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Hauskatzen: Katze oder Kater – Geschlechtsspezifische Unterschiede beim Kämpfen

Lesezeit: 2 Minuten Katze oder Kater? Was passt besser zu Ihnen? Wenn Sie sich über geschlechtsspezifische Besonderheiten der Hauskatzen informieren möchten, können Sie aus den unterschiedlichen Kampfstrategien und dem aggressiven Verhalten der Tiere Rückschlüsse auf deren Wesenszüge ziehen.

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Hauskatzen: Katze oder Kater – Geschlechtsspezifische Unterschiede beim Kämpfen

Hauskatzen: Katze oder Kater – Geschlechtsspezifische Unterschiede beim Kämpfen

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Hauskatzen: Die Kampfstrategie des Katers

Kater zeigen Imponiergehabe. Dieses Verhalten wird von allen männlichen Tieren gezeigt, und damit natürlich auch von den männlichen Hauskatzen. Das macht das Auftreten und auch das Erscheinungsbild eines Katers oft recht stattlich, denn es geht ja beim Imponieren darum, groß und stark zu wirken. Unbesiegbarkeit wird vorgetäuscht.

Der Gegner wird genau eingeschätzt, er wird fixiert und angedroht. Kater kämpfen offensiv; sie greifen ihren Gegner aktiv an. Ihnen geht es beim Kämpfen hauptsächlich ums Kräftemessen. Auch wenn Sie mit einem Kater spielen, sollten Sie dies berücksichtigen.

Weibliche Hauskatzen verteidigen ihr Revier

Weibliche Hauskatzen kämpfen defensiv, das Imponieren spielt bei ihnen kaum eine Rolle. Die Falbkatze, die wilde Stammform der Hauskatzen, lebt in der Kargheit der afrikanischen Wüstenrandzonen. Dort kämpfen weibliche Katzen nur, um ihr Revier zu verteidigen. Sie müssen Junge ernähren; daher brauchen sie ein angemessen großes Revier, wo sie ausreichend Beute für sich und ihre Jungtiere finden, ohne allzu weite Wege zurücklegen zu müssen.

Die Grenzen dieses Reviers bedeuten ihre Lebensgrundlage und werden daher erbittert verteidigt – aber sobald der Eindringling vertrieben ist, sorgt die Katze wieder für sich und ihre Jungen. Sie riskiert im Kampf viel weniger als ein Kater.

Weibliche Hauskatzen verteidigen sich selbst gegen Bedrohungen

Selbstverständlich verteidigen weibliche Falbkatzen sich selbst und ihren Nachwuchs auch gegen Fressfeinde, so gut sie können. Auch den weiblichen Hauskatzen geht es beim Kämpfen hauptsächlich um Verteidigung. Wenn sie sich akut bedroht fühlen, beispielsweise beim Tierarzt oder bei Konfrontation mit einem Hund, können sie plötzlich sehr brutal werden. Doch sobald die Bedrohung aufhört, hört auch die Katze auf zu kämpfen.

Hauskatzen-Alltag: Wie wirkt sich das unterschiedliche Kampfverhalten aus?

Wenn Sie einen Kater haben, müssen Sie damit rechnen, dass er weit vom Haus weggeht und mit Wunden und ausgefransten Ohren nach Hause kommt – ganz besonders in den ersten zwei bis drei Lebensjahren, der Sturm- und Drangzeit der Hauskatzen. Da brauchen Sie gute Nerven.   Es ist auch nicht auszuschließen, dass sich Nachbarn bei Ihnen beschweren, weil Ihr Kater im Kampf einem Nachbarskater einen Schmiss verpasst hat.

Haben Sie eine weibliche Katze, bleibt Ihnen solches wahrscheinlich erspart. Allerdings kann es sein, dass das Tier bei echten oder vermeintlichen Bedrohungen extremer reagiert. Aber es gibt auch viele Kater, die sich gegen den Tierarzt verteidigen. Im Fall einer vermeintlichen oder tatsächlichen Bedrohung spielt der individuelle Charakter sowie der Erfahrungsschatz von Hauskatzen eine größere Rolle als das geschlechtstypische Verhalten.

Sonderfall: Weibliche Hauskatzen mit Jungen

Falls Ihre Katze Junge hat, müssen Sie buchstäblich mit allem rechnen. Hauskatzen sind verwegene Mütter. Unter Einsatz von Leib und Leben beschützen sie ihre Jungen. Besucher mit Hunden sollten Sie in dieser Zeit nicht einmal in die Nähe Ihres Hauses lassen. Vor allem in der Phase, in der die Jungkatzen unter mütterlicher Aufsicht schon das Haus verlassen, empfiehlt es sich, Spaziergänger mit Hunden zu warnen. Als Mutter reagiert Ihre Katze unvergleichlich viel aggressiver auf Bedrohungen, als Sie es von ihr gewöhnt sind.

Bildnachweis: olezzo / stock.adobe.com

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