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Hauskatzen: Katze oder Kater – Ein Neuzugang zu vorhandenen Katzen

Lesezeit: 2 Minuten Sie haben bereits eine Katze und überlegen sich, weitere dazu zu nehmen? Dann sollten Sie unbedingt das geschlechtsspezifische Verhalten bei Hauskatzen berücksichtigen, um ein möglichst harmonisches Zusammenleben zu erreichen. Hier finden Sie Informationen, wie sich eine Katze oder ein Kater einfügen kann.

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Hauskatzen: Katze oder Kater – Ein Neuzugang zu vorhandenen Katzen

Hauskatzen: Katze oder Kater – Ein Neuzugang zu vorhandenen Katzen

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Der Einfluss des Geschlechtes auf das Zusammenleben mehrerer Hauskatzen

Katze oder Kater: Bereits in Ihrem Haushalt lebende Hauskatzen sollten Sie unbedingt bei der Auswahl eines Neuzugangs berücksichtigen. Grundsätzlich ist es sinnvoll, ein Tier des Gegengeschlechtes zu wählen: Wenn Sie bereits einen Kater haben, können Sie dazu eine weibliche Katze aufnehmen. Haben Sie eine Katze, so empfiehlt sich die Aufnahme eines Katers. Das macht es dem vorhandenen Tier einfacher, das neue zu akzeptieren, und umgekehrt wird sich der Neuzugang leichter einfügen.

Eine Katze des anderen Geschlechtes wird weniger als Konkurrent angesehen als eine Geschlechtsgenossin oder ein Geschlechtsgenosse. Das erklärt sich aus der Lebensweise der afrikanischen Stammform unserer Hauskatzen: Falbkater teilen sich ihre Reviere mit weiblichen Katzen. Genauer gesagt erstreckt sich das Revier eines Falbkaters über mehrere Weibchenreviere; je nach Konkurrenzdruck durch andere Kater, können dies zwei bis fünf Weibchen-Reviere sein. Diese entwicklungsgeschichtlichen Besonderheiten finden sich selbstverständlich in unseren Hauskatzen wieder. Sich ein Revier mit einem gegengeschlechtlichen Tier zu teilen, macht den Hauskatzen keinerlei Stress.

Abgesehen davon ist der erotische Reiz und die damit verbundene Neugier bei gegengeschlechtlichen Hauskatzen nicht zu unterschätzen – unabhängig davon, ob die Tiere kastriert sind oder nicht.

Katze oder Kater – Hauskatzen sind Individualisten

Verhaltensforscher sind sich nicht ganz einig über die Sozialsysteme der Katzen. Man weiß noch längst nicht alles darüber. Sie sind Einzeljäger, das heißt aber nicht, dass sie Einzelgänger sind. Kater sammeln sich in hierarchisch gegliederten Gruppen. Bei Hauskatzen hat man gemeinsame Jungenaufzucht von mehreren Müttern beobachtet, oder die Unterstützung einer Mutter durch kinderlose Katzen. Kurz: Unsere Hauskatzen sind genauso individualistisch wie wir. Es gibt gesellige und eigenbrötlerische, Singles, Partnerschaften und Wohngemeinschaften. So kann dieser Text nur ganz allgemeine und vereinfachte Hinweise und Tipps für das Zusammenleben geben.

Wenn Sie gern eine Gruppe halten möchten, empfiehlt sich die Anschaffung von Katern. Möglichst nicht mehr als vier Tiere, keinesfalls mehr als sechs! Nach Ablauf einer turbulenten Phase können sie friedlich zusammenleben, nachdem sich jeder seinen Rang erkämpft hat. Bei weiblichen Hauskatzen sollten Sie nicht mehr als drei, maximal vier, möglichst miteinander verwandte Tiere halten.

Für die Haltung zweier Hauskatzen bewährt sich immer wieder ein Paar aus Männchen und Weibchen. Es ist hierbei besonders faszinierend und amüsant, die geschlechtsspezifischen Unterschiede zu beobachten.

Bildnachweis: Syda Productions / stock.adobe.com

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