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Heilpflanzen helfen gegen Durchfall

Lesezeit: 2 Minuten Viele Heilpflanzen helfen gut gegen Durchfall. Lernen Sie die wichtigsten kennen und auswählen. Die Anwendung wird genau erklärt. Sie funktioniert am Lagerfeuer wie zu Hause. Ob Ihre Apotheke in der nächsten Shopping Mall ist oder die Wiese hinter Ihrem Zelt: Heilpflanzen wie Blutwurz oder Blaubeeren sind verlässliche Helfer bei Durchfall.

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Heilpflanzen helfen gegen Durchfall

Heilpflanzen helfen gegen Durchfall

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Worauf Sie bei Durchfällen achten müssen

  • lange anhaltende, häufige Durchfälle können gefährlich werden
  • suchen Sie bei großer Schwäche in jedem Fall medizinische Hilfe
  • dies gilt umso mehr bei kleinen Kindern
  • blutige Durchfälle verlangen umgehende medizinische Abklärung
  • gleiches gilt nach Tropenreisen

Bei allen einfachen Durchfallerkrankungen helfen Heilpflanzen gut. Es gibt drei Wirkprinzipien, die wir uns zunutze machen:

  • reizlindernd und entzündungswidrig
  • zusammenziehend und blutstillend
  • keimtötend

Heilpflanzen, die bei Durchfall reizlindernd wirken

Die Darmschleimhaut ist gereizt oder sogar entzündet. Dies geschieht durch den Infekt oder die Vergiftung, die den Durchfall verursacht hat. Wir verwenden zur Reizlinderung Pflanzenschleime und blaue ätherische Öle wie Azulen.

Schleimhaltige Pflanzen, die in Frage kommen, sind: Leinsamen, Bockshornklee, Eibisch, Islandflechte und Beinwell. Azulen finden wir in zahlreichen Handcremes. Ursprünglich entdeckt wurde es in Kamille und Schafgarbe.

Zusammenziehende Heilpflanzen

Durch Gerbstoffe und bestimmte Pflanzenfarben wird die Darmschleimhaut zusammengezogen. Sie wird dadurch abgedichtet. Der Flüssigkeitsverlust aus dem Enddarm wird so gestoppt.

Man kann sich die Wirkung anhand der Lederherstellung veranschaulichen. Die Kuhhaut wird durch Gerben so verdichtet, dass sie annähernd wasserdicht wird. Im Darm bleibt die Wirkung natürlich nicht dauerhaft bestehen. Da auch Blutgefäße zusammengezogen werden, stoppen auch eventuelle Blutungen.

Gerbstoffe sind in vielen Pflanzen enthalten. Bei Durchfällen verwenden wir Blutwurz, Nelkenwurz, Gänsefingerkraut, Frauenmantel und Eichenrinde. Ein Schwarztee würde im Prinzip auch funktionieren.

Eine weitere wichtige Pflanze sind getrocknete Blaubeeren. Sie wirken durch den blauen Farbstoff. Zur Not gehen auch Blaubeeren aus dem Glas. Der meist zugesetzte Zucker ist allerdings nicht günstig.

Heilpflanzen zur Keimtötung

Bei diesen Heilpflanzen kommen ätherische Öle zum Einsatz. Als Beispiel sei der Thymian genannt. Er enthält als Hauptbestanteil seines ätherischen Öls Thymol. Diese Substanz wirkt wesentlich stärker keimtötend als handelsübliche Desinfektionsmittel.

Die Anwendung: Trinken Sie Tee

Wässrige Auszüge sind das non plus ultra:

  • Sie bringen die Pflanzen an den Ort des Geschehens, den Darm.
  • Sie führen Flüssigkeit und Salze zu.
  • Sie sind gemütlich.
  • Sie entsäuern den Körper.

Es empfiehlt sich, ein Körnchen Salz in den Tee zu tun, um weitere Elektrolyte zuzuführen.

Ein Beispiel für eine Teemischung:

  • Gänsefingerkraut 10g
  • Kamillen 10g
  • Thymian 10g
  • Leinsaat gestoßen 30g
  • Blutwurz 40g

Davon können Sie unbesorgt größere Mengen trinken. Brühen Sie etwa einen gestrichenen Esslöffel der Mischung mit einem Viertel Liter Wasser auf. 20 Minuten ziehen lassen.

Der Durchfall sollte sich in zwei bis drei Tagen vollständig verabschieden. Andernfalls suchen Sie bitte einen Arzt oder Heilpraktiker auf.

Bildnachweis: juefraphoto /stock.adobe.com

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