Naturheilkunde Praxistipps

Hausmittel und Naturheilkunde bei Mandelentzündung einsetzen

Lesezeit: 2 Minuten Vielen von uns schlägt ein Infekt schnell auf den Hals. Die Mandeln oder die Seitenstränge entzünden sich. Der Hals ist dick und schmerzt. Schluckbeschwerden kommen dazu. Erfahren Sie, wann eine Mandelentzündung gefährlich wird und Antibiotika angezeigt sind. In der Regel reichen aber die vorgestellten Hausmittel völlig aus. Es gibt etliche naturheilkundliche Mittel, die schnell und sicher helfen.

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Hausmittel und Naturheilkunde bei Mandelentzündung einsetzen

Hausmittel und Naturheilkunde bei Mandelentzündung einsetzen

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Ursachen und Symptome von Mandelentzündung

Die Mandeln, genauer Gaumenmandeln, sind Teil des lymphatischen Rachenringes. Dieser ist quasi ein Schutzring von Abwehrgewebe im Hals. So können eindringende Keime frühzeitig erkannt werden. Diese lymphatischen Gewebe sind Teil der körpereigenen Abwehr, genau wie die Lymphknoten.

In Ihnen werden Abwehrzellen gebildet und die Mandeln schwellen dann an. Diese Mandelschwellung entsteht praktisch bei jedem Infekt, auch wenn er durch Viren erfolgt und ist völlig unproblematisch. Nun sind die Gaumenmandeln aber wie ein Schwamm aufgebaut und können sich auch selbst entzünden. Bestimmte Bakterien sorgen dann für eine richtige Mandelentzündung. Die Mandeln sind dann dick, rot und schmerzhaft.

Müssen Antibiotika sein oder reichen Hausmittel aus?

Diese Frage lässt sich mit einem salomonischen „es kommt darauf an“ beantworten. Folgende Kriterien gilt es zu bedenken:

  • Wie heftig sind Sie erkrankt?
  • Wie ist der Allgemeinzustand?
  • Gibt es noch andere Erkrankungen?
  • Gibt es Fieber und wenn ja wie hoch?
  • Um welchen Erreger handelt es sich?
  • Haben Sie Zeit sich auszukurieren oder ruft die Front der Werktätigen?

In der Regel kann auf Antibiotikagabe verzichtet werden. Wenn Sie aber schwer erkrankt sind und der Zustand trotz Hausmitteln anhält, sollten Sie eine Diagnose vom Arzt einholen und von Selbstbehandlung absehen. Ergibt die Labordiagnostik einen bestimmten Streptokokkeninfekt sind Antibiotika angezeigt.

Es handelt sich hierbei um beta-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A, die schwere Folgeschäden an Herz und Nieren nach sich ziehen können. Aber Achtung: Der häufig angewandte Schnelltest ist bei der Differenzierung der Streptokokken oft nicht eindeutig. Es gibt auch eine Reihe von eher harmlosen Vertretern dieser Bakterienfamilie.

Hier sind dann die Folgeschäden der Antibiotika für Darmflora und Abwehr abzuwägen.

Naturheilkunde und Hausmittel die bei Mandelentzündung helfen

  • Bei allen Infekten empfiehlt sich die häufige Einnahme des Schüssler Salzes Nummer drei Ferrum phosphoricum in der D12.
  • Außerdem sollten Sie Ihren Eiweißkonsum für einige Tage deutlich reduzieren, damit der Körper den Infekt leichter verdauen kann.
  • In Vergessenheit geraten aber sehr wirksam ist das Gurgeln mit Morgenurin. Klingt vielleicht eklig, ist es aber nicht. Verwenden Sie Mittelstrahlurin. Der schmeckt leicht salzig und etwas herb. Der Harnstoff ist ein hervorragendes Desinfektionsmittel. Außerdem – wie soll ich sagen – na haben Sie dieses Mittel immer kostenlos dabei. Am besten legen Sie sich nach der Anwendung noch mal eine halbe Stunde hin und oft ist die Entzündung dann schon deutlich besser.
  • Ebenfalls günstig ist Gurgeln mit Salbei und/oder Thymian. Sie können den Tee verwenden oder auf das gute Standardpräparat Salviathymol der Firma Madaus zurückgreifen.
  • Halswickel sind ebenfalls sinnvoll. Allgemein ein Ölwickel, bei großer Hitze können Sie auch Quark anwenden, der sehr gut kühlt.
  • Zuletzt sei noch das wunderbare Apis Belladonna cum Mercurio der Firma WALA empfohlen. Ein anthroposophisches Komplexmittel aus homöopathisierter Honigbiene, Tollkirsche und Quecksilber. Nehmen Sie viertelstündlich 3 Globuli, bis Besserung eintritt.

Zum Abschluss noch einmal der folgende wichtige Hinweis: Bei einer Mandelentzündung handelt es sich nicht einfach nur um Halsschmerzen. Es kann eine ernste Erkrankung vorliegen. Die vorgeschlagenen Mittel ersetzen in keinem Fall Ihren Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker. Bei der leisesten Unsicherheit sollten Sie sich untersuchen lassen.

Bildnachweis: Matthias Stolt / stock.adobe.com

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