiker: Richtlinien für die Ausbildung

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Sie wollen eine Heilpraktikerausbildung machen? Ein paar Vorüberlegungen

Ich möchte diesen Artikel mit einer Warnung beginnen. Wir leben in einer Zeit der Neuorientierungen am Arbeitsmarkt. Fortbildung scheint das Motto der Stunde zu sein oder schöner ausgedrückt: Qualifizierungsmaßnahmen. Die Ausbildungsinstitute schießen wie Pilze aus dem Boden. Leider sind viele Ausbildungen nur für die Leute gut, die Sie anbieten und daran verdienen.

Seien Sie also gewarnt vor Leuten, die Ihnen schnelle, scheinbar billige Wege zu großartigen Verdienstmöglichkeiten anbieten. Da wird das Blaue vom Himmel versprochen. Es sind reine Prüfungsvorbereitungen, noch dazu oft auf schlechtem Niveau. Therapeutisch Relevantes wird dann in Kurzfassung an Wochenende zusätzlich (!) verkauft. Ob Sie überhaupt die Prüfung schaffen, bleibt ohnehin fraglich. Die vielen Patienten, die nur auf Sie gewartet haben und Ihnen dann viel Geld geben, sind leider eine Illusion.

Es mag sein, dass Sie als Heilpraktiker nach ein oder zwei Jahren mehr oder weniger guter Ausbildung eine Praxis aufmachen. Das ist schon eine große Leistung, weil Sie ja zunächst mal die amtsärztliche Überprüfung bestehen müssen.

Um aber von Ihrem Beruf leben zu können. brauchen Sie sicher einige Jahre, sagen wir mal fünf. Das klappt dann aber nur, wenn Sie ein gutes therapeutisches Handwerkzeug haben. Schnell geht es hier eben nicht und wird der großen Verantwortung der Arbeit mit Menschen auch in keiner Weise gerecht.

Warum wollen Sie überhaupt Heilpraktiker werden?

Es mag verschiedene Gründe geben, über eine Heilpraktikerausbildung nachzudenken. Ich werde die gängigsten Varianten beleuchten und daraus Richtlinien für die Wahl eines Ausbildungsortes ableiten:

  • Sie haben bereits eine medizinische Ausbildung wie z. B. Masseur oder Osteopath oder anderes. Ihnen ist also klar, was Sie tun wollen und Sie möchten dafür den Heilpraktikerstatus. Dies bietet eine Reihe von Vorteilen, sowohl rechtlich als auch steuerlich. Außerdem könnten Sie Ihre Leistung teilweise über private Kassen abrechnen. Dies wäre ein Wettbewerbsvorteil, weil es gut für den Geldbeutel Ihrer Patienten ist.
    Meine Empfehlung: Suchen Sie sich eine gute seriöse Prüfungsvorbereitung. Je länger es den Anbieter gibt, desto sicherer können Sie sein Qualität zu bekommen.
  • Sie möchten aus verschiedenen Gründen als Heilpraktiker tätig werden und den Beruf wirklich erlernen. Sie interessieren sich für ganzheitliche Medizin und möchten mit Menschen arbeiten, kurz Sie fühlen sich in gewisser Weise berufen. Wunderbar!
    Meine Empfehlung: Suchen Sie sich eine breite therapeutische Ausbildung bei einer seriösen Schule, wenn möglich in Vollzeit und lernen Sie so viel Sie können. Spezialisieren Sie sich später und: Lassen Sie sich Zeit. Wichtig ist aber auch, schnell praktische Erfahrungen zu sammeln. Assistenzen sind Gold wert. Letztlich trägt nur die Erfahrung später Ihre Praxis.
  • Sie interessieren sich für ein bestimmtes Fachgebiet zum Beispiel Heilpflanzen. Es ist Ihnen dabei noch nicht klar, ob Sie wirklich in eigener Praxis arbeiten wollen.
    Meine Empfehlung: Genießen Sie die Zeit. Suchen Sie sich fachspezifische Ausbildungen, viele Schulen bieten auch die Möglichkeit einer Gasthörerschaft in einem einzelnen Fach. Wenn es Sie nach einer Weile packt, können Sie immer noch auf die eigene Praxis zusteuern.
  • Sie würden gerne, haben aber im Moment nicht die Zeit und/oder das Geld für eine Vollzeitausbildung.
    Meine Empfehlung: Alle Baukastenvarianten sind erlaubt. Langer Atem ist gefragt. Wer wirklich will, findet am Ende einen Weg. Lernen werden Sie in jedem Fall eine Menge und gehen bewegt immer was.

Bildnachweis: Yakobchuk Olena / stock.adobe.com

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