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Hanf: Nutzpflanze erlebt Renaissance als Lifestyle-Produkt

Lesezeit: 3 Minuten Die Hanfpflanze ist eine sehr vielseitig Nutzpflanze. Wir werfen einen Blick auf die Geschichte und den aktuellen CBD-Hype.

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Hanf: Nutzpflanze erlebt Renaissance als Lifestyle-Produkt

Hanf: Nutzpflanze erlebt Renaissance als Lifestyle-Produkt

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Hanf: Die altbekannte Nutzpflanze erlebt eine Renaissance als Lifestyle-Produkt

Die Hanfpflanze gehört zu den vielseitigsten Nutzpflanzen der Welt. Aus ihr können Textilien, Kosmetikprodukte, Nahrungsmittel, Arzneistoffe und sogar Dämmstoffe hergestellt werden. Die meisten Menschen denken bei Cannabis jedoch vor allem an ein Rauschmittel, wodurch die vielen positiven Eigenschaften der Pflanze oft in den Hintergrund rücken.

Die Geschichte des Hanfs

Schon vor mehreren tausend Jahren nutzten und kultivierten unsere Vorfahren die Hanfpflanze. Durch die frühe Verbreitung ist der wahre Ursprung der Pflanze kaum noch nachzuvollziehen – man vermutet, dass der Hanf aus dem heutigen Kasachstan stammt.

Die ältesten Funde von Cannabis, die wohl über 5.000 Jahre alt sind, stammen aus dem Gebiet des heutigen Deutschland (Thüringen).

Hanf als Quelle für Textilfasern

Schon sehr früh in der Geschichte haben sich die Menschen die Hanfpflanze als Quelle für Fasern zunutze gemacht. Diese wurden dann z.B. zu Kleidungsstücken oder auch zu Segeln weiterverarbeitet wurden.

Diverse schriftliche Quellen deuten außerdem darauf hin, dass sich u.a. auch die alten Griechen mit Hanf kleideten.

Neben dem heute noch verwendeten Flachs zählte Hanf in Mitteleuropa lange Zeit zu den mit Abstand wichtigsten Faserpflanzen. Erst durch den Siegeszug der Baumwolle zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Hanf als Faser-Quelle allmählich verdrängt.

Hanf als Heilmittel

Ebenfalls von großer Bedeutung ist die Verwendung der Hanfpflanze als Heil- und Arzneimittel. Denn dass die Pflanze diverse positive Eigenschaften auf den Körper entfalten kann, wussten die Menschen schon vor über 3.500 Jahren.

In einer Schrift aus dem alten Ägypten (ca. 1600 v. Chr.) wird Hanf als Bestandteil für ein Heilmittel erwähnt. Die Rede ist dort von einem Umschlag bzw. einen Wickel, der um den Zehennagel gebunden werden soll.

In einem chinesischen Buch aus dem 2. oder 3. Jahrhundert n. Chr. wird das Harz der Hanfpflanze sogar als Heilmittel bei Verstopfungen, Malaria, Gicht und Rheumatismus beschrieben.

Im Laufe der nächsten Jahrhunderte wurden die positiven Eigenschaften von Cannabis weltweit von vielen Ärzten, Medizinern und Wissenschaftlern immer wieder aufgegriffen und auf unterschiedliche Beschwerden und Krankheitsbilder bezogen. Noch im 19. Jahrhundert wurden Arzneimittel aus Hanf offiziell zugelassen – darunter z.B. auch Schlafmittel.

Erst mit Beginn des 20. Jahrhunderts wurden immer mehr der hanfhaltigen Arzneimittel durch pharmakologische Präparate ersetzt, da sie einfacher dosiert und ihre Wirkung teilweise auch präziser vorhergesagt werden konnte.

Hanf in der Gegenwart

Dass Cannabis positive Effekte auf Körper und Geist haben kann, ist unter Fachleuten unbestritten. In den letzten Jahren wurde Hanf darüber hinaus von einigen Staaten teilweise oder sogar vollständig legalisiert.

Und dennoch kreist die Debatte – insbesondere in Europa – thematisch fast ausschließlich um die negativen und/oder bedenklichen Seiten der Hanfpflanze.

Während das Thema von politischer Seite eher stiefmütterlich behandelt wird, versprechen sich Unternehmen vom derzeit explodierenden Hanfmarkt große Gewinne. Vor allem durch geschicktes Influencer-Marketing wurde <strong>ein regelrechter Hanf-Hype ausgelöst.

CBD im Fokus

Im Fokus steht dabei besonders ein natürlicher Inhaltsstoff der Hanfpflanze mit dem Namen Cannabidiol (CBD). Cannabidiol ist Namensgeber für das von vielen Seiten angepriesene CBD Öl.

Laut Erfahrungsberichten zeichnet sich Cannabidiol insbesondere durch entspannende und entzündungshemmende Effekte aus. Der Clou: ganz anders als der psychoaktive Inhaltsstoff THC, löst CBD nach der Einnahme keinen Rausch aus – man wird also nicht „high“.

Neben dem bekannten Öl werden aber auch Kapseln, Sprays, Duschgele, Cremes und sogar Süßigkeiten mit CBD angeboten. Der Verbraucher hat also die Qual der Wahl…

Studien, die die Wirkungsweise der CBD-Produkte am Menschen empirisch belegen, gibt es (noch) nicht. Die Erfahrungsberichte und Bewertungen, die die Kundinnen und Kunden nach dem Kauf online abgeben, fallen jedoch tatsächlich ziemlich positiv aus…

Fazit

Die meisten Menschen verbinden mit Cannabis ein illegales Rauschmittel bzw. eine potentiell gefährliche Einstiegsdroge. Dass die Hanfpflanze aber noch viele weitere interessante und vielversprechende Eigenschaften besitzt, ist den wenigsten bewusst.

Der anhaltende Hype um CBD-Produkte, die aus Hanf hergestellt werden, sorgt aber dafür, dass sich immer mehr Menschen für die Pflanze und ihr Potential interessieren.

Bildnachweis: yavdat / stock.adobe.com

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