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Haushaltnahe Dienstleistungen: Sparen Sie jetzt noch Steuern!

Lesezeit: 2 Minuten Bei kaum einer Steuerart wird dem Fiskus so viel Geld geschenkt, wie bei den haushaltsnahen Dienstleitungen. Deshalb: Sparen Sie als Immobilienbesitzer in diesem Jahr jeden möglichen Steuer-Cent bei haushaltnahen Dienstleistungen. Es lohnt sich. Die gesetzliche Grundlage hierfür ist § 35a EStG.

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Haushaltnahe Dienstleistungen: Sparen Sie jetzt noch Steuern!

Haushaltnahe Dienstleistungen: Sparen Sie jetzt noch Steuern!

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Bei haushaltsnahen Dienstleistungen wirken sich für Sie nur die reinen Lohn- und Fahrtkosten Ihres Handwerkers für Sie steuermindernd aus. Sie können 20% des Lohns/der Dienstleistung von maximal 4.000 € von der zu zahlenden Steuer absetzen (also nicht vom zu versteuernden Einkommen, sondern direkt von der Steuersumme).

Beispiel

Können Sie 2.000 € Ausgaben für Handwerker nachweisen (ohne Materialkosten), zahlen Sie im Endeffekt nur 1.600 €. Den Rest trägt nachträglich der Fiskus.

Auch als Teil einer Wohnungseigentümergemeinschaft, die Dienstleistungen wie etwa den Winterdienst gemeinsam vergibt, können Sie die Kosten dafür in der Steuererklärung geltend machen. Die anfallenden Aufwendungen müssen nur auf die einzelnen Eigentümer aufgeteilt sein. Diese Aufschlüsselung nimmt der WEG-Verwalter vor – dessen Tätigkeit Sie aber nicht als haushaltsnahe Dienstleistung ansetzen können.

Ihre Aufwendungen werden in dem Jahr berücksichtigt, in dem sie entstanden und bezahlt sind. Eine Rechnung vom Dezember 2016, die Sie erst im Januar 2017 bezahlt haben, können Sie also auch noch in diesem Jahr geltend machen

Achtung: Bargeldzahlungen an Handwerkern werden nicht anerkannt. Ich rate Ihnen daher: Überweisen Sie das Geld. Außerdem benötigen Sie eine Rechnung, in der die Arbeitsleistung (also ohne Materialkosten) separat aufgeführt ist. Diese Ausgaben müssen durch die Rechnung und den Kontoauszug, auf dem die entsprechende Überweisung erscheint, gegenüber dem Finanzamt nachgewiesen werden. Lassen Sie sich solche Rechnungen ausstellen, um späteren Streit zu vermeiden.

Beispiel

Wenn Sie 2.000 Euro Ausgaben für Handwerker nachweisen können (ohne Materialkosten), zahlen Sie im Endeffekt also nur 1.600 Euro. Den Rest trägt nachträglich der Fiskus. Da viele Eigentümer unsicher sind, welche Arbeiten begünstigt werden, habe ich diese hier für Sie dargestellt.

Übersicht: Diese Arbeiten können Sie steuerlich zu Ihren Gunsten geltend machen

 

Arbeiten an Wänden, Dach, Fassade, Garage, Fenstern und TürenJa
Streichen/Lackieren z.B. von Wandschränken, Heizkörpern und -rohrenJa
Reparatur oder Austausch von BodenbelägenJa
Handwerkliche Tätigkeiten im Rahmen eines NeubausNein
Reparatur, Wartung oder Austausch von Heizungsanlagen, Elektro-, Gas- und WasserinstallationenJa
Aufwendungen für StraßenreinigungJa
Modernisierung oder Austausch der Einbauküche oder BadeinbautenJa
Aufwendungen für Zuleitungen, die sich auf öffentlichen Grundstücken befindenNein
Reparatur und Wartung von Gegenständen im Haushalt des SteuerpflichtigenJa
Arbeiten, die nicht im Haus oder der Wohnung ausgeführt werdenNein
Maßnahmen der Gartengestaltung/Pflasterarbeiten auf dem GrundstückJa
Kontrollaufwendungen (z.B. Schornsteinfeger-Gebühr)Ja
Handwerkerleistungen, die bereits als Betriebsausgaben, Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht worden sindNein
Handwerkliche Leistungen für Hausanschlüsse auf dem Grundstück (z.B. Kabel für Strom oder Fernsehen)Ja

Bildnachweis: Dan Race / stock.adobe.com

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