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Harnsäure: So senken Sie den Spiegel im Blut

Lesezeit: 2 Minuten Sammelt sich im Körper zu viel Harnsäure an, entsteht Gicht. Diese Krankheit bedeutet heftige Gelenksschmerzen und starke Einschränkungen des Bewegungsapparats. Der Harnsäure-Spiegel im Körper kann gut über die Ernährung gesteuert werden. Lesen Sie in diesem Artikel wie das funktioniert.

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Harnsäure: So senken Sie den Spiegel im Blut

Harnsäure: So senken Sie den Spiegel im Blut

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Ist der Harnsäure-Haushalt des Körpers aus dem Gleichgewicht, steigt der Harnsäurespiegel im Blut an und es kann zu schmerzhaften Gichtanfällen ankommen. Üblich für Gicht sind Schmerzen in den Gelenken, wie zum Beispiel den Gelenken am großen Zeh oder in den Händen.

Bei Gicht erhöht sich die Konzentration der Harnsäure im Blut, wodurch sich Kristalle bilden, die sich in der Haut, den Sehnen, Schleimbeuteln und Gelenken ablagern. Auch in den Nieren können sich diese Kristalle absetzen und zu Nierensteinen und Nierenschäden führen.

Wie entsteht Harnsäure im Körper?

Harnsäure entsteht im Körper durch den Abbau von sogenannten Purinen. Diese stammen unter anderem aus der Nahrung, besonders aus Wurst, Fleisch und Innereien. Doch auch im Körper kommt Purin vor und ist ein normaler Baustein der Zellen. Zerfallen Zellen oder werden diese abgebaut, werden daher auch automatisch im Körper Purine freigesetzt.

Ist der Harnsäurespiegel im Körper erhöht, kann das verschiedene Ursachen haben:

1. Im Körper zerfallen zu viele Zellen, wodurch zu viel Harnsäure entsteht

2. Die Ernährung ist zu purinhaltig – die in der Nahrung enthaltenen Purine werden zu Harnsäure abgebaut.

3. Die Nieren arbeiten nicht richtig und scheiden zu wenig Harnsäure aus.

Genetische Faktoren sind dabei nicht unerheblich und können die Entstehung von Gicht begünstigen. Um bei bestehender Gicht und regelmäßigen Gelenkschmerzen den Harnsäurespiegel im Körper zu senken, gibt es verschiedene Möglichkeiten. 

Der Harnsäurespiegel kann über die Ernährung gesenkt werden

Neben Medikamenten und Naturheilkundemitteln kann ein zu hoher Harnsäurespiegel vor allem über die Ernährung reguliert werden. Patienten mit zu viel Harnsäure im Blut sollten maximal 500 mg Harnsäure pro Tag aufnehmen, während eines akuten Gichtanfalls sogar nur 300 mg. Bei Ärzten und Ernährungsberatern gibt es Tabellen, die genau aufschlüsseln, wie viel Harnsäure welches Lebensmittel enthält.

Purine kommen in den Zellkernen vor, wodurch alle Lebensmittel, die viele Zellen enthalten auch viel Purin enthalten. Jegliches Muskelfleisch, Innereien wie Leber, Nieren und Bries und auch Wurst enthalten daher viel Purin und sollten bei einem erhöhten Harnsäurespiegel gemieden werden. Auch in der Haut von Fisch und Geflügel, sowie in der Schweineschwarte sind viele Purine enthalten.

Diese Lebensmittel enthalten ebenfalls viel Purin

Weitere Lebensmittel in denen viel Purin enthalten ist sind verschiedene Fischarten, wie Sardellen, Lachs, Hummer, Herig, Sprotten oder Miesmuscheln. Auch einige pflanzliche Lebensmittel enthalten viel Purin, wie zum Beispiel Brokkoli, Pilze, Blumenkohl und Spinat. Besonders purinhaltig sind Hülsenfrüchte, also Erbsen, Sojabohnen und Bohnen.

Zwar ist der Puringehalt in pflanzlichen Lebensmitteln geringer als in tierischen Produkten, dennoch können größere Mengen den Harnsäurespiegel im Körper ansteigen lassen. Völlig frei von Purinen sind übrigens Milchprodukte, Milch, Fette, Stärke, Kürbis, Honig, Öle und verschiedene Obstsorten. Salat und Kartoffeln sind ebenfalls gut.

Vorsicht bei Alkohol und Limonaden

Bei den Getränken muss ebenfalls darauf geachtet werden, was verzehrt wird. Limonaden und Alkohol lassen den Harnsäurespiegel im Blut ansteigen und sollten vermieden werden. Tees und Wasser sind bei Problemen mit einem zu hohen Harnsäurespiegel und Gichtanfällen das beste Getränk.

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Bildnachweis: Yakov / stock.adobe.com

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