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Hauskatzen: Katze oder Kater – Ihre Gemeinsamkeiten

Lesezeit: 2 Minuten Sie möchten eine Katze aufnehmen und informieren sich vorab, was besser zu Ihnen passt: Katze oder Kater? Das Wissen, in welchen Verhaltensbereichen das Geschlecht der Hauskatzen keine oder nur eine geringe Rolle spielt, kann Ihnen diese Entscheidung erleichtern. So zum Beispiel beim Markierungsverhalten, beim Jagdverhalten und beim Spieltrieb.

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Hauskatzen: Katze oder Kater – Ihre Gemeinsamkeiten

Hauskatzen: Katze oder Kater – Ihre Gemeinsamkeiten

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Hauskatzen – wo das Geschlecht keine Rolle spielt

Katze oder Kater: was passt besser zu uns? Vor dieser Entscheidung stehen Sie, wenn Sie eine Katze aufnehmen möchten. Genaugenommen gibt es keinen objektiven Grund, ein bestimmtes Geschlecht zu bevorzugen. Die Auswahl eines Tieres sollte mit dem Herzen erfolgen. Dennoch ist es wichtig, möglichst viel über die Tierart und ihre Besonderheiten zu wissen. Gerade über Hauskatzen sind Gerüchte und Ansichten im Umlauf, die das geschlechtsspezifische Verhalten von Katze oder Kater betreffen. Jedoch spielt in vielen Verhaltensbereichen das Geschlecht gar keine oder nur eine unbedeutende Rolle.

Hauskatzen sind Menschenfreunde

Unabhängig von ihrem Geschlecht ist das Verhalten der Hauskatzen gekennzeichnet durch eine große Freundschaft zum Menschen. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass Kater verschmuster und zutraulicher seien als weibliche Katzen. Die Sanftheit oder „Verschmustheit“ ist bei Hauskatzen jedoch nicht vom Geschlecht abhängig. Vielmehr haben frühe Erfahrungen des einzelnen Tieres, Sozialisation an den Menschen, Genetik und die Erziehung durch die Katzenmutter Einfluss auf die Zutraulichkeit und das Zärtlichkeitsbedürfnis.

Besonders stark ausgeprägt sind bei Hauskatzen außerdem das Temperament und der individuelle Charakter. Das heitere Wesen, das wir Menschen an ihnen schätzen, verbunden mit Zuneigung und zugleich Unabhängigkeit, findet sich bei den meisten Hauskatzen – egal ob Katze oder Kater.

Der Jagdtrieb der Hauskatzen

Der Jagdtrieb ist bei beiden Geschlechtern ausgesprochen intensiv ausgeprägt – und zwar unabhängig davon, wie viel Futter die Katzen bekommen. Sie laufen bei der Jagd buchstäblich zur Hochform auf. Von allen domestizierten Tieren sind Hauskatzen ihrer wilden Stammform, der afrikanischen Falbkatze, noch am ähnlichsten.

Falbkatzen sind Kleinwildjäger und müssen daher sehr viel jagen, um zu überleben. Doch wie alle Raubtiere brauchen sie eine hohe Frustrationstoleranz, da die Beute oft schneller ist. Aus diesem Grund ist der Jagdtrieb so enorm stark – die Tiere müssen auch bei wiederholtem Misserfolg motiviert bleiben und dürfen nicht nachlassen. Diese Besonderheit ist weitgehend auf die Hauskatzen übergegangen.

Nach meiner Erfahrung ist der Jagdtrieb bei den weiblichen Hauskatzen nicht stärker als bei den männlichen. Zwar versorgen die Katzen in freier Wildbahn häufig Junge und haben daher erhöhten Bedarf, doch die Kater verputzen mehr!

Der Spieltrieb der Hauskatzen

Der Spieltrieb der Hauskatzen ist außerordentlich groß, natürlich besonders bei Welpen, aber auch bei erwachsenen Tieren. Sie trainieren sozusagen ständig für den Ernstfall, schulen ihre Reaktionsschnelligkeit, ihre Ausdauer, optimieren ihre Beobachtungsfähigkeit, ihre Sprungkraft, erhalten die Geschmeidigkeit ihres Körpers, die Power ihrer Muskeln. Aber vor allem haben sie einen Mordsspaß!

Der Spieltrieb der Hauskatzen ist in seiner Intensität und Ausdauer unabhängig vom Geschlecht. Er hängt hauptsächlich vom Temperament, vom Alter und natürlich auch vom Gesundheitszustand eines Tieres ab.

Markierungs- und Ausscheidungsverhalten der Hauskatzen

Markierungsverhalten wird häufig ausschließlich den Katern zugeschrieben – vermutlich wegen des unverkennbaren Duftes der Markierungen unkastrierter Kater. Das ist jedoch nicht richtig.

Egal ob Katze oder Kater: ´
Alle Katzen hinterlassen Duftmarken an bestimmten Stellen, indem sie ihre Wangen daran reiben. Kratz-Markierungen enthalten ebenfalls Duftmarken. Bei allen Katzenarten markieren beide Geschlechter ihr Revier mit Harn und die Grenzen mit Kot. Dieses letztere Verhalten zeigen unsere Hauskatzen in aller Regel nicht im eigenen Haus. Zudem sind Männchen wie Weibchen stubenrein und benutzen sogar eine extra dafür vorgesehene Toilette: Beides ist eine beachtliche Anpassungsleistung der Hauskatzen an das Leben beim Menschen!

Doch vereinzelt gibt es Ausnahmen. Der Verlust der Stubenreinheit kann viele Gründe haben, zum Beispiel gesundheitliche oder psychische. Vom Geschlecht der betreffenden Hauskatzen hängt der Verlust der Stubenreinheit jedoch nicht ab. Auch unerwünschtes Markierungsverhalten mit Urin oder Kot ist unabhängig vom Geschlecht.

Bildnachweis: denisval / stock.adobe.com

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