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Hausmittel: Holundertee hilft gegen Fieber und Erkältungen

Lesezeit: 2 Minuten Der bis zu 7 Meter hohe Holunderstrauch gedeiht in ganz Europa. In Deutschland hat er viele Namen: im Süden Holder oder Holler; in Norddeutschland Aalhorn, Ahorn oder Flieder. So wird unter den Hausmitteln häufig schweißtreibender Fliedertee erwähnt, gemeint ist damit auch ein Tee aus Holunderblüten.

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Hausmittel: Holundertee hilft gegen Fieber und Erkältungen

Hausmittel: Holundertee hilft gegen Fieber und Erkältungen

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Holunder der gute Hausgeist

Altem Glauben zufolge hausen im Holunderstrauch gute Hausgeister. Die wertvollen Inhaltsstoffe des Holunders können tatsächlich mit guten Geistern verglichen werden: Im Frühjahr und im Herbst bekommen Sie von diesem Strauch frische, hochwertige Heilmittel gratis. Getrocknete Holunderblüten oder eingemachte Holunderbeeren können Sie das ganze Jahr über nutzen.

Für die heilsamen Wirkungen des Holunders ist eine große Zahl verschiedener Inhaltsstoffe verantwortlich. So zählen die Holunderbeeren zu den bedeutendsten pflanzlichen Spendern von Vitamin C, B-Vitaminen und Folsäure; zusätzlich sind darin wichtige Mineralien enthalten.

In vergangenen Zeiten wurden neben den Blüten und Beeren auch die Blätter, die Rinde und die Wurzeln des Holunders genutzt. Heute werden fast ausschließlich die Blüten und die Beeren verwendet.

Wichtigste Inhaltsstoffe des Holunders

In den Blüten:

  • ätherische Öle
  • Mono- und Triterpene
  • Flavonoide
  • Sterole
  • Cumar- und Kaffeesäure
  • Schleim- und Gerbstoffe
  • Kaliumsalze

 In den Beeren:

  • Flavonoide
  • Anthocyanglykoside
  • ätherische Öle
  • Glukose
  • Fruktose
  • Fruchtsäuren
  • Vitamine B1, B2, B6
  • Niacin, Pantothensäure, Carotin und Folsäure
  • Kalium, Kalzium und Phosphor

Die Wirkstoffe des Holunders sind bei Erkältungen und Grippe eine gute Hilfe: Eine Tasse heißer Holunderblütentee, vor dem Zubettgehen getrunken, garantiert eine ordentliche Schwitzkur. Auch zum Inhalieren ist Holunderblütentee hervorragend geeignet. Zur Stärkung des Immunsystems werden die Holunderbeeren bevorzugt. Bereiten Sie daraus einen wertvollen Saft oder schmackhaftes Holundergelee.

Vielseitige Anwendungsmöglichkeiten

Holunderblütentee:

  • Als schweißtreibendes Mittel bei Fieber und Erkältungen
  • Zur Steigerung der Schleimbildung bei Husten
  • Zur Steigerung der körpereigenen Abwehr

Holunderbeeren:

  • Als Abführmittel
  • Als harntreibendes Mittel
  • Als schweißtreibendes Mittel
  • In der Volksmedizin gegen Ischias und Nervenschmerzen
  • Zur Steigerung der körpereigenen Abwehr

Wichtig: Verzehren Sie niemals rohe Holunderbeeren – das verursacht Übelkeit und Erbrechen! Auch Saft von Holunderbeeren muß aus dem gleichen Grund gekocht werden.

So sammeln Sie Holunderblüten:

Schneiden Sie die voll erblühten Dolden ab, breiten Sie sie auf Papierbögen aus und lassen Sie sie trocknen, bis auch die Stiele trocken sind. Dann rebeln Sie die einzelnen Blüten ab und lassen sie noch einmal gründlich nachtrocknen. Bewahren Sie die Blüten in gutschließenden Dosen auf – sie verderben bei geringster Feuchtigkeit leicht.

So bereiten Sie Holunderblütentee zu:

Übergießen Sie zwei bis drei Teelöffel getrocknete Holunderblüten mit einer Tasse kochendem Wasser und lassen Sie den Tee 5 Minuten ziehen. Anschließend seihen Sie ihn ab. Sie können ihn mit Honig süßen. Zur Immunsteigerung trinken Sie zwei- bis dreimal täglich eine Tasse lauwarmen Tee. Bei Erkältung und Fieber trinken Sie eine Tasse Tee kurz vor dem Zubettgehen (besser noch: im Bett).

Holunderbeeren sind ab August reif:

Holunderbeeren können Sie ab Ende August ernten, wenn sie glänzend schwarz, aber noch nicht überreif (runzelig) sind. Streifen Sie die Beeren einfach in eine Schüssel oder einen Eimer ab und verarbeiten Sie sie noch am gleichen Tag zu Saft, Mus oder Gelee.

So bereiten Sie Holunderbeermus zu:

Übergießen Sie einen halben Liter gewaschene, entstielte Beeren mit 150 Milliliter Wasser. Fügen Sie drei Eßlöffel Zucker, etwas Zimt und zehn getrocknete Zwetschgen hinzu. Kochen Sie alles unter Rühren bei schwacher Hitze zu Mus. Wenn die Kerne Sie stören, passieren Sie das Mus anschließend durch ein Sieb. Zur Stärkung des Immunsystems nehmen Sie dreimal täglich einen Esslöffel Mus ein.

Bildnachweis: creativefamily / stock.adobe.com

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