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Heilende Kälte: So hilft Ihnen eine neue Therapie für den Rücken

Rückenschmerzen haben sich zur Volkskrankheit Nr. 1 in Deutschland entwickelt. Die Ursachen sind so verschieden wie die möglichen Therapien. An der Berliner Avicenna Klinik wird ein Verfahren angewendet, bei dem Rückenschmerzen mit Kälte therapiert werden.

Heilende Kälte: So hilft Ihnen eine neue Therapie für den Rücken

Heilende Kälte: So hilft Ihnen eine neue Therapie für den Rücken

Verschleiß an der Wirbelsäule, Verspannungen, Fehlhaltungen, schwache Rumpfmuskeln, ein Bandscheibenvorfall etc. – es gibt viele Ursachen für Rückenschmerzen und mindestens ebenso viele Therapien. Massagen, Fangopackungen, Krafttraining, alternative Methoden wie Akupunktur oder Osteopathie bis hin zur Operation gehören dazu. Doch nicht immer bringt die Behandlung auch den gewünschten Erfolg. Vor allem langfristig helfen viele Therapien nicht.

Ein häufiges Problem ist, dass die Symptome behandelt werden und nicht die Ursachen. Auch Medikamente können zwar Schmerzen lindern, nicht aber die Ursachen beheben. Daher ist die Chance groß, dass die Rückenschmerzen immer wiederkommen.

Nervenenden einfrieren

Eine Möglichkeit, Schmerzen dauerhaft zu bekämpfen, sind sogenannte minimalinvasive Verfahren. Eine der Formen ist die Denervierung, die auch an der Berliner Avicenna Klinik angeboten wird. „Dabei legen wir schmerzauslösende Nerven mittels Kälte gezielt still“, erklärt Dr. Munther Sabarini, Neurochirurg und Gründer der Avicenna Klinik Berlin.

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Kälte – nicht immer geeignet

Ein Eingriff, sei er auch noch so klein, sollte auch bei Rückenschmerzen der letzte Ausweg sein. Doch mit Krafttraining, Medikamenten, Physiotherapie oder Massagen kann man nicht alle Schmerzen in den Griff bekommen. Daher eignet sich der Kälteeingriff vor allem bei Erkrankungen, bei denen eine direkte Behandlung der Ursache als unmöglich gilt oder aber, wenn Beschwerden nach einer Operation weiterhin bestehen bleiben.

Wann hilft die Kälte

Wichtig ist, dass der Auslöser für die Rückenbeschwerden genau diagnostiziert wird, bevor man sich zu dem Eingriff entschließt. „Mithilfe von modernen technischen Mitteln wie der offenen Magnetresonanztomografie lassen sich Schäden an der Wirbelsäule erkennen“, erklärt Dr. Sabarini. Ein Kälte-Eingriff als schmerzlindernde Therapie macht dann beispielsweise Sinn, wenn einzelne Wirbeletagen durch Verschleißerscheinungen an Höhe verloren haben und aufeinander reiben oder wenn entzündliche knöcherne Veränderungen vorliegen.

Hier kommt neben gezieltem Muskeltraining dann zumeist auch die Denervierung als schmerzlindernde Therapie zum Einsatz. Gleichzeitig wirkt der Eingriff Folgebeschwerden rechtzeitig entgegen.

So funktioniert’s

„Bei der Denervierung führen wir unter örtlicher Betäubung eine feine Nadel an der betroffenen Stelle ein“, erläutert Dr. Sabarini. „Mithilfe von elektronischer Stimulation finden wir den gereizten Nerv, grenzen ihn vom umgebenden Gewebe ab und setzen ihn mit Kältereizen außer Kraft.“ Ein einzelner Eistropfen sorgt bereits dafür, dass die Schmerzweiterleitung zum Gehirn aussetzt. Insgesamt hält die Betäubung, die auch durch Hitze erzielt werden kann, ein Jahr an. Im Anschluss kann man überlegen, ob man den Eingriff erneut vornehmen möchte.

Bildnachweis: khosrork / stock.adobe.com

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