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Haarausfall: Wenn Stress die Haare schwinden lässt

Lesezeit: 2 Minuten Wenn Sie bei sich Haarausfall bemerken, möchten Sie sicher schnell herausbekommen, welche Ursache dahinter steckt. Neben genetischen und krankhaften Formen von Haarausfall, ist Stress ein unbestrittener Übeltäter. In welchen Fällen er ein besonders häufiger Faktor für ausfallende Haare ist, lesen Sie in diesem Artikel.

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Haarausfall: Wenn Stress die Haare schwinden lässt

Haarausfall: Wenn Stress die Haare schwinden lässt

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Normaler Haarausfall

Pro Tag verlieren wir um die hundert Haare. Das ist völlig normal und deutet noch nicht auf übermäßigen Haarausfall hin. Die Gründe dafür sind ebenso harmlos, wie vielfältig. Zum einen kann die Lebensdauer eines Haares erreicht sein. Nach ca. 4-5 Jahren ist diese beendet und das Haar fällt aus.

Auch unser tägliches Styling, das oft nicht sehr zimperlich mit den Haaren umgeht, kann einen moderaten Haarausfall begünstigen. Denken Sie nur an Föhnen, Färben, Bleichen oder Dauerwellen. Schließlich nimmt der Haarausfall auch mit steigendem Alter zu. Die Haarfolikel sind nicht mehr so leistungsfähig. Zusätzlich wirken hormonelle Veränderungen ein.

Ein anderer üblicher Vorgang ist das Abbrechen der Haare. Was wir im Kamm mit Schrecken als Haarausfall identifizieren, sind oft nur abgebrochene Haare. Der Rest des jeweiligen Haares wächst ohne Probleme weiter.

Haarausfall und Stress stehen im Zusammenhang

Vielleicht haben Sie schon gehört, dass zuviel Stress Haarausfall fördert. Das ist absolut richtig. Starker seelischer oder körperlicher Stress kann vorrangig drei Arten von Haarausfall beeinflussen:

Telogen effluvium, der sogenannte diffuse Haarausfall, der in erster Linie Frauen betrifft. Dabei fallen etwa 3-4 Monate nach einem erschütternden Ereignis über den gesamten Kopf verteilt, verstärkt Haare aus. Ein solcher physischer Stress kann eine Operation, aber auch eine Geburt sein. Ein Todesfall, eine Kündigung oder eine lebensbedrohliche Situation sind starker psychischer Stress und Anlass für den diffusen Haarausfall.

Bei kreisrundem Haarausfall, Alopecia areata, wird ebenfalls Stress als Mitverursacher vermutet. Hierbei ist noch nicht komplett geklärt, wodurch es zum eigentlichen Haarausfall kommt. Man weiß, dass bestimmte Blutzellen die Haarfolikel angreifen und das Wachstum stoppen. Stress scheint ein Faktor zum Auslösen dieser Autoimmunerkrankung zu sein.

Die Trichotillomanie schließlich, bei der sich Betroffene selbst Haare ausreißen, weist oft auf eine geringe Stresstoleranz hin. In Zeiten von höherem Stress verstärkt sich diese Erkrankung für gewöhnlich. Gleichzeitig scheint aber auch eine genetische Disposition für diese Art von Haarausfall vorliegen zu müssen.

Stress und Haarausfall lassen sich behandeln

Haarausfall durch Stress muss nicht von Dauer sein. In der Regel verschwindet er wieder, wenn Sie den Stress unter Kontrolle bekommen. Das Haar wächst wieder nach.

Dennoch sollten Sie auf jeden Fall Ihren Arzt kontaktieren, sollten Ihnen beim Haare waschen mehr als die üblichen Haare ausfallen. Er kann gute Hilfen geben, damit Sie mit Ihrem Stress besser klarkommen.

Bildnachweis: Africa Studio / stock.adobe.com

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