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Gürtelrose: 4 wichtige Punkte, die Sie kennen sollten

Lesezeit: 3 Minuten Gürtelrose (Herpes Zoster) wird wie Windpocken von dem Varicella-Zoster-Virus ausgelöst. Sie geht mit starken Schmerzen und einem gürtelartigen Ausschlag einher. Gürtelrose ist eine ernste Erkrankung, die auf jeden Fall ärztliche Behandlung benötigt.

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Gürtelrose: 4 wichtige Punkte, die Sie kennen sollten

Gürtelrose: 4 wichtige Punkte, die Sie kennen sollten

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In diesem Artikel finden Sie 4 Fakten, die Sie über die Gürtelrose wissen sollten.

1. Der Ursprung der Gürtelrose

Die Gürtelrose ist die zweite Krankheitsform, die durch den Varicella-Zoster-Virus ausgelöst werden kann. Seinen Namen hat er von diesen beiden Krankheitsbildern Windpocken (Varicellen) und Gürtelrose (Herpes Zoster). Eine Erstinfektion mit diesem Virus löst stets zuerst Windpocken aus. Auch nach Ausheilen dieser Krankheit verbleiben die Viren ein Leben lang im Körper.

Die Viren nisten sich dabei in der Regel in den Nervenwurzeln des Rückenmarks sowie in den Nerven des Gehirns ein. Viele Menschen leben mit ihnen, ohne dass nochmals Beschwerden auftreten. Das körpereigene Immunsystem verhindert eine erneute Ausbreitung der Krankheitserreger und sorgt dafür, dass die Viren inaktiv bleiben.

Ist Ihr Abwehrsystem jedoch geschwächt, kann es vorkommen, dass das Varicella-Zoster-Virus erneut aktiv wird. Die Erreger wandern die Nervenbahnen entlang bis zur Hautoberfläche und lösen dort einen schmerzhaften Hautausschlag aus. Diese Gürtelrose tritt stets an den Stellen des Körpers auf, an die sich das Virus zurückgezogen hat.

Am häufigsten kommt Herpes Zoster im Brust- und Rückenbereich vor (50 – 60 %). Auch die Arme und Hände oder der Hals sind oft betroffen. Es gibt auch Fälle, bei denen sich die Gürtelrose am Kopf manifestiert.

2. Anzeichen einer Gürtelrose

Eine Besonderheit von Herpes Zoster ist ihre einseitige Ausbreitung. Das bedeutet, dass in der Regel nur eine Körperhälfte betroffen ist. Zu Beginn äußert sich die Gürtelrose mit einem unbestimmten Krankheitsgefühl. Betroffene fühlen sich müde und schlapp. Oft kommt auch Fieber hinzu.

An den betroffenen Hautregionen spüren sie schon vor der Bildung von Ausschlag ein Kribbeln oder ein unangenehmes Gefühl bei Berührung. Diese Missempfindungen gehen mit der Zeit in einen heftigen, brennenden Schmerz über.

Einige Tage später weisen die betroffenen Hautareale gerötete Stellen auf. Bläschen bilden sich in Rosettenform. Nach einigen Tagen platzen sie auf und bilden krustige Verschorfungen, die nach einigen weiteren Tagen abfallen. Bei einem komplikationslosen Verlauf bilden sich diese Hautirritationen nach einigen Wochen vollständig zurück.

Außerdem gibt es bei Gürtelrose eine Sonderform, die komplett ohne Ausschlag auftritt. Diese wird als „Zoster sine herpete“ oder Gürtelrose ohne Bläschen bezeichnet. Bei dieser Form haben Patienten nur die oben beschriebenen Nervenschmerzen an den betroffenen Hautregionen und keinerlei Ausschlag.

3. Behandlung der Gürtelrose

Die Therapie der Gürtelrose besteht in der Linderung der Symptome. Gleichzeitig wird die Ausbreitung des Virus im Körper bekämpft, um Komplikationen und schweren Krankheitsverläufen vorzubeugen. Zur Symptomlinderung verschreibt Ihnen Ihr Arzt Schmerzmittel (Analgetika) und antiseptische Medikamente zum Auftragen auf die von Gürtelrose betroffenen Hautgebiete.

Die Bekämpfung der Viren, die sogenannte antivirale Therapie, sollte ebenfalls so früh wie möglich nach Ausbruch der Gürtelrose erfolgen, da sie den Krankheitsverlauf verkürzen, die Symptome mildern und das Auftreten von Komplikationen verhindern kann. Medikamente, die die Viren an der Vermehrung hindern, werden auch Virostatika genannt.

Bei der Gürtelrose verwenden Mediziner häufig Wirkstoffe wie Famciclovir, Aciclovir, Valaciclovir oder Brivudin. Sie werden in Tablettenform oder über Infusion verabreicht. Eine Behandlung mit Virostatika sollte unbedingt durchgeführt werden wenn:

  • der Patient 50 Jahre und älter ist,
  • die Gürtelrose am Hals, im Gesicht oder am Kopf auftritt,
  • die Betroffenen eine Immunschwäche aufweisen ( HIV/AIDS, Leukämie etc.),
  • ein schwerer Verlauf vorliegt,
  • der Patient unter Hauterkrankungen wie Neurodermitis leidet.

Bei einem leichten Verlauf und/oder jungen Patienten kann Ihr Arzt unter Umständen auf die antivirale Therapie verzichten.

4. Mögliche Komplikationen bei Gürtelrose

Breitet sich die Gürtelrose aus, kann es zu folgenden Komplikationen kommen:

  • Befall des Auges,
  • Befall des Ohres,
  • Befall des Gehirns,
  • Befall des gesamten Körpers.

Fazit:

Die Gürtelrose ist eine ernst zu nehmende virale Erkrankung, bei der bestimmte Nervenbahnen im Körper betroffen sind. Verläuft die Krankheit unauffällig, klingen die Symptome nach drei bis vier Wochen wieder komplett ab. Bei älteren Patienten kommt es nach der Gürtelrose oft zu einer postzosterischen Neuralgie, also erneut auftretenden Nervenschmerzen nach überstandener Gürtelrose. Gehen Sie in diesem Fall sofort zum Arzt, damit er Ihnen spezielle Medikamente dagegen verschreiben kann. Denn diese Nervenschmerzen werden unbehandelt sehr heftig und nehmen gerne einen chronischen Verlauf.

Bildnachweis: zlikovec / stock.adobe.com

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